Landwirtschaft - Symbolbild (Foto: ajlatan - stock.adobe.com)

Laubenpieper werben um Zuwanderer

Kleingärten sind Orte der Erholung, der Begegnung, der Geselligkeit, des sozialen Zusammenhalts. Kein Wunder also, dass das Interesse an der eigenen Parzelle in der Bevölkerung stetig steigt. Auch immer mehr Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte entdecken das Gartenspartenleben für sich. In Zusammenarbeit mit dem Landesverband Brandenburg der Gartenfreunde e.V. hat Brandenburgs Landesintegrationsbeauftragte Doris Lemmermeier jetzt eine Broschüre mit Informationen für geflüchtete und zugewanderte Menschen veröffentlicht. Der Titel lautet „Ich werde Kleingärtnerin! Ich werde Kleingärtner!“. Die Broschüre ist in dieser Form bundesweit einmalig und in sieben Sprachen erschienen. Sie kann kostenfrei auf der Internetseite des Integrationsministeriums bestellt oder heruntergeladen werden.

Auf Besuch beim Kleingartenverein Oberförsterwiese in Potsdam stellte die Landesintegrationsbeauftragte Lemmermeier gemeinsam mit Fred Schenk, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Brandenburg der Gartenfreunde e.V., die neue Broschüre vor.

Integration gelingt, wo sich Menschen begegnen

Landesintegrationsbeauftragte Lemmermeier: „Integration gelingt dort, wo Menschen sich begegnen, sich kennenlernen und gemeinsam etwas erleben. Ein Ort, an dem dies geschieht, sind die Kleingärten in Brandenburg. Das Kleingartenwesen hat eine lange Tradition und ist mehr als nur ein Stück Land zu bewirtschaften. Für ein gutes Miteinander ist es wichtig, dass alle Beteiligten über das Vereinsleben und die Rechte und Pflichten informiert sind. Da es hier immer wieder zu Missverständnissen gekommen ist, haben wir mit dem Landesverband der Gartenfreunde eine Broschüre in sieben Sprachen erarbeitet.“

Landesverbandsvorsitzender Schenk: „Das Interesse an der Kleingärtnerei ist groß. Mit über 60.000 Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern im ganzen Land Brandenburg sind wir sehr unterschiedlich aufgestellt. In den Städten und im Speckgürtel gibt es Wartelisten für die Kleingärten, in anderen Regionen suchen wir händeringend Nachwuchs. Wir freuen uns, wenn Zugewanderte und Geflüchtete gemeinsam mit uns gärtnern wollen. Wichtig für das gute Gelingen sind sowohl die Achtung der Vereinsregeln als auch die Liebe zur Natur.“

Die Broschüre gibt Menschen mit Migrationsgeschichte in sieben Sprachen (Deutsch, Arabisch, Englisch, Russisch, Französisch, Dari und Farsi) einen Einblick in das Kleingartenwesen in Deutschland. Sie enthält neben Informationen zur Geschichte und zu Rechtsgrundlagen nützliche Tipps zur Mitgliedschaft in einem Kleingartenverein, zu den damit verbundenen Pflichten und den Kosten, die bei der Bewirtschaftung einer Parzelle anfallen.

Hintergrund

Im Landesverband Brandenburg der Gartenfreunde e.V. sind rund 60.100 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner in 30 Verbänden und rund 1.220 Vereinen organisiert Die meisten Gärten gibt es in den größeren Städten Potsdam, Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder), wo auch die Nachfrage am größten ist.

 

Weitere Informationen
Broschüre zum Download

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