Arbeitsmarktintegration – Mit Lernwille und Ehrgeiz kein Problem

Der Einstieg in den Arbeitsmarkt ist das Fundament einer guten Integration. Ein Paradebeispiel liefert die Steros GmbH, ein Maschinen- und Anlagenbauer mit Stammsitz in Templin. Ein junger Mann aus Afghanistan, der seit dem Sommer 2015 in Deutschland ist, absolviert dort nach einem Praktikum derzeit eine sechsmonatige Einstiegsqualifizierung. Wenn weiterhin alles so problemlos funktioniert, kann Ahmad Shirzey im September eine Ausbildung zum Industriemechaniker beginnen.

IMG-20160412-WA0000Lernwille und Ehrgeiz vorhanden

Katrin Brockmöller, die in der Firma für das Personal zuständig ist, lobt den Neuzugang, der ein afghanisches Abitur in der Tasche hat und schon sehr gut Deutsch spricht. Sie bescheinigt ihm ausgesprochenen Lernwillen und Ehrgeiz. Auch die sprichwörtlichen deutschen Tugenden wie Pünktlichkeit seien kein Problem. Ein Erfolgsgeheimnis für die Arbeitsmarktintegration gebe es nicht, sagt die Prokuristin: „Wir hatten einfach Glück mit dem Bewerber. Zugleich steht ihm eine sehr engagierte ehrenamtliche Betreuerin zur Seite. Und die Arbeitsagentur war bei rechtlichen Fragen, zum Beispiel der Förderung der Einstiegsqualifizierung, sehr hilfreich.“

Keine Sonderrechte, ein Kollege wie andere auch

Ansonsten genießt der afghanische Flüchtling, der bereits eine eigene Wohnung hat, keine Sonderrechte. „Er wurde von den deutschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offen und freundlich empfangen, aber er ist ein Kollege wie andere auch“, betont Katrin Brockmöller. Den jungen Mann und das Unternehmen treibt im Moment nur die Sorge um, dass er bleiben kann. „Wir hoffen darauf, denn es bestehen gute Chancen auf einen festen Arbeitsplatz nach der dreijährigen Lehre.“ Das Unternehmen mit seinen derzeit rund 70 Mitarbeitern sucht Fachkräfte. Viele scheiden in den nächsten Jahren aus Altersgründen aus. Und die Steros GmbH muss an die Zukunft denken.

 

Weitere Informationen:
Webseite der Steros GmbH

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