Michendorf sagt willkommen

Michendorf sagt willkommen

Flüchtlinge in Michendorf werden mit einer schönen Geste willkommen geheißen. Wenn voraussichtlich im Sommer die Neuankömmlinge eintreffen, erhalten sie kostenlos einen Wegweiser, der in fünf Sprachen alles Wichtige über den Ort erzählt und das Zurechtfinden in der fremden Umgebung erleichtern soll. Das Heft liegt auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi vor.

Einrichtungen und Freizeitangebote in Michendorf

Eine Karte zur räumlichen Orientierung ist ebenso enthalten wie Informationen über Behörden, Beratungsstellen, Ärzte, Schulen, Kitas, Einkaufsmöglichkeiten oder öffentliche Verkehrsmittel. Auf 35 Seiten erfahren die Neubürger aber auch etwas über Sprachkurse, Freizeitangebote, Kultur, Religion  und Geschichte. Die Broschüre zeigt zudem Fotos, die Jugendliche aus Michendorf beigesteuert haben. Sie waren mit der Kamera losgezogen und hatten aufgenommen, was aus ihrer Sicht für Ortsfremde interessant sein könnte.

Der Anstoß zu diesem Wegweiser stammt von der im April 2015 gegründeten Arbeitsguppe „Flüchtlinge in Michendorf“ (FiM). Einige der 13 Mitstreiterinnen und Mitstreiter trugen ab Herbst mit einem Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Ideen zusammen. Seit März liegt das Ergebnis auf dem Tisch. Für sämtliche Übersetzungen konnten Michendorfer gewonnen werden, die diese Aufgabe unentgeltlich übernahmen, wie Christine Rössel von der FiM nicht ohne Stolz sagt. Das hielt die Kosten im Rahmen.

Erste positive Reaktionen

Bisher wurden 1.000 Exemplare gedruckt. An der Finanzierung beteiligte sich die Gemeinde unterstützt vom Brandenburger Sozialministerium und dem evangelischen Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg. Schon jetzt denken die FiM-Aktivisten  über eine neue, aktualisierte Auflage nach, die möglicherweise im Herbst herauskommt. Es habe sich gezeigt, dass sich auch deutsche Zuzügler oder Zuwanderer aus europäischen Ländern über die kompakte Broschüre freuen, sagt Christine Rössel.

Sie verweist darauf, dass sich weitere Michendorfer in der FiM auf andere Weise für geflüchtete Menschen in der Gemeinde in Potsdam-Mittelmark engagieren. So gibt es eine Arbeitsgruppe Sprachen, deren Mitglieder Lehrmaterial erarbeitet und Fortbildung auf den Weg gebracht haben sowie selbst unterrichten wollen. Eine Arbeitsgruppe Kommunikation kooperiert mit Schulen und sucht das Gespräch mit Bürgern, die der Integration noch skeptisch gegenüberstehen.  Außerdem ist ein Café der Begegnung geplant, in dem beide Seiten einander kennenlernen und mögliche Unsicherheiten oder Vorurteile überwinden können.

 

Weitere Information:
www.ag-fim.de

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