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Brandenburgischer Lehrerinnen- und Lehrerpreis (Foto: MBJS/Kuzia)

Sonderpreis des Bildungsministers für Lydia Grimm

Gestern wurden im Rahmen einer Festveranstaltung in Potsdam 18 Lehrerinnen und Lehrern aus allen Regionen des Landes für ihre herausragende Arbeit mit dem „Lehrerinnen- und Lehrerpreis“ geehrt.

Sonderpreis für Arbeit mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien

Der Sonderpreis des Bildungsministers ging an Lydia Grimm, Havelschule Oranienburg, für ihr besonderes Engagement in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien. Lydia Grimm unterrichtet Deutsch als Zweitsprache und hat mit Schülerinnen und Schülern aus Afghanistan, Tschetschenien und dem Iran den Film „Salam Havelschule“ über deren Schulalltag gedreht.

Insgesamt waren 50 Lehrkräfte für den Preis nominiert – sie alle wurden bei der Festveranstaltung mit rund 240 Gästen in der Potsdamer Staatskanzlei geehrt.

Ministerpräsident Woidke zollte den Lehrerinnen und Lehrer im Land hohe Anerkennung: „Sie haben einen anspruchsvollen Beruf. Sie müssen den wichtigsten Schatz heben und veredeln, den jede Generation hat: das unendliche Potential an Talenten, Neugier und Lebenslust unserer Kinder. Dabei geht es um klassische Wissensvermittlung, aber auch um unverzichtbare Fähigkeiten, die das ganze Leben prägen: das Arbeiten im Team, der Umgang mit Niederlagen und das Erkennen und Überwinden eigener Schwächen. Sie bereiten junge Menschen auf das Leben als eigenständige und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten vor. Sie sind zugleich unverzichtbare Stütze bei der Integration von Flüchtlingskindern. Dafür gebührt Ihnen unser aller Dank. Unser Land braucht Menschen wie die hier Geehrten, die für ihren Beruf brennen.“

Bildungsminister Baaske sagte: „Ich hätte gern selbst Vorschläge gemacht, weil ich bei meinen Schulbesuchen immer wieder hochengagierte Lehrerinnen und Lehrer treffe. Viele Schülerinnen und Schüler sowie Eltern möchten ‚Danke‘ sagen, und das wollen wir auch – den vielen tollen Lehrkräften im Land für ihr Engagement, ihre Ausdauer und ihre Leidenschaft!“

Hintergrund

Der „Brandenburgische Lehrerinnen- und Lehrerpreis“ wurde zum sechsten Mal verliehen. Mit ihm werden – stellvertretend für viele sehr gute Lehrkräfte im Land Brandenburg – alljährlich besonders engagierte Lehrerinnen und Lehrer ausgezeichnet. Die Vorschläge kommen von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften sowie Schulträgern. Über die jeweiligen Einsendungen entscheiden die Schulkonferenzen als Gesamtvertretung aller Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Nach einer Vorauswahl durch die staatlichen Schulämter entscheidet sich die Jury des Bildungsministeriums mit Vertretern des Landesschüler- und Landeselternrates für je eine Preisträgerin oder einen Preisträger pro Landkreis und kreisfreier Stadt. Geehrt werden Lehrerinnen und Lehrer, die sich weit über ihre reguläre Unterrichtsverpflichtung hinaus für ihre Schülerinnen und Schüler engagieren.

 

Weitere Informationen:
Preisträgerinnen und Preisträger der einzelnen Landkreise im Überblick
Fotogalerie des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport

Clearinghaus Potsdam (Foto: Giorgio Michele/Wikipedia)

Jugendstaatssekretär Drescher besucht Clearinghaus für minderjährige Flüchtlinge

Im Rahmen einer Kreisreise besucht Staatssekretär Thomas Drescher in der Landeshauptstadt Potsdam die neuen Räume der Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge der gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher mbH (GFB).

Pressevertreter sind zu diesem Termin herzlich eingeladen.

 

Wann
Mittwoch, 08.03.2017 um 11:30 Uhr

Wo
Breite Str. 9, 14467 Potsdam

Tag der Muttersprache (Foto: Alexis Brown/unsplash.com)

“Mehrsprachigkeit ist ein großes Plus”

Anlässlich des „Internationalen Tages der Muttersprache“ (21. Februar 2017) machen die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier, und Bildungsminister Günter Baaske auf die Bedeutung der Förderung des muttersprachlichen Unterrichts aufmerksam.

Integrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier: „Mit der sprachlichen Vielfalt im Land Brandenburg steigt auch die Nachfrage nach muttersprachlicher Förderung. Ich bin froh, dass wir in Brandenburg muttersprachlichen Unterricht ermöglichen. Mehrsprachigkeit ist ein großes Plus, auf das gerade die Kinder und Jugendlichen stolz sein können. Für die eigene Identität und gerade auch für die Integration ist es wichtig, sie dabei zu unterstützen, sich ihre Muttersprache zu bewahren. Die Sprache ist die stabilste Verbindung zur Heimatkultur und ermöglicht zugleich, das berufliche und persönliche Leben zu bereichern. Weltoffenheit und Toleranz sind traditionelle brandenburgische Werte – der muttersprachliche Unterricht ist ein wesentlicher Baustein zu dieser gelebten Vielfalt in unserer Gesellschaft.“

Muttersprachlicher Unterricht als Zeichen der Wertschätzung

Bildungsminister Günter Baaske: „Im Land Brandenburg können Schülerinnen und Schüler bis zu vier Stunden in der Woche ihre Muttersprache üben und festigen. Das ist auch ein Zeichen unserer Wertschätzung gegenüber den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern, die aus anderen Ländern und Sprachkreisen stammen.“

Im Land Brandenburg profitierten im Jahr 2016 701 Schülerinnen und Schüler vom muttersprachlichen Unterricht in den Sprachen Arabisch, Persisch (Dari bzw. Farsi), Polnisch, Russisch, Spanisch und Vietnamesisch. In 55 verschiedenen Gruppen wurden Schülerinnen und Schüler in diesen Sprachen unterrichtet.

Diese gesetzlich verankerte Fördermaßnahme wird im Auftrag des Bildungsministeriums von den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) koordiniert.

Integrationsbeauftragte Lemmermeier: „Parallel zur sprachlichen Vielfalt an Brandenburger Schulen steigt auch die Nachfrage nach muttersprachlicher Förderung im ganzen Bundesland. Vor allem Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien, aber auch Schülerinnen und Schüler aus europäischen Ländern sind neue Zielgruppen.

Das muttersprachliche Angebot bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für die Wertschätzung der neu nach Brandenburg gekommenen Menschen und der Einbindung der Mehrsprachigkeit in Brandenburger Schulen insgesamt. Mehrsprachig ausgebildete Jugendliche haben zudem mehr Chancen der beruflichen Entwicklung. Für die Integration von Migrantinnen und Migranten ist diese Qualifikation ein erheblicher Vorteil und bereichert die Vielfalt und Zukunftsfähigkeit der gesamten Gesellschaft im Land Brandenburg.“

Der „Internationale Tag der Muttersprache“ ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit. Im Fokus des Tages stehen sowohl von Verdrängung bedrohte Sprachen wie das Sorbische in Brandenburg als auch die Wertschätzung der Mehrsprachigkeit und ihres Beitrages zu Toleranz und interkultureller Verständigung.

Schulbibliothek (Foto: StockSnap/pixabay.com)

Bewerbungsphase für START-Schülerstipendium

Auch in diesem Jahr vergibt die START-Stiftung Schülerstipendien an zugewanderte Jugendliche. Das Stipendium richtet sich an Schüler zwischen 14 und 21 Jahren, die seit höchstens fünf Jahren in Deutschland leben. Der Bewerbungszeitraum läuft noch bis 15. März 2017.

Das Stipendium bietet neben finanzieller Unterstützung auch eine Ausstattung mit Laptop und Drucker und umfasst zusätzlich ein umfangreiches Bildungsprogramm mit Seminaren, Workshops und einer Sommerakademie. Die Bewerber sollten mindestens die 8. Klasse besuchen, noch zwei weitere Jahre zur Schule gehen und gut Deutsch sprechen.

Ankommen und weiterkommen mit START

Die START-Stiftung ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und wird von über 120 Partnern unterstützt. Im Land Brandenburg wird das Stipendium gemeinsam vergeben mit dem Ministerium für Jugend, Bildung und Sport, der Deutschen Bank Stiftung, der DR. SCHNELL Chemie GmbH und den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA). Im vergangenen Jahr erhielten elf Jugendliche aus dem Land Brandenburg das Stipendium. Das START-Schülerstipendium ist die größte Bildungsinitiative für Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland. Es wird in 14 Bundesländern vergeben.

Fragen zum Programm?

Bei offenen Fragen hilft die Webseite des Programms weiter. Dort finden sich viele Informationen, ganz besonders im Bereich Fragen & Antworten. Außerdem kann man sich an den Bewerberservice wenden. Das geht telefonisch unter (069) 300 388 488 oder per E-Mail an stipendium@start-stiftung.de.

 

Weitere Informationen:
http://www.start-stiftung.de/

Junges Mädchen schreibt mit einem Bleistift

Aktualisierte Dokumentation „Flucht, Asyl und Integration“ vorgestellt

Bereits Ende Dezember lag das Informationspapier „Flucht, Asyl und Integration – Kinder und Jugendliche, Weiterbildung und Sport im Land Brandenburg“ in aktualisierter Form vor (wir berichteten). Nun hat das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) die überarbeitete und mit aktuellen Zahlen versehene Dokumentation im Kabinett vorgestellt.

7.660 Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien (Erhebung: 05. September 2016) werden nach der Eingliederungsverordnung an allgemeinbildenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft unterrichtet, ein halbes Jahr vorher waren es 5.500. Das entspricht etwa 3,6 Prozent aller Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen Schulen (vorher 2,8 Prozent). Die meisten Einzugliedernden lernten in Grundschulen (4.940, vorher 4.259), gefolgt von Oberschulen (2.084, vorher 1.906), Gesamtschulen (284, vorher 190) und Gymnasien (130, vorher 109).

Insgesamt gab es 197 Vorbereitungsgruppen an Brandenburgs öffentlichen Schulen, die auf die Beschulung im regulären Unterricht vorbereiten und 582 Förderkurse, die Flüchtlingskinder und -jugendliche ergänzend zum Regelunterricht besuchen.

BFS-G-Plus wird sehr gut nachgefragt

Als Erfolgsmodell erweist sich der neue, zweijährige Bildungsgang zur beruflichen Grundbildung BFS-G-Plus, der für berufsschulpflichtige ausländische Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und ohne ausreichende Deutschkenntnisse konzipiert und eingerichtet wurde. Er beinhaltet u.a. Spracherwerb, berufliche Orientierung, Praxislernen sowie Unterrichtsfächer wie Deutsch, Mathematik, Kommunikation und Politische Bildung und soll auf eine Berufsausbildung vorbereiten. Seit Einführung im Februar 2016 wird er sehr gut nachgefragt: Mittlerweile werden 1.316 und damit mehr als doppelt so viele Jugendliche im BFS-G-Plus beschult (Stand 26. September 2016, vorher 502). Die Jugendlichen werden in 78 Klassen (vorher 28) an 22 Oberstufenzentren (vorher 13) unterrichtet.

Bildungsminister Günter Baaske: „Das zeigt, welche enormen Anstrengungen unternommen wurden und weiter unternommen werden, um Flüchtlinge und Asylbewerber aufzunehmen. Vieles funktioniert schon besser als vor einem Jahr, vieles ist aber noch zu tun. Ich danke den Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern, die sich für die Belange der Flüchtlinge stark engagieren. Auch wenn die Zahlen der Zuwanderer in den letzten Wochen geringer geworden sind, dürfen wir nicht nachlassen in unserem Bemühen.“

Kita-Broschüren (Foto: MBJS)

Willkommen in der Kita – Elterninformationen in sieben Sprachen

Über alle wichtigen Fragen rund um einen Kita-Besuch können sich Flüchtlingsfamilien und Zuwanderer jetzt auf einen Blick informieren. Dazu wurde die umfangreiche Begrüßungsmappe “Willkommen in der Kita” mit Flyern und Formularen in sieben Sprachen erarbeitet und am 5. Januar in der Integrationskita „Spielspaß“ in Königs Wusterhausen erstmals übergeben.

Kommunikation erleichtern, Sprachbarrieren abbauen

Die Mappe ist in Gemeinschaftsunterkünften, Beratungsstellen für Migranten, Flüchtlingscafés und Behörden erhältlich. Erarbeitet wurde sie von Experten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Brandenburg und der Plattform Mehrsprachigkeit im Landkreis Dahme-Spreewald sowie vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg finanziell unterstützt.

Ziel der Aktion ist es, die Kommunikation zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kindertagesstätten und Eltern zu erleichtern und typische Sprachbarrieren bei der Aufnahme von Kindern mit Migrations- oder Fluchthintergrund zwischen Kindertagesstätten und Eltern bzw. Personensorgeberechtigten abzubauen.

Integration durch Sport (Foto: Bob Smith / freeimages.com)

Landessportbund engagiert sich für Integration von Flüchtlingen

Der Landessportbund Brandenburg engagiert sich seit langem bei der Integration von Flüchtlingen. Der Sport sei dabei ein wichtiger Partner der Landesregierung, sagte am Donnerstag der Staatssekretär im Sportministerium, Thomas Drescher. Es sei ein großer Gewinn, wenn sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen fair in Mannschaften sportlich messen und auf diesem Wege auch Freundschaften knüpfen könnten. Der Landessportbund gehört zu den Erstunterzeichnern des Bündnisses für Brandenburg.

Schon über 200 Übungsleiter und Vereinsvorsitzende mit Migrationshintergrund

Besonders das Projekt „Integration durch Sport“ hat sich die gleichberechtigte Teilhabe von Zuwanderern auf die Fahnen geschrieben. Mehr als 200 Migranten sind derzeit in diesem Bereich als Übungsleiter oder Vereinsvorsitzende aktiv. 17 von ihnen wurden über den Bundesfreiwilligendienst eingesetzt. Zu ihnen gehört William Tchuoba aus Kamerun, der sich seit 2009 in Brandenburg sportlich betätigt – zunächst als Fußballspieler in Belzig, später als Übungsleiter. Er baute selbst Flüchtlingsmannschaften auf, organisierte Turniere und wirkte an Projekten mit.

 

Weitere Informationen:
www.sportjugend-bb.de/integration-durch-sport/

Junges Mädchen schreibt mit einem Bleistift

Dokumentation „Flucht und Asyl“ aktualisiert

Das vor einem Jahr von Bildungsminister Günter Baaske vorgestellte Informationspapier „Flucht und Asyl“ steht ab sofort in aktualisierter Form zur Verfügung. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) hat die Dokumentation überarbeitet und mit aktuellen Zahlen versehen.

Auf 49 Seiten gibt es Texte, Tabellen und Grafiken mit neuen Daten und Fakten zur Zuwanderung und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern im Land Brandenburg. Das Themenspektrum reicht von der Aufnahme in den Kommunen über die Kindertagesbetreuung bis zum Sprachunterricht und den Besuch der Schule. Zudem gibt es Informationen über Weiterbildung, Jugend- und Sozialarbeit, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sowie die Integration durch Sport oder Ehrenämter.

Verbesserungen spürbar

Minister Baaske: „Das Papier zeigt, welche enormen Anstrengungen unternommen wurden und weiter unternommen werden, um Flüchtlinge und Asylbewerber aufzunehmen. Vieles funktioniert schon besser als vor einem Jahr, vieles ist aber noch zu tun. Ich danke den Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern, die sich für die Belange der Flüchtlinge stark engagieren. Auch wenn die Zahlen der Zuwanderer in den letzten Wochen geringer geworden sind, dürfen wir nicht nachlassen in unserem Bemühen.“

Das Informationspapier steht zum Download bereit auf der Startseite und unter der Rubrik Publikationen auf www.mbjs.brandenburg.de.

Brandschutzaufklärung (Quelle: FreeImages.com; Manu Mohan)

Brandschutzaufklärung von Flüchtlingskindern

Brandenburgs Landesregierung fördert mit rund 14.300 Euro aus Lottomitteln ein Projekt des Landesfeuerwehrverbandes zur Brandschutzaufklärung von Flüchtlingskindern. Damit wird die Beschaffung von 20.000 Brandschutzfibeln und 50.000 Modellbastelbögen für ein „Tanklöschfahrzeug“ unterstützt. Auch das Bildungsministerium und das Innenministerium beteiligen sich mit 6.600 Euro bzw. mit gut 7.700 Euro an der Finanzierung.

Bastelbögen zur Brandschutzaufklärung in mehreren Sprachen erhältlich

Die Bastelbögen sollen für die Brandschutzaufklärung von Kindern in Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber eingesetzt werden. Die auf den Bastelbögen enthaltenden Informationen werden in Deutsch-Englisch, Deutsch-Französisch, Deutsch-Arabisch und Deutsch-Farsi dargestellt. Ferner sollen Brandschutzfibeln in den gleichen Sprachkombinationen erstellt werden, die den Kindern leicht verständlich die Gefahren im Umgang mit Feuer und brennbaren Stoffen erläutern.

Ziel des Projektes ist es, Kindern von Asylbewerbern so früh wie möglich für die Themen rund um Gefahrenvorbeugung und Gefahrenvermeidung zu sensibilisieren.

Soccer-Tore und Fußbälle übergeben

Integration durch Kita, Bildung, Sport und Weiterbildung

An brandenburgischen Schulen in öffentlicher Trägerschaft werden derzeit etwa 5.500 Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien unterrichtet. Das berichtete Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher heute im Kabinett. Dort hatte er die aktualisierte Fassung des 48-seitigen Informationspapiers seines Ministeriums vorgestellt, das sich mit allen Fragen zu den Themen „Asyl“ und „Flüchtlinge“ in Bezug auf Bildung, Jugend und Sport befasst.

Damit besuchen inzwischen etwa 500 Kinder und Jugendliche mehr die öffentlichen Schulen als noch Mitte März, als die letzte Fassung veröffentlicht wurde. Insgesamt werden 6.714 Schülerinnen und Schüler zum Stichtag 10. Mai aufgrund nicht ausreichender Kenntnisse in der deutschen Sprache nach der sogenannten Eingliederungsverordnung an 490 der 714 öffentlichen allgemeinbildenden Schulen unterrichtet (69 Prozent dieser Schulen; im März noch 472 bzw. 66 Prozent).

Grundschulen vor größter Herausforderung

Die meisten Einzugliedernden wurden zum 10. Mai an Grundschulen unterrichtet (4.359), gefolgt von Oberschulen (1.906). An Gesamtschulen waren es 190 und Gymnasien 109. Die Lehrkräfte an den Grundschulen schultern damit weiterhin die größten Aufgaben der schulischen Integration. Drescher: „An den Schulen wird sehr gute Arbeit geleistet. Manche Schulen sind aber zweifellos stark belastet. Wir wollen sie in ihrer Arbeit unterstützen“.

Zur Vorbereitung der jungen Flüchtlinge auf die Teilnahme am Regelunterricht gibt es insgesamt 199 Vorbereitungsgruppen und 522 Förderkurse, die von ihnen insbesondere in Abhängigkeit ihrer Sprachkenntnisse besucht werden. Von den insgesamt 6.714 Einzugliedernden nehmen die meisten bereits – zumindest zeitweise – am Regelunterricht teil (5.865).

Kurse in Erstaufnahmeeinrichtungen wichtige Vorbereitung

Bevor die jungen Flüchtlinge in die Kommunen kommen und dort eingeschult werden, können sie an Kursen für Sprache sowie Kunst, Musik und Sachunterricht an den verschiedenen Standorten der Erstaufnahmeeinrichtung Eisenhüttenstadt teilnehmen. Derzeit sind es insgesamt etwa 330 Kinder und Jugendliche. Die Finanzierung der dafür notwendigen rund 20 Stellen erfolgt durch das Bildungsministerium.

Die Zahl der unter 18-jährigen, unbegleiteten minderjährigen Ausländer, die ohne Sorge- oder Erziehungsberechtigte nach Brandenburg einreisen, lag zum 10. Mai bei knapp 1.500 (März: 1.530). Die 18 Jugendämter der Kreise und kreisfreien Städte sind für die ihnen zugewiesenen jungen Flüchtlinge zuständig. Sie werden im Rahmen des Kinder- und Jugendhilferechts betreut. Das Land stellt die Finanzierung durch eine Kostenerstattung an die Kreise und kreisfreien Städte sicher.

Umfassend und realisitisch informieren

Bei dem Projekt „Integration durch Sport“ der Brandenburgischen Sportjugend (BSJ) steht die interkulturelle Öffnung der Sportorganisationen im Vordergrund. Das Sportministerium erhöhte dafür die jährliche Fördersumme von 30.000 auf 40.000 Euro. Dadurch werden die Sportvereine unterstützt, auch Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingseinrichtungen sportbetont zu betreuen. Zudem nutzt die BSJ auch den Freiwilligendienst, um Flüchtlinge in den Sport zu integrieren: Über die BSJ leisten 15 Menschen mit Fluchterfahrung künftig in Brandenburger Sportvereinen Integrationsarbeit. Sie absolvieren dort den Bundesfreiwilligendienst (BuFdi). Dabei sollen nicht nur Flüchtlinge integriert, sondern auch neue Vereine für eine dauerhafte und nachhaltige Integrationsarbeit gewonnen werden.

Das Infopapier wird allen Interessierten zur Verfügung gestellt, laufend aktualisiert und steht im Internetangebot des Ministeriums www.mbjs.brandenburg.de zur Verfügung. Drescher: „Damit wollen wir alle, die damit fachlich befasst sind, aber auch die breite Öffentlichkeit umfassend und realistisch informieren.“