Fastenbrechen (Foto: Eray – stock.adobe.com)
Fastenbrechen in Großräschen

Integrationsbeauftragte Lemmermeier: Fastenbrechen bringt Menschen zusammen

Der Ramadan ist der Fastenmonat der Musliminnen und Muslime. Im Ramadan verzichten Gläubige von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Omar Kassab und Thaer Alnsour vom Verein „Haus der Kultur und Weisheit“ laden am Abend des 10. Juni nach Großräschen (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) ein, um gemeinsam mit Gästen das Fasten zu brechen.

Begegnen und kennenlernen beim Fastenbrechen

Daran nimmt auch die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier, teil. Sie sagte heute: „Die Förderung muslimischen Lebens in Brandenburg liegt mir sehr am Herzen. Das Ausüben der eigenen Religion ist ein wichtiger Schritt zur Integration und Teilhabe an der Gesellschaft. Am Fastenbrechen teilzunehmen ist mir eine Ehre und Freude. Ich hoffe, dass viele Menschen aus der Umgebung und Interessierte ebenfalls die Möglichkeit nutzen, mit unseren neuen Nachbarn ins Gespräch zu kommen.“

Omar Kassab lebt seit fast vier Jahren in Brandenburg. Er engagiert sich im Integrationsbeirat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, ist zweiter Vorsitzender des Vereins „Haus der Kultur und Weisheit“ und betreibt in Großräschen den „Orient“-Laden. Ihm ist es wichtig, dass sich Menschen verschiedener Religionen und Kulturen begegnen und kennenlernen. Kassab: „Beim Fastenbrechen ist es Brauch, das Essen und Trinken mit Eltern, Verwandten, Freunden und Nachbarn zu teilen. Herzlich eingeladen sind insbesondere auch die in der Nachbarschaft lebenden Menschen, um die Bande der Liebe und des Zusammenlebens unter uns zu stärken und ihnen zu danken, dass sie uns in ihrem Land aufgenommen haben.“

Bereits im vergangenen Jahr sind viele Menschen der Einladung gefolgt. Doris Lemmermeier: „Die persönliche Begegnung und der Austausch lassen Vorurteile gar nicht erst entstehen oder zeigen, wie unbegründet sie sind. Das gemeinsame Erleben dieses für Musliminnen und Muslime so wichtigen Rituals trägt zu mehr gegenseitigem Verständnis und Toleranz bei.“

Hintergrund

Im Ramadan ist Essen und Trinken tagsüber tabu. Erst nach Sonnenuntergang wird das Fasten gebrochen. Der Fastenmonat Ramadan endet in diesem Jahr am Abend des 14. Juni. Vom 15.-18. Juni findet ein dreitägiges Fastenbrechen statt. Dieses auch Zuckerfest genannte Fest ist nach dem Opferfest der zweithöchste islamische Feiertag.

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