"Unsere Stimme zählt" – Konferenz für geflüchtete Frauen in Brandenburg
"Unsere Stimme zählt!"

Erste Konferenz geflüchteter Frauen aus ganz Brandenburg

Am Samstag haben sich mehr als 200 geflüchtete Frauen aus dem ganzen Land Brandenburg zur Konferenz „Unsere Stimme zählt!“ in Potsdam getroffen. Gemeinsam mit weiteren Expertinnen aus dem Integrations- und Gleichstellungsbereich haben sie Themen der Integration, die vor allem Frauen bewegen, diskutiert.

Großer Zuspruch für die Konferenz

„Für die Integration von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, sind alle Stimmen wichtig. Gerade Frauen spielen als Bindeglied zwischen Familie und Gesellschaft eine unschätzbare Rolle. Deswegen stehen sie heute im Mittelpunkt.“, so Frauenministerin Susanna Karawanskij in ihrem Grußwort. „Wichtig auf dem Weg zur Integration ist es, bereit dafür zu sein, miteinander zu reden, sich gegenseitig kennenzulernen, die jeweils andere Kultur und Mentalität verstehen zu wollen, Erfahrungen auszutauschen,“ so die Ministerin, die auch für Integration zuständig ist.

Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier stellte fest: „Ungefähr ein Drittel der geflüchteten Menschen in Brandenburg sind Frauen und trotzdem werden ihre Wünsche und Bedarfe häufig nicht wahrgenommen. Dass die geflüchteten Frauen viel mitgebracht haben, Erfahrungen, Kompetenzen und Ideen, hat die heutige Konferenz gezeigt. Wir sind begeistert von dem großen Zuspruch, den sie erfahren hat. Wir haben heute viel darüber erfahren, wo wir bei der Integration der Frauen stehen!“

Vorbereitet wurde die Konferenz von einer Gruppe geflüchteter Frauen in Zusammenarbeit mit der Landesintegrationsbeauftragten Frau Dr. Lemmermeier und der Landesgleichstellungsbeauftragten Monika von der Lippe mit Mitteln des Bündnisses für Brandenburg.

Geflüchtete Frauen bringen viele Potenziale mit

„Die geflüchteten Frauen wissen selbst am besten, was sie brauchen. Gemeinsam mit ihnen haben wir das Workshop-Programm erarbeitet, dass die Themen ‚Kinder und Familie‘, ‚Arbeit und Studium‘, ‚Gesund sein, gesund bleiben‘ und ‚Frau und Gesellschaft‘ umfasst“, erläutert Monika von der Lippe, Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg.

Eine der geflüchteten Frauen, die die Veranstaltung mit vorbereit hat, ergänzt: „Wir sind Teil der deutschen Gesellschaft und bringen vielfältige Potenziale mit. Wir möchten die deutsche Gesellschaft mitgestalten und uns einbringen. Dafür brauchen wir gute Rahmenbedingungen.“ Wie solche genau aussehen können, was von den geflüchteten Frauen gefordert und eingebracht werden kann, ist Bestandteil einer Resolution, die auf der Konferenz erarbeitet wurde und in der kommenden Woche veröffentlicht wird.

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