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Altenpflege (Foto: Anders Wiuff/freeimages.com)

15 junge Geflüchtete absolvieren Schnupperpraktikum in der Altenpflege

An der Hoffbauer Altenpflegeschule in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) absolvieren 15 junge Geflüchtete im Rahmen der berufspraktischen Orientierung ein Schnupperpraktikum, um einen Einblick in die Altenpflege zu bekommen. Arbeitsministerin Diana Golze sagte beim Besuch der Einrichtung: „Der Zugang zu Ausbildung und Arbeit ist einer der wichtigsten Schritte zur erfolgreichen Integration von Geflüchteten. Gleichzeitig steigt der Fachkräftebedarf, besonders in der Altenpflege. Hier können beide Seiten gewinnen. Die Erfahrungen des ersten Schnupperpraktikums in Vorbereitung einer möglichen Assistierten Ausbildung in der Pflege sind großartig.“

Durch Schnupperpraktikum Interesse für Pflegeberufe wecken

Ziel des vom Arbeitsministerium geförderten Modellprojektes ist es, junge Geflüchtete, die das Berufsgrundbildungsjahr Plus an den Oberstufenzentren in Brandenburg besuchen, durch eine berufspraktische Orientierung für eine duale Ausbildung im Handwerk oder eine Ausbildung im Pflegebereich zu interessieren und so auf eine Assistierte Ausbildung, die von der Bundesagentur für Arbeit gefördert wird, vorzubereiten. In Kleinmachnow fand das erste Schnupperpraktikum im Bereich der Altenpflege statt. Im Bereich des Handwerks wird ein ähnliches Projekt in Form von Werkstatttagen derzeit im Kammerbezirk Frankfurt (Oder) mit insgesamt 340 Teilnehmenden durchgeführt.

Golze: „Das Erlernen der deutschen Sprache ist eine wichtige Voraussetzung. Gerade die Fachsprache in den einzelnen Berufen ist eine große Hürde, die sich aber am besten in der Praxis überwinden lässt. Im Bereich der Altenpflege haben wir mit der einjährigen Altenpflegehilfe-Ausbildung für Geflüchtete eine gute Einstiegsmöglichkeit. Ich hoffe, dass möglichst viele der jungen Geflüchteten Interesse an diesem wichtigen Beruf gefunden haben und sich nach Beendigung des Berufsgrundschuljahres Plus für eine Ausbildung in diesem Bereich entscheiden. Die ersten Rückmeldungen sind sehr positiv.“

Die von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Assistierte Ausbildung (AsA) integriert junge Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in reguläre Ausbildung und unterstützt den erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Sie gliedert sich in eine Phase der Ausbildungsvorbereitung und in eine Phase der Ausbildungsbegleitung.

Integrationskurse (Foto: stokpic/pixabay.com)

Träger für Erstorientierungskurse gesucht

Das Förderprogramm „Erstorientierung und Wertevermittlung für Asylbewerber“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) soll deutschlandweit im Juli 2017 starten. In diesen Erstorientierungskursen erhalten Asylsuchende wesentliche Informationen über das Leben in Deutschland und erwerben gleichzeitig erste Deutschkenntnisse. Die Träger zur Umsetzung des Angebotes sollen die Länder auswählen. Für das Land Brandenburg hat das Arbeitsministerium heute ein Interessenbekundungsverfahren gestartet. Gesucht werden vier gemeinnützige oder kommunale Vereine bzw. Volkshochschulen, die die Kurse zur Erstorientierung in Brandenburg anbieten. Anträge können bis zum 24. März beim Arbeitsministerium eingereicht werden.

Die Erstorientierungskurse richteten sich in erster Linie an Asylsuchende mit unklarer Bleibeperspektive, die nicht aus sicheren Herkunftsländern stammen. Für diese Gruppe gibt es bislang noch kein bundesweit einheitliches Orientierungsangebot.

Erstorientierungskurse vermitteln Werte, Regeln, Sitten und Gebräuche

Jeder Kurs besteht aus sechs Modulen und maximal 300 Unterrichtsstunden. Sie vermitteln u. a. Wissen über Werte und Regeln des Zusammenlebens in Deutschland, geben Antworten zu den wichtigsten Fragen des Alltags sowie Informationen zu typischen deutschen Sitten und Gebräuchen.

Die Teilnehmerzahl je Kurs muss zwischen 12 und 20 betragen. Ein Drittel der Kurse soll speziell für Frauen angeboten werden.

Hinweis: Die Öffentliche Bekanntmachung zur Auswahl von Trägern für Kurse zur Erstorientierung und Wertevermittlung für Asylbewerber ist auf der Ministeriums-Internetseite www.masgf.brandenburg.de eingestellt.

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KAUSA Beratungsstellen – Symbolbild (Foto: Breather/unsplash.com)

KAUSA Servicestelle auch für Brandenburg

Nachdem in anderen Bundesländern bereits umfangreiche Erfahrungen mit KAUSA Servicestellen zur Erhöhung der Ausbildungschancen von Personen mit Migrations- und Fluchterfahrung vorliegen, soll nach den Plänen des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF) eine entsprechende Servicestelle ab dem 2. Quartal 2017 auch in Brandenburg eingerichtet werden.

Was ist KAUSA?

KAUSA Servicestellen sind Informations- und Anlaufstellen für Jugendliche, Eltern und Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund, Flüchtlinge und Migrantenselbstorganisationen sowie Unternehmerverbände, Elternvereine und sonstige Einrichtungen. Vordergründiges Bestreben ist die Vernetzung von regionalen Projekten für Menschen mit Migrationshintergrund. So können alle Interessenten nach einer Erstberatung zu den richtigen Stellen weiter vermittelt werden. Von Kiel bis Stuttgart, von Düsseldorf bis Dresden: Seit Oktober 2013 sind bereits 29 Servicestellen als direkte Ansprechpartner vor Ort an den Start gegangen.

 

Weitere Informationen:
www.jobstarter.de