Kulturministerin Martina Münch: 400.000 Euro für kulturelle Bildung und Partizipation (Foto: dpa/Ralf Hirschberger)

400.000 Euro für kulturelle Bildung und Partizipation

Im Rahmen der ersten Antragsrunde des neuen Förderprogramms “Kulturelle Bildung und Partizipation” werden in diesem Jahr landesweit 40 Projekte mit rund 354.000 Euro gefördert. Für eine zweite Antragsrunde für Projekte in der zweiten Jahreshälfte können ab sofort bis zum 15. Mai 2019 Anträge gestellt werden. Insgesamt stehen in diesem Jahr 400.000 Euro bereit.

Schwerpunkt auf interkultureller Vielfalt und Integration

Kulturministerin Martina Münch betont die Bedeutung kultureller und sozialer Teilhabe. „Kulturelle Bildung ist einer der Schwerpunkte der kulturpolitischen Strategie des Landes. Alle großen Kulturinstitutionen und viele kleinere Kultureinrichtungen bieten mittlerweile Projekte Kultureller Bildung an. Besonders erfreulich ist, dass wir diese Bildungsangebote in den vergangenen Jahren deutlich ausbauen konnten“, so Münch. „Mit dem neuen Förderprogramm legen wir einen Schwerpunkt auf interkulturelle Vielfalt und Integration. Kultur ist einer der wichtigsten Mittler, um Menschen zusammenzubringen. Musik und Bildende Kunst fördern nicht nur Kreativität und Konzentration – sie ermöglichen auch Begegnung und gemeinsames kreatives Arbeiten. Das Land Brandenburg hat mit seinem reichhaltigen kulturellen Leben und den vielen in der Kultur engagierten Menschen beste Voraussetzungen, um Integration und Partizipation durch gemeinsame Aktivitäten zu gestalten.“

Das ‘Förderprogramm Kulturelle Bildung und Partizipation‘ des Landes Brandenburg richtet sich an Kommunen sowie Kitas, Grundschulen, Kultureinrichtungen, Vereine und Verbände. Die Projekte sollen Brandenburgerinnen und Brandenburgern Zugänge zu Angeboten Kultureller Bildung eröffnen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Angeboten zur interkulturellen Vielfalt und zur Integration. In zwei Förderlinien werden zum einen einjährige Projekte mit einer Mindestfördersumme von 2.500 Euro und zum anderen mehrjährige strukturbildende Maßnahmen mit einer Mindestfördersumme von 20.000 Euro pro Jahr unterstützt. Das Förderprogramm wird von der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg umgesetzt. Die Entscheidung über die Förderanträge trifft eine unabhängige Experten-Jury aus den Bereichen Kulturelle Bildungsarbeit und Integration. Das neue Förderprogramm ist eine Weiterentwicklung der beiden Förderprogramme ‘Kulturelle Bildung und ‘Kulturprojekte zur Integration und Partizipation von Geflüchteten im Land Brandenburg‘, die im vergangenen Jahr ausgelaufen sind.

Ein- und mehrjährige Maßnahmen für kulturelle Bildung und Partizipation

Im Rahmen der ersten Antragsrunde werden insgesamt 35 einjährige Projekte – beispielsweise in den Bereichen Bildende Kunst, Theater, Literatur, Museum, Musik und Fotografie – mit 239.016,58 Euro sowie fünf mehrjährige Maßnahmen mit 115.000 Euro gefördert. Die fünf mehrjährigen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dauerhafte Strukturen der Kulturellen Bildung vor Ort zu entwickeln:

  • Der Verein bilderbewegen e.V. will sein Kurzfilm-Projekt ‘Poesiefilme für die Uckermark‘ für Schülerinnen und Schüler unter anderem durch Fortbildungsformate für Lehrkräfte ergänzen, ausbauen und verstetigen.
  • Die Kammerphilharmonie Uckermark will unter dem Titel ‘Quillo vermittelt‘ die Auseinandersetzung mit Neuer Musik unter anderem durch neue Aufführungsorte in die Breite des Landes tragen.
  • Die Stiftung Olbricht will mit dem landesweit einzigartigen mobilen und interaktiven Museumsraum ‘Wunderkammerschiff‘ erstmals auch den Süden Brandenburgs anfahren und die Zusammenarbeiten mit kommunalen Kultureinrichtungen verstärken.
  • Der Förderkreis Prignitzer Museen e.V. entwickelt im Projekt ‘Lernort Prignitzer Museen‘ museumspädagogische Angebote speziell für Menschen mit Migrationshintergrund sowie für Seniorinnen und Senioren.
  • Der Verein Slubfurt e.V. plant mit seinem Vorhaben ‘Brückenplatz | Plac Mostowy 3.0‘ die Weiterentwicklung seines interkulturellen, bürgergesellschaftlichen und offenen Begegnungsortes an einem neuen Ort, da die bisher dafür genutzte Halle abgerissen werden muss.
Hintergrund

Die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg wurde 2010 als Projekt der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH in Trägerschaft des Vereins Kulturland Brandenburg gegründet. Im Jahr 2013 wurden die Regionalbüros in Potsdam, Eberswalde und Lübbenau aufgebaut. Als Service- und Vernetzungsstelle für Akteure der kulturellen Bildung initiiert und begleitet sie Projekte der kulturellen Bildung, berät zu Finanzierungsmöglichkeiten, bietet bedarfsorientierte Weiterbildungsveranstaltungen an und vernetzt potenzielle Partnerinnen und Partner miteinander.

 

Weitere Informationen
Listen mit geförderten Projekten
Antragsformular für die zweite Antragsrunde

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