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Bewerbungsfrist für den Integrationspreis endet bald (Foto: Jne Valokuvaus – stock.adobe.com)
Brandenburger Integrationspreis

Bewerbungsfrist endet in zwei Wochen

In zwei Wochen endet die Bewerbungsfrist für den Brandenburger Integrationspreis 2018. Noch bis zum 14. Oktober können sich Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Initiativen, Unternehmen und Kommunen bewerben oder dafür vorgeschlagen werden. Der Preis ist mit einer Gesamtsumme von 5.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung wird im Januar 2019 stattfinden.

Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier ruft alle Personen und Institutionen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in besonderer Weise für die Integration im Land Brandenburg einsetzen, zum Mitmachen auf: „Überall im Land engagieren sich viele verschiedene Initiativen für die Integration von Zugewanderten. Dieses unverzichtbare Engagement wollen wir würdigen und gute Ideen bekannter machen.“

Hintergrund

Der Brandenburger Integrationspreis wird seit 2008 vergeben und zeichnet hervorragende Leistungen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund aus. Die Integrationsmaßnahmen sollen sich insbesondere durch kreative Ansätze, Innovation, Nachhaltigkeit, Vernetzung und Wirkung in das Gemeinwesen auszeichnen.

Bewerbungen an: Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, 14467 Potsdam

 

Weitere Informationen
Details zum Integrationspreis auf den Seiten des MASGF

Brandenburger Integrationspreis 2018 (Foto: geralt – pixabay.com)
Jetzt mitmachen

Bewerbungsstart für Brandenburger Integrationspreis 2018

Ab sofort können sich Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Initiativen, Unternehmen und Kommunen für den Brandenburger Integrationspreis 2018 bewerben oder dafür vorgeschlagen werden.

Mitmachen beim Brandenburger Integrationspreis

Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier ruft alle Personen und Institutionen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in besonderer Weise für die Integration im Land Brandenburg einsetzen, zum Mitmachen auf: „Überall im Land engagieren sich viele verschiedene Initiativen für die Integration von Zugewanderten. Dieses unverzichtbare Engagement wollen wir würdigen und gute Ideen bekannter machen.“ Der Preis ist mit einer Gesamtsumme von 5.000 Euro dotiert. Die Bewerbungsfrist endet am 14. Oktober 2018. Die Preisverleihung wird im Januar 2019 stattfinden.

Der Brandenburger Integrationspreis wird seit 2008 vergeben und zeichnet hervorragende Leistungen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund aus. Die Integrationsmaßnahmen sollen sich insbesondere durch kreative Ansätze, Innovation, Nachhaltigkeit, Vernetzung und Wirkung in das Gemeinwesen auszeichnen.

Die Jury

Die Auswahljury setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Landtages, des Landkreistages, des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, des Ministeriums des Innern und für Kommunales, des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten im Land Brandenburg, des Vereins Viet Hong e.V. sowie der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg.

Bewerbungen sind zu richten an: Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, 14467 Potsdam

 

Weitere Informationen
https://masgf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.527530.de

MehrGenerationenHaus – Besuch zum Weltflüchtlingstag (Foto: Screenshot youtube.de / Landesarbeitsgemeinschaft der Mehrgenerationenhäuser)
Weltflüchtlingstag

Zu Besuch im “MehrGenerationenHaus” in Schwedt

Am Weltflüchtlingstag besuchen die kommunalen Integrations-, Migrations- und Ausländerbeauftragten im Rahmen ihrer jährlichen Klausur gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten des Landes, Dr. Doris Lemmermeier, in Schwedt/Oder das MehrGenerationenHaus im Lindenquartier (Landkreis Uckermark). Sie informieren sich dort über Integrationsprojekte der Stadt. Begleitet werden sie von Bürgermeister Jürgen Polzehl.

MehrGenerationenHaus wichtige Unterstützung

Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier: „Die hohe Zahl von Geflüchteten, die vor Krieg, ethnischer Vertreibung, vor politischer und religiöser Verfolgung oder Not aus ihrer Heimat fliehen mussten und in den vergangenen Jahren bei uns Schutz suchten, stellt unsere Gesellschaft, stellt Land und Kommunen vor großen Herausforderungen. Auf der anderen Seite erfordert eine Flucht sehr viel Mut und Stärke. Für die Geflüchteten gilt es, in der neuen Umgebung die Herausforderungen der Integration mit all ihren Aspekten zu bewältigen. Angebote wie die des MehrGenerationenHauses in Schwedt sind dabei eine sehr wichtige Unterstützung.“

Das MehrGenerationenHaus in Schwedt/Oder bietet zahlreiche Integrationsprojekte an. Zum Beispiel der Offene Treff, der Stammtisch für Patinnen und Paten von Geflüchteten sowie Fahrrad- und Sportkurse für geflüchtete Frauen. Bei dem Jahrestreffen der kommunalen Integrationsbeauftragten wird auch das Projekt „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten – Vielfalt als Chance“ aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb vorgestellt.

Gute Integrationsarbeit ruht auf vielen Schultern

Bürgermeister Jürgen Polzehl: „In Schwedt wird gute Integrationsarbeit geleistet. Der Erfolg ruht auf vielen Schultern. Ohne die Arbeit unserer vielen Ehrenamtlichen wäre dieser Kraftakt nicht zu meistern. Bei uns sind Menschen willkommen, die sich einbringen und mithelfen, sei es in Sportvereinen oder in Betrieben. Allerdings stehen wir noch am Anfang und haben ein großes Stück Arbeit vor uns.“

Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier, betont, dass die vielfältigen Aufgaben der Integration nur gemeinsam angegangen werden können. „Aus meiner Sicht verdient die engagierte Arbeit der kommunalen Integrationsbeauftragten eine besondere Anerkennung. Sie sind bestens vernetzt, haben eine hohe Fachkompetenz und sind wichtige Anlaufstellen in allen Fragen der Integration. Sie sind mit Herzblut dabei und übernehmen an der Schnittstelle zwischen der Verwaltung und den Migrantinnen und Migranten eine unverzichtbare Aufgabe. Ich bin froh, dass wir am Weltflüchtlingstag gemeinsam einen Einblick in die Integrationsarbeit der Stadt Schwedt erhalten.“

Hintergrund zum Weltflüchtlingstag

Der Weltflüchtlingstag ist ein von den Vereinten Nationen eingerichteter Aktionstag, der seit 2001 immer am 20. Juni stattfindet. Die deutsche Bundesregierung beschloss zudem im Jahr 2014, zu diesem Termin einen „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ einzuführen.

Stärkere Unterstützung bei der Migrationssozialarbeit (Foto: h_lunke – stock.adobe.com)
Sozialministerin Golze

Kommunen werden bei Migrationssozialarbeit stärker unterstützt

Das Land Brandenburg unterstützt die Landkreise und kreisfreien Städte noch stärker bei der Integration von Geflüchteten. Kommunen erhalten jetzt auch eine pauschalierte Kostenerstattung für die Aufgabe der Migrationssozialarbeit für Geflüchtete, die nach kurzer Zeit eine Anerkennung erhalten und damit aus dem Rechtskreis des Asylbewerberleistungsgesetzes in den Rechtskreis des SGB II wechseln. Für die Unterstützung dieser Menschen war im Rahmen der Migrationssozialarbeit bislang noch keine pauschale Kostenerstattung im Landesaufnahmerecht vorgesehen. Sozialministerin Diana Golze hat die entsprechende „Verordnung zur Änderung der Durchführungsbestimmungen zum Landesaufnahmegesetz“ unterzeichnet. Sie wird in Kürze im Gesetz- und Verordnungsblatt für Brandenburg veröffentlicht. Die Regelung tritt rückwirkend zum 01. Januar 2018 in Kraft.

Betreuungsbedarf für anerkannte Flüchtlinge steigt

Bereits im Januar 2018 hatte Sozialministerin Golze über die geplante Aufstockung der Kostenerstattung für die Migrationssozialarbeit informiert. Bis 2020 stehen damit pro Jahr rund 14 Millionen Euro zusätzlich für Migrationssozialarbeit zur Verfügung. Mit dem Geld können landesweit gut 200 zusätzliche Stellen in der Migrationssozialarbeit geschaffen werden.

Sozialministerin Golze erklärt: „Integration von Geflüchteten ist eine langfristige Aufgabe. Auch wenn die Zahl der neu ankommenden Geflüchteten spürbar zurückgegangen ist, beginnt die eigentliche Integrationsarbeit jetzt erst richtig. Mit dem neuen Landesaufnahmegesetz haben wir im Jahr 2016 das Angebot der Migrationssozialarbeit als einen Schwerpunkt der Brandenburger Integrationspolitik als gesetzliche Aufgabe der Landkreise und kreisfreien Städte eingeführt. Mit der Kostenerstattung des Landes haben die Kommunen landesweit bereits über 300 Stellen geschaffen. Sie beraten in erster Linie Asylsuchende, die nach dem Landesaufnahmegesetz in Einrichtungen der vorläufigen Unterbringung der Kommunen leben.“

Golze weiter: „Wir sehen aber, dass durch die schnelleren Asylverfahren der Betreuungsbedarf für anerkannte Geflüchtete steigt. Auch sie benötigen in der Anfangszeit Hilfe und Unterstützung, um sich in der fremden Umgebung zurechtzufinden. Der Bund finanziert dieses Angebot aber leider nicht über das SGB II, zu dessen Rechtskreis die anerkannten Geflüchteten oftmals bereits wenige Monate nach ihrer Ankunft gehören. Mit den zusätzlichen Stellen ermöglichen wir Migrationssozialarbeit und damit eine intensive Begleitung auch für diese Geflüchteten und entlasten damit die allgemeinen Beratungsstellen in den Kommunen. Die neue Pauschale wird gezahlt an diejenigen Landkreise und kreisfreien Städte, in denen Geflüchtete nach ihrer Anerkennung heute leben.“

Zentraler Punkt der neuen Verordnung ist die Einführung einer weiteren zeitlich befristeten pauschalierten Erstattung für Migrationssozialarbeit. Damit soll eine intensivere Begleitung von denjenigen Geflüchteten ermöglicht werden, die relativ schnell eine Anerkennung erhalten und damit aus dem Rechtskreis des Asylbewerberleistungsgesetzes in den Rechtskreis des SGB II wechseln, und die insbesondere aufgrund der Wohnsitzbeschränkung des Aufenthaltsgesetzes des Bundes im Regelfall für drei Jahre weiterhin im Land Brandenburg wohnhaft bleiben. Den Wohnort innerhalb von Brandenburg können sie frei wählen.

Hintergrund Migrationssozialarbeit

Das novellierte Landesaufnahmegesetz trat am 1. April 2016 in Kraft. Die Erstattungsverordnung und die Durchführungsverordnung zum neuen Landesaufnahmegesetz wurden im Oktober 2016 veröffentlicht. An der Erarbeitung der beiden Verordnungen hat das Sozialministerium die kommunalen Spitzenverbände, die Liga der freien Wohlfahrtspflege und die Kirchen beteiligt. Mit der neuen Verordnung wird die Erstattungsverordnung zum Landesaufnahmegesetz geändert.

Seit 2016 erhalten die Landkreise und kreisfreien Städte eine gesonderte jährliche Pauschale (2018 in Höhe von 830 Euro pro Person) für die unterbringungsnahe Migrationssozialarbeit. Für die Aufgaben werden Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen bzw. Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter eingesetzt. Außerdem finanziert das Land allen Landkreisen und kreisfreien Städten unabhängig von der Zahl der aufgenommenen Menschen Kosten für Fachberatungsstellen. So ist ein kontinuierliches Angebot vor Ort gesichert. Für diese fachspezifische und koordinierende Migrationssozialarbeit finanziert das Land weitere 54 Personalstellen.

Aufgabe der sozialen Unterstützung durch Migrationssozialarbeit ist es, den Integrationsprozess von Geflüchteten gezielt zu initiieren und zu begleiten. Die Integrationsbereitschaft der Geflüchteten sowie die Aufnahmebereitschaft und Aufnahmefähigkeit des Gemeinwesens sollen gefördert werden. Mit dem Angebot wird außerdem das Ziel verfolgt, Geflüchtete bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Probleme sofort zu unterstützen und ihnen den Start in ihren Lebensalltag in einer fremden Umgebung zu erleichtern.

Eine Bank im Grünen für Gespräche und Begegnungen – Symbolfoto (Foto: Andie_Alpion – stock.adobe.com)
Neues Projekt

“Zu Hause, eine Bank im Grünen” bringt Menschen zusammen

Am 21. Mai ist der UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt. Brandenburgs Integrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier sagt dazu heute in Potsdam: „Kulturelle Vielfalt ist auch in Brandenburg – nicht nur durch die Geflüchteten – längst Realität geworden, aber trotzdem noch keine Selbstverständlichkeit. Kulturelle Vielfalt ist ein Gewinn und eine große Bereicherung für die ganze Gesellschaft.“ Anlässlich des Welttages macht Lemmermeier beispielhaft auf das neue Projekt „Zu Hause, eine Bank im Grünen“ der Stiftung für Engagement und Bildung e.V. aufmerksam, das aus Mitteln des “Bündnis für Brandenburg” mit 29.900 Euro gefördert wird.

Praktische Integrationsarbeit direkt vor Ort

Dr. Lemmermeier: „Das Projekt leistet ganz praktische Integrationsarbeit direkt vor Ort. Es bringt Menschen mit unterschiedlicher Herkunft zusammen und fördert den Austausch. So kann ein auf gegenseitigem Respekt beruhendes Zusammenleben von Brandenburgerinnen und Brandenburgern unterschiedlicher Nationalität und Religion gelingen und kulturelle Vielfalt gelebt werden. Gemeinsames ehrenamtliches Engagement von Einheimischen und Migrantinnen und Migranten trägt zu einer Verbesserung der interkulturellen Verständigung bei und kann Ängste und Vorurteile abbauen. Menschen treffen sich, tauschen sich aus und lernen sich so besser kennen.“

Dr. Katja Böhler, Vorstand der Stiftung für Engagement und Bildung e.V.: „Sie wohnen in derselben Stadt, gehen zum selben Supermarkt und wandern mit ihren Kindern durch denselben Park. Dennoch gehen Menschen aus Brandenburg und Geflüchtete aus der unmittelbaren Nachbarschaft noch nicht selbstverständlich aufeinander zu und fühlen sich oft unsicher im Umgang miteinander. Eigentlich, so zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, seit viele Menschen nach Deutschland gelangten, möchten alle dasselbe: In Frieden und ohne Angst vor Verfolgung und Krieg leben, ihre und die Zukunft ihrer Kinder aufbauen und aktiv gestalten.“

Bank im Grünen – gemeinsam aufgestellt, mit persönlicher Widmung

Das Kennenlernen und die Förderung des harmonischen Zusammenlebens verschiedener Menschen stehen im Mittelpunkt des neuen Projektes „Zu Hause, eine Bank im Grünen“. Um einen schönen Platz zum Austausch zu schaffen, stellen die Anwohnerinnen und Anwohner, Deutsche und Geflüchtete gemeinsam eine Bank im Grünen auf. Sie erzählen von sich, von ihrem Leben und warum sie sich wohl fühlen in Brandenburg. Auf der Bank wird eine persönliche Widmung an den gemeinsamen Tag erinnern.

Die seit 2009 bestehende und in Potsdam ansässige Stiftung für Engagement und Bildung e.V. ist als Nichtregierungsorganisation bundesweit aktiv. Für die Umsetzung des Projekts arbeitet die Stiftung mit dem deutsch-französischen Theater- und Filmregisseur Thierry Brühl zusammen. Geplante Stationen sind Nauen, Brandenburg a.d.H. und Lübbenau/Spreewald. Bereits ab Juni soll der Austausch beginnen, dass gemeinsame Aufstellen der Bänke findet im September statt.

Ausführliche Informationen zum Projekt erhalten Sie von Dr. Katja Böhler (Kontakt: 0179 70 35 758 oder Anne-Kathrin.Krauel@german-african-partnership.org).

Hintergrund

Im November 2001 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. Mai zum „Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung“ ausgerufen. Der Welttag soll das öffentliche Bewusstsein für kulturelle Vielfalt stärken und die Werte kultureller Vielfalt besser verständlich machen.

Fachkräftesicherung mit Förderprogrammen (Foto: kalou1927 – adobe.stock.com)
Arbeitspolitik

Fachkräftesicherung mit Förderprogrammen

Eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Fachkräftesicherung sei die berufliche Ausbildung, betonte Arbeitsministerin Diana Golze beim Abschluss ihrer arbeitspolitischen Tour: „Im harten Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte werden die Betriebe gewinnen, die selbst ausbilden. Die Zahl der Ausbildungsbetriebe muss steigen.“ 54 Prozent aller Brandenburger Betriebe haben zwar eine Ausbildungsberechtigung, aber davon bilden nur 41 Prozent tatsächlich aus. Damit bilden nur 22 Prozent von allen Betrieben in Brandenburg aus. Förderprogramme, unter anderem speziell für Geflüchtete, sollen dieses geringe Niveau anheben und so für Fachkräftesicherung sorgen.

Fachkräftesicherung: Assistierte Ausbildung für Geflüchtete

Das Arbeitsministerium unterstützt Auszubildende und Ausbildungsbetriebe in Brandenburg zum Beispiel mit dem Förderprogramm „Qualifizierte Ausbildung im Verbundsystem“. Dafür stehen bis Ende 2020 insgesamt 45 Millionen Euro an ESF-, Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung. Damit wird eine moderne und qualitativ hochwertige Ausbildung für jeden Auszubildenden gewährleistet und die Ausbildungsbereitschaft besonders von kleinen Betrieben erhöht. So erhalten beispielweise alle Brandenburger Handwerksbetriebe im Rahmen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung eine Unterstützung. Seit Beginn der aktuellen ESF-Förderperiode 2014 wurden bislang rund 12.000 Handwerks-Lehrlinge im Land unterstützt, die bestimmte Ausbildungsabschnitte in den Ausbildungsstätten der Kammern durchlaufen.

Mit dem Programm „Assistierte Ausbildung Brandenburg“ wird eine wichtige Förderung der Bundesagentur für Arbeit ergänzt. Ziel dieser Maßnahme ist es, besonders förderungsbedürftige junge Menschen, darunter insbesondere junge Geflüchtete, langfristig in Ausbildung zu integrieren. In den Jahren 2017 und 2018 stehen jeweils 1,12 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung. Die Förderung startete Mitte 2017. Aktuell sind 107 junge Menschen, davon 85 Prozent junge Geflüchtete, in der Förderung.

Hintergrund

Ihre arbeitspolitische Tour durch alle Landkreise und kreisfreien Städte starteten Arbeitsministerin Diana Golze und Arbeitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt im März 2017. Auf dem Programm standen dabei jeweils Arbeitsgespräche mit Landrätin und Landräten, Oberbürgermeistern sowie Vertreterinnen und Vertretern von Arbeitsagenturen, Jobcentern und Regionalbüros für Fachkräftesicherung der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB). Außerdem besuchten Golze und Hartwig-Tiedt insgesamt über 20 Betriebe – von der Bäckerei bis zum Hersteller von Windenergieanlagen, sowie 30 Projekte – von der Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften über Weiterbildungseinrichtungen bis zur Jugendberufsagentur. Die letzten beiden Etappen führen in dieser Woche nach Oberhavel (5. April) und Potsdam-Mittelmark (6. April).

 

Foto: kalou1927 – adobe.stock.com

Wanderausstellung zur Berufsanerkennung (Foto: MASGF)
Interaktive Einblicke

Wanderausstellung thematisiert Anerkennung ausländischer Qualifikationen

Auf der Suche nach verborgenen Fachkräftepotenzialen: Die berufliche Anerkennung ausländischer Qualifikationen ist Thema einer Ausstellung, die bis zum 2. März im Arbeitsministerium gezeigt wird.

Interaktive Wanderausstellung

Arbeitsministerin Diana Golze sagte zur heutigen Eröffnung: „Der Fachkräftemangel gehört mittlerweile zu den größten Geschäftsrisiken für Unternehmen. Allein in Brandenburg konnte laut dem jüngsten IAB-Betriebspanel im Jahr 2016 von 72.000 ausgeschriebenen Stellen mehr als ein Drittel nicht besetzt werden. Ich lade alle Interessierten ein, sich diese Ausstellung anzusehen. Hier bekommen die Besucherinnen und Besucher unterhaltsame Einblicke in ein wichtiges Thema. Sie können an interaktiven Stationen ihr Wissen rund um die berufliche Anerkennung testen und verborgene Fachkräftepotenziale aufspüren. In dieser Ausstellung kann jede oder jeder einmal zur Personalchefin oder zum Personalchef werden.“ Die Ausstellung wurde im Beisein von Achim Dercks, dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, eröffnet.

Achim Dercks sagte: „Für Unternehmen schafft die berufliche Anerkennung Transparenz über die Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten von Fachkräften, die ihren beruflichen Abschluss im Ausland erworben haben. Das macht es für Betriebe leichter, offene Stellen passgenau mit ausländischen Fachkräften zu besetzen. Davon profitieren natürlich auch die ausländischen Fachkräfte selber, die mit der beruflichen Anerkennung in für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nachvollziehbarer Weise belegen können, welche Qualifikationen sie in ihrer bisherigen Berufslaufbahn erworben haben.“

Fachkräftemangel birgt Chancen für Langzeitarbeitslose und Zugewanderte

Der Fachkräftemangel ist in vielen Regionen und Branchen bereits akut und wird sich in Zukunft aufgrund der demografischen Entwicklung noch verstärken. Dennoch bleiben vorhandene Potenziale vielfach ungenutzt. So arbeiten zahlreiche Beschäftigte mit ausländischen Qualifikationen nicht in ihrem erlernten Beruf. Golze: „Schon heute sind Unternehmen dabei, Reserven auf dem Arbeitsmarkt zu mobilisieren. So führt der Fachkräftemangel erfreulicherweise dazu, dass Betriebe immer häufiger langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance geben. Wir brauchen aber auch Zuwanderung aus dem Ausland und müssen besser die bereits hier lebenden auswärtigen Fachkräfte entsprechend ihrer Qualifikation einsetzen.“

Unterstützung bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und Qualifikationen leistet das IQ Netzwerk Brandenburg mit seinen neun landesweiten Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungen. Dort können sich Fachkräfte mit ausländischen Qualifikationen und Unternehmen zu allen Fragen rund um die berufliche Anerkennung – beispielsweise zu der Frage, welcher deutsche Abschluss der mitgebrachten ausländischen Qualifikation entspricht und ob die Anerkennung im konkreten Fall überhaupt notwendig ist, beraten lassen. Die Beratungsstellen informieren auch über weiterführende Qualifizierungsmaßnahmen.

Berufliche Anerkennung wird schnell angegangen

Das IQ Netzwerk Brandenburg hat seit August 2012 mehr als 3800 Personen zu Fragen der Anerkennung beraten. Die meisten Menschen kamen aus Syrien, gefolgt von Polen und der Russischen Föderation. Das Durchschnittsalter lag bei etwas mehr als 34 Jahren. Die meisten machten sich schnell nach ihrer Zuwanderung auf die Suche nach beruflicher Anerkennung: Mehr als die Hälfte der Beratungssuchenden waren nicht länger als ein Jahr in Deutschland.

Sie suchten Anerkennung vor allem für die Berufe Lehrerin und Lehrer, Ingenieurinnen und Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler, Ärztinnen und Ärzte, Krankenpflegekräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher. Insgesamt wurden in Berlin und Brandenburg nach den letzten verfügbaren Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg im Jahr 2016 2325 Anträge zur Feststellung der Gleichwertigkeit von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen gestellt, darunter 450 in Brandenburg. Bei mehr als einem Drittel dieser Anträge wurden die ausländischen Abschlüsse voll anerkannt.

Details zur Ausstellung

Die Ausstellung wird vom 20.2. bis zum 2.3.2018 im Foyer des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Haus S, Henning-von-Tresckow-Str. 2-13, 14467 Potsdam zu sehen sein.

In der interaktiven Ausstellung erfahren Interessierte, welche Möglichkeiten das Anerkennungsverfahren bietet und wo die betrieblichen Chancen liegen. Sechs Multimediastationen erzählen entlang von Erfolgsgeschichten, wie die berufliche Anerkennung als Instrument der Personalarbeit eingesetzt werden kann und geben konkrete Hilfestellungen für die Nutzung des Verfahrens.

Die Ausstellung ist Teil eines gleichnamigen Projektes des Deutschen Industrie- und Handelskammertags und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

 

Weitere Informationen
Webseite der interaktiven Ausstellung

Muttersprachlicher Unterricht (Foto: Jasmin Merdan – stock.adobe.com)
Internationaler Tag der Muttersprache

Muttersprachlicher Unterricht für Schüler mit Migrationshintergrund

Am 21. Februar ist Internationaler Tag der Muttersprache, von der UNESCO als Gedenktag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“ ausgerufen. Aus diesem Anlass machen Bildungsministerin Britta Ernst und die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier, auf die Bedeutung des muttersprachlichen Unterrichts an Schulen aufmerksam.

Nachfrage nach muttersprachlichem Unterricht wächst

Mehr als 900 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund nehmen im aktuellen Schuljahr am freiwilligen Zusatzangebot des muttersprachlichen Unterrichts teil, darunter rund 380 Schülerinnen und Schüler in Arabisch, 240 in Russisch, 190 in Polnisch, 55 in Persisch (Dari bzw. Farsi), 40 in Vietnamesisch sowie 12 in Türkisch. Das sind insgesamt rund 30 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler im muttersprachlichen Unterricht als 2016 (701 Schülerinnen und Schüler), auch die Teilnahmezahlen zur Förderung in Polnisch haben erneut zugenommen.

Ministerin Britta Ernst: „Für die Kinder und Jugendlichen ist die Förderung ihrer Muttersprache enorm wichtig. Damit erleben sie im Schulalltag die Anerkennung ihrer mehrsprachigen Fähigkeiten und ihrer interkulturellen Identität. Das fördert nicht nur ihr Selbstwertgefühl, sondern strahlt auch auf die Lernmotivation und die Zugehörigkeit zur Schule aus.“ 

Dr. Doris Lemmermeier, Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg: „Mehrsprachigkeit ist in der heutigen Gesellschaft und auch auf dem Arbeitsmarkt ein großes Plus. Die Kinder von geflüchteten Familien und Familien mit Migrationshintergrund haben hier eine hervorragende Ausgangsbasis. Um diese wirklich nutzen zu können, brauchen sie Unterstützung. Ich bin froh, dass wir in Brandenburg mit dem muttersprachlichen Unterricht ein Angebot haben, mit dem diese Schülerinnen und Schüler den Bezug zu ihrer Herkunftskultur bewahren können und gleichzeitig ihre Integration erleichtert wird.“

Zusätzlich zum regulären Unterricht

Der muttersprachliche Unterricht wird ab einer Gruppengröße von mindestens 12 Schülerinnen und Schülern mit derselben Muttersprache gefördert. Er findet für maximal vier Unterrichtsstunden pro Woche, in jahrgangsstufen- oder schulübergreifenden Lerngruppen nach dem regulären Unterricht statt. Dadurch können die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse in ihrer Herkunfts- und Familiensprache erwerben bzw. festigen. Die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA Brandenburg) sind im Auftrag des Bildungsministeriums mit der Koordination des landesweiten Angebots betraut. Rechtliche Grundlage für den muttersprachlichen Unterricht ist die Eingliederungs- und Schulpflichtruhensverordnung.

Alfred Roos, Leiter der RAA Brandenburg: „Gute Kenntnisse in der eigenen Muttersprache sind als Ressource für das Erlernen der Schulsprache Deutsch und weiterer Fremdsprachen unerlässlich. Das muttersprachliche Angebot bietet zugleich vielfältige Anknüpfungspunkte für die Wertschätzung und Entwicklung der Mehrsprachigkeit in Brandenburger Schulen insgesamt. Die muttersprachlichen Lehrkräfte sind kompetente Mittler zwischen den zugewanderten Kindern und Eltern sowie der Schule.“

 

Weitere Informationen
Eingliederungs- und Schulpflichtruhensverordnung

 

Foto: Jasmin Merdan – stock.adobe.com

One Billion Rising: Aktionstag
Aktionstag "One Billion Rising"

Gewalt gegen Frauen darf nicht geduldet werden

Frauen weltweit und in Brandenburg tanzen am 14. Februar gegen Gewalt an. In Potsdam, Cottbus, Brandenburg an der Havel, Neuruppin, Hohen Neuendorf, Rathenow und Angermünde finden Aktionen zur Kampagne „One Billion Rising“ (englisch für „Eine Milliarde erhebt sich“) statt. Frauenministerin Diana Golze sagte: „Frauen in aller Welt stehen an diesem Tag auf und demonstrieren ihre Kraft und Solidarität. Ich freue mich über die große Beteiligung auch in Brandenburg. Auch Männer sind aufgerufen, Flagge zu zeigen. Wir wollen betroffenen Frauen, Mädchen und Jungen ihren Stolz zurückgeben und unsere Solidarität zeigen. Niemand muss sich dafür schämen, vergewaltigt oder belästigt worden zu sein. Es ist aber eine Schande für die Angreifer und alle, die dazu schweigen.“

One Billion Rising – Aktionstag seit 14. Februar 2013

Die Kampagne „One Billion Rising“ wurde 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert. Eine Milliarde (englisch Billion) bezieht sich auf eine UN-Statistik, der zufolge eine von drei Frauen im Laufe ihres Lebens vergewaltigt oder Opfer von schwerer Körperverletzung wird. Ähnliche Zahlen gelten für Deutschland. Dem Aufruf folgend tanzten am 14. Februar 2013 erstmals Menschen auf öffentlichen Plätzen als Protest gegen Gewalt. Seitdem findet die weltweite Aktion immer am 14. Februar statt, der ja als Valentinstag auch für die Liebe steht.

Frauenministerin Golze: „In den letzten Monaten haben zahlreiche Schauspielerinnen und andere Frauen unter dem Hashtag „#MeToo“ öffentlich gemacht, dass sie sexualisierte Gewalt erlitten haben. Das Ausmaß hat alle entsetzt. Es ist schockierend, wie weit auch im 21. Jahrhundert Gewalt gegen Frauen noch verbreitet ist. Wir müssen uns dagegen wehren und zeigen, dass wir das nicht dulden. Opfer von Gewalt und Belästigung sind nicht allein! Ich rufe auch die Frauen auf, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn viele von Gewalt betroffene Frauen brauchen Unterstützung – sowohl im persönlichen sozialen Umfeld als auch professionell.“

Hohe Dunkelziffer bei Gewalt gegen Frauen

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Monika von der Lippe, sagte: „Ich bin begeistert, dass in diesem Jahr auch Frauen mit Behinderungen öffentlich in Potsdam tanzen werden. Das ist für sie ein großer Schritt, aber ungeheuer wichtig. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass Frauen mit Behinderungen ganz besonders von Gewalt in jeglicher Form betroffen sind. Da reicht die Gewaltfacette von personeller Gewalt über diverse Diskriminierungsformen bis hin zu struktureller Gewalt. Unsere üblichen Hilfe- und Unterstützungssysteme greifen hier zu kurz. Landesseitig unterstützte Maßnahmen wie die Schulung von Frauenbeauftragten in Werkstätten und Wohnstätten sind hier ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Die Dunkelziffer ist hoch. Immer noch gehen geschätzt zwei Drittel der Opfer nicht zur Polizei oder suchen eine Hilfseinrichtung auf. In Brandenburg gewähren 21 Frauenhäuser und andere Schutzeinrichtungen Zuflucht bei akuter Bedrohung.

Das kostenlose Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist unter der Rufnummer 08000 116 016 erreichbar. Betroffene können sich auch online per E-Mail oder Chat (www.hilfetelefon.de) beraten lassen.

Die Kliniken in Potsdam, Neuruppin, Cottbus und Frankfurt (Oder) bieten die vertrauliche medizinische Soforthilfe nach einer Vergewaltigung an. Das Opfer kann dann später ohne zeitlichen Druck entscheiden, ob und wann es Anzeige erstattet wird. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht.

 

Weitere Informationen
Übersicht über die landesweiten Aktionen

Integrationspreis für Schuhhersteller Trippen und Gesellschaft für Arbeit und Soziales (Foto: dpa/Bernd Settnik)
Preisverleihung

Schuhhersteller Trippen und Gesellschaft für Arbeit und Soziales erhalten Integrationspreis

Auszeichnung für ein engagiertes Unternehmen und einen Verein: Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze hat heute in Zehdenick (Landkreis Oberhavel) den 10. Integrationspreis des Landes Brandenburg überreicht. Die Auszeichnung geht an den Schuhhersteller Trippen A. Spieth, M. Oehler GmbH mit seinem Produktionsstandort in Zehdenick und an die Gesellschaft für Arbeit und Soziales e.V. aus Erkner und Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree). Sie erhalten jeweils 2.500 Euro für ihre Verdienste um die Beschäftigung und Ausbildung von Geflüchteten.

Nicht nur Arbeit geboten sondern umfassende Integrationshilfe

Sozialministerin Golze würdigte die Preisträger: „Sie haben zusätzliche Produktionsplätze eingerichtet, Deutschkurse organisiert und bei der Wohnungssuche geholfen, um diesen Menschen und ihren Familien in ihrer neuen Heimat eine dauerhafte Perspektive zu bieten. Damit haben sie vorbildhaft zur Integration der Geflüchteten beigetragen.“

Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Doris Lemmermeier, sagte: „Ich freue mich, dass wieder so viele qualifizierte Bewerbungen um den Landesintegrationspreis bei uns eingegangen sind. Es macht deutlich, wie viel Engagement in Brandenburg für die Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund geleistet wird. Unternehmen, freie Träger, Wohlfahrtsverbände und auch viele Ehrenamtliche setzen sich dafür ein, dass Menschen, die zu uns gekommen sind, ihren Lebensunterhalt selbst verdienen und damit ihre Integration einen entscheidenden Schritt voranbringen können.“

10 Jahre Integrationspreis

Der Integrationspreis Brandenburg wird bereits zum 10. Mal verliehen. Mit dem Preis zeichnet das Land engagierte Unternehmen, Einzelpersonen, Vereine und Initiativen aus, die sich in besonderer Weise für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Brandenburg einsetzen. Der diesjährige Preis stand unter dem Motto „Integration in Ausbildung und Arbeit“. Insgesamt waren 17 Bewerbungen eingegangen. An der Preisverleihung nahmen auch der Landrat von Oberhavel, Ludger Weskamp, Katja Kaiser, Leiterin des Amtes für Ausländerangelegenheiten und Integration im Landkreis Oder-Spree, Zehdenicks Bürgermeister Arno Dahlenburg, sowie die Bürgermeister von Fürstenwalde und Erkner, Hans-Ulrich Hengst und Jochen Kirsch teil.

Die Preisträger

Die Firma Trippen hat in Zehdenick junge Männer und Familienväter aus Afghanistan eingestellt und ihnen trotz der unsicheren Bleibeperspektive einen festen Job geboten. Handwerkliche Kenntnisse aus den Herkunftsländern werden in der Zehdenicker Manufaktur mit neuester Technologie verbunden. Darüber hinaus halfen die Kolleginnen und Kollegen bei der Wohnungssuche, bei der Ausstattung mit Möbeln und bei Behördengängen. Ein ehemaliges Lehrerehepaar unterrichtet die Beschäftigten und Familienmitglieder in Deutsch und Landeskunde. Die Migranten sind in der Belegschaft hoch angesehen und für Firmenchef Michael Oehler längst „Teil der Trippen-Familie“ geworden.

Die Gesellschaft für Arbeit und Soziales e.V. (GefAS) aus Erkner hat sich ebenfalls besonders um die Qualifizierung von Geflüchteten verdient gemacht. Zusammen mit dem Windanlagenhersteller Reuther STC GmbH aus Fürstenwalde führte die GefAS eine landesweit beachtete Ausbildung zu Schweißern durch, bei der 14 Geflüchtete qualifiziert wurden. Der Hersteller konnte dadurch vier Schweißer und vier Auszubildende gewinnen. Ergänzend unterstützten die GefAS und ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei Behördengängen, der Vorbereitung auf die Berufsschule, beim Deutschlernen und auch in vielen schwierigen Momenten im Alltag.