Alte Kulturtechnik verbindet Menschen

Kulturministerin Martina Münch hat das Cottbuser Kultur-Projekt „Mosaiko, vom Einzelnen zum großen Ganzen – Gemeinschaft schaffen“ besucht. Mosaiko ist ein Kunstprojekt zum Mitmachen für Menschen zwischen 14 und 35 Jahren. Integration, Partizipation, das Kennenlernen neuer Kulturen und das Knüpfen neuer Freundschaften stehen im Mittelpunkt.

Berührungspunkte zwischen Orient und Okzident

Das Projekt wird vom Ministerium im Rahmen des Kultur-Förderprogramms zur Integration von Flüchtlingen mit rund 7.500 Euro gefördert. Münch zeigte sich nach ihrem Besuch beeindruckt von den bisherigen Ergebnissen des Projekts. „Die ersten gemeinsam entstandenen Mosaike von Flüchtlingen und Cottbusern sind faszinierend und machen deutlich, wie viele Berührungspunkte es in dieser alten Kulturtechnik zwischen Orient und Okzident gibt“, so Münch. „Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr landesweit 42 kulturelle Integrationsprojekte mit insgesamt 300.000 Euro unterstützen können. Kultur ist einer der wichtigsten Mittler, um Menschen zusammenzubringen. Brandenburg hat mit seinem reichhaltigen kulturellen Leben und den vielen in der Kultur engagierten Menschen beste Voraussetzungen, um Integration durch gemeinsame Aktivitäten zu gestalten. Das Cottbuser Mosaiko-Projekt zeigt, dass kulturelle Integrationsprojekte den kulturellen Diskurs und Dialog in Brandenburg befördern können.“

Mosaiko – Exkursionen, Berichte, Ausstellung

Das Mosaiko-Projekt ist eines von insgesamt 42 Flüchtlingsprojekten, die das Land in diesem Jahr fördert. Mit dem neuen Förderprogramm soll den Geflüchteten die Teilhabe an Kulturaktivitäten in der Region erleichtert und der kulturelle Austausch mit den Brandenburgern intensiviert werden. Das Kulturministerium stellt dafür in diesem Jahr 200.000 Euro bereit, das „Bündnis für Brandenburg“ unterstützt das Programm mit 100.000 Euro.

Im Rahmen des Cottbuser Projekts wird das alte Kunsthandwerk der Mosaikgestaltung als Bindeglied zwischen der orientalischen und der europäischen Kultur genutzt. Neben kleinen Exkursionen durch die Stadt, in denen historische Mosaik-Arbeiten vor Ort besichtigt werden, soll es vor allem darum gehen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die verschiedenen Traditionen und Bedeutungen von Mosaiken und die Gebäudegestaltung in ihren Herkunftsländern berichten. In einem Workshop mit professioneller Betreuung und einem Übersetzer werden zudem die Grundlagen der Mosaikgestaltung vermittelt und ausprobiert. Die fertigen Ergebnisse werden in einer Ausstellung präsentiert.

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