Obdachlose Flüchtlinge nach dem Brand auf Lesbos (Foto: NurPhoto / Grigoris Siamidis)

Integrationsbeauftragte fordern Evakuierung aller Geflüchteten von Lesbos

Die Integrationsbeauftragten von neun Bundesländern fordern in einer gemeinsamen Erklärung die sofortige Verteilung aller Geflüchteten von Lesbos. Mitunterzeichnet hat den Appell die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier. „Viel zu lang wurde das Recht auf Asyl und die Würde der Menschen mit Füßen getreten. Jetzt muss eine humanitäre Lösung für alle auf Lesbos festsitzenden Geflüchteten gefunden werden“, so die Landesintegrationsbeauftragte.

Umstände machen alle Geflüchteten auf Lesbos schutzbedürftig

Die Ankündigung der Bundesregierung, rund 1.500 Schutzbedürftige von den griechischen Inseln aufzunehmen, stellt in den Augen von Lemmermeier keine ausreichende Lösung dar. Mit ihren Länderkolleginnen und -kollegen aus Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringer ist sich die Brandenburger Integrationsbeauftragte einig, dass es nicht mehr reicht, nur besonders Schutzbedürftige aufzunehmen, „denn zwischenzeitlich sind alle, die dort verharren müssen, gefährdet und schutzbedürftig“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung an das Bundesinnenministerium vom 16. September, und weiter: „Jetzt gilt es, Soforthilfe zu leisten, nämlich das Lager aufzulösen und alle – nicht nur einen Teil – Geflüchteten auf menschenwürdige Unterkünfte in Europa zu verteilen“, fordern die Integrationsbeauftragten der neun Länder.

Kommunen zeigen sich hilfsbereit

Dabei könne und solle die Bundesregierung auf die explizite Aufnahmebereitschaft zahlreicher Kommunen auch in Brandenburg zurückgreifen.

 

Weitere Informationen
Gemeinsame Erklärung der neun Integrationsbeauftragten

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