Flüchtlingsschiffprojekt "Mit Sicherheit gut ankommen" (Foto: msgan.de)

Flüchtlingsschiffprojekt macht Halt in Potsdam

Das Flüchtlingsschiffprojekt „Mit Sicherheit gut ankommen“ macht am Freitag, dem 22. September 2017, Station in Potsdam.

Das Flüchtlingsschiffprojekt – ein Kunst- und Informationsprojekt

Dabei handelt es sich um ein sozial-kulturelles Kunst- und Informationsprojekt. Zwei Schiffe machen auf ihrer Fahrt von Bremen nach Berlin Station in ca. 20 Stadthäfen. Eines der Schiffe fährt an der Nordseeküste entlang, das andere quer durch Deutschland über Flüsse und Kanäle. Auf den Schiffen befinden sich 70 Bronzefiguren des dänischen Künstlers Jens Galschiøt.

In den Hafenstädten dienen die Schiffe sowohl als “Hingucker” als auch als “Orte der Irritation” – Besucher können die Boote betreten und den Eindruck der stummen, dicht an dicht gedrängten Figuren auf sich wirken lassen. Die ehrenamtliche Bootsbesatzung steht für Fragen zur Verfügung und informiert über die Schiffe, die Bronzefiguren und über Flucht und Fluchtrouten. In Sichtweite des Flüchtlingsschiffs wird am Anleger eine Jurte, also ein großes Rundzelt mit etwa zehn Metern Durchmesser, aufgebaut. Diese dient als “Ort der Begegnung”, denn im Rahmen der Stopps finden auch Veranstaltungen rund um das Thema Flucht und Asyl statt, die von kooperierenden Initiativen und Organisationen vor Ort organisiert werden.

Bei dem Schiff, das in Potsdam vor Anker gegangen ist, handelt es sich um die „Al-hadj Djumaa“. Dieses Schiff kam im Sommer 2013 von Nordafrika nach Lampedusa. An Bord mehr als 280 Menschen aus Eritrea und Äthiopien.

Programm in Potsdam

In Potsdam hält die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier, ein Grußwort (18:00 Uhr) und nimmt im Anschluss an einem Expertinnen-Gespräch zum Thema „Ankommen in Potsdam“ teil (19:30 Uhr). Schirmherrin der Veranstaltung ist Sozialministerin Diana Golze.

Lemmermeier sagte über das Projekt: „Die Integration der Geflüchteten ist eine große Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Die Brandenburger Landesregierung, Kommunen, Vereine und Verbände, die Kirchen sowie viele Einzelpersonen haben Herausragendes geleistet und auf den Weg gebracht, um Geflüchteten ein gutes Ankommen und Integration zu ermöglichen. Ich wünsche mir, dass der Aufenthalt der „Al-hadj Djumaa“ in Brandenburg von vielen Besucherinnen und Besuchern dazu genutzt wird, sich mit dem Thema Flucht und Migration auseinanderzusetzen. Im besten Fall erwächst daraus ein neues Engagement für die geflüchteten Menschen.“

Die Anlegestelle befindet sich im Neuen Lustgarten am Hafen an der Langen Brücke.

 

Weitere Informationen
Informationen über das Projekt bei “Outlaw – Die Stiftung”
Programm-Flyer im PDF-Format

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