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Integrationskurse (Foto: stokpic/pixabay.com)

Träger für Erstorientierungskurse gesucht

Das Förderprogramm „Erstorientierung und Wertevermittlung für Asylbewerber“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) soll deutschlandweit im Juli 2017 starten. In diesen Erstorientierungskursen erhalten Asylsuchende wesentliche Informationen über das Leben in Deutschland und erwerben gleichzeitig erste Deutschkenntnisse. Die Träger zur Umsetzung des Angebotes sollen die Länder auswählen. Für das Land Brandenburg hat das Arbeitsministerium heute ein Interessenbekundungsverfahren gestartet. Gesucht werden vier gemeinnützige oder kommunale Vereine bzw. Volkshochschulen, die die Kurse zur Erstorientierung in Brandenburg anbieten. Anträge können bis zum 24. März beim Arbeitsministerium eingereicht werden.

Die Erstorientierungskurse richteten sich in erster Linie an Asylsuchende mit unklarer Bleibeperspektive, die nicht aus sicheren Herkunftsländern stammen. Für diese Gruppe gibt es bislang noch kein bundesweit einheitliches Orientierungsangebot.

Erstorientierungskurse vermitteln Werte, Regeln, Sitten und Gebräuche

Jeder Kurs besteht aus sechs Modulen und maximal 300 Unterrichtsstunden. Sie vermitteln u. a. Wissen über Werte und Regeln des Zusammenlebens in Deutschland, geben Antworten zu den wichtigsten Fragen des Alltags sowie Informationen zu typischen deutschen Sitten und Gebräuchen.

Die Teilnehmerzahl je Kurs muss zwischen 12 und 20 betragen. Ein Drittel der Kurse soll speziell für Frauen angeboten werden.

Hinweis: Die Öffentliche Bekanntmachung zur Auswahl von Trägern für Kurse zur Erstorientierung und Wertevermittlung für Asylbewerber ist auf der Ministeriums-Internetseite www.masgf.brandenburg.de eingestellt.

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Seminar (Foto: wahyucurug/pixabay.com)

“Demokratische Bildung” auf Arabisch

Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt am 13. und 14. Februar 2017 erneut in Potsdam ein zweitägiges Seminar für Geflüchtete auf Arabisch durch. Da es sich um ein relativ neues Angebot der Stiftung in Brandenburg handelt, das etabliert und weiterentwickelt werden soll, wird explizit der Kontakt zu den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Geflüchtetenunterkünften, zur Asylsozialarbeit und zu den Ehrenamtlichen gesucht.

Teilnehmer des Seminars “Demokratische Bildung” lernen in zwei Tagen viel über die Werte des Grundgesetztes und darüber welche Rolle sie im Alltag spielen. Sie erfahren wie Demokratie und Politik in Deutschland funktionieren. Und noch viel wichtiger – sie werden auf Augenhöhe beteiligt und artikulieren sich selbst durch Planspiele, Zukunftswerkstätten und weitere interaktive Methoden direkt in ihrer Muttersprache.

Jedes Seminar beinhaltet außerdem das Gespräch mit einer/einem ausgewählten Abgeordneten einer Kommunalvertretung oder eines Landesparlaments. Beim o.g. Termin wird die Landtagsabgeordnete Ina Muhß zugegen sein.

Ziel ist es, die Integrationschancen der neuen Einwanderinnen und Einwanderer zu verbessern und es Ihnen zu ermöglichen, an gesellschaftlichen Prozessesn teilzuhaben. Außerdem soll ihr Selbstwertgefühl gestärkt werden. Die Seminare sollen nicht belehren, Werte sollen gemeinsam diskutiert werden.

 

Weitere Informationen:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Brandenburg
Hermann-Elflein-Straße 30/31
14467 Potsdam

Tel.: (0331) 29 25 55
Fax:  (0331) 280 33 56
E-Mail: anmeldung.potsdam@fes.de
Webseite: http://www.fes.de/de/landesbuero-brandenburg

Einladung – deutsch (PDF)
Einladung – arabisch (PDF)
Programmablauf – deutsch (PDF)
Programmablauf – arabisch (PDF)

Die Veranstaltung am 13. und 14. Februar ist bereits ausgebucht.

Ein Land stellt sich vor (Illustration: Cleo-Petra Kurze)

Jetzt auch als Download: “Willkommen in Brandenburg – Ein Land stellt sich vor”

In den letzten Jahren sind tausende neue Mitbürger nach Brandenburg gekommen. Manche studieren und arbeiten hier, andere mussten vor Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat fliehen. Die Sprache ist für fast alle Neuankommenden das Schwierigste. Im ganzen Land helfen Brandenburger ihnen dabei, sich in der neuen Umgebung zu orientieren. Sie geben Deutschunterricht, begleiten bei Behördengängen und erklären, wie das Leben hier funktioniert.

“Willkommen in Brandenburg” will Gespräche anregen

Die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung (BLPB) hat nun ein kleines Buch geschrieben, mit dem das gegenseitige Kennenlernen unterstützt werden soll. “Willkommen in Brandenburg” erklärt in leicht verständlicher Sprache das politische System in Deutschland und stellt Brandenburg und seine Menschen vor.

Das Buch richtet sich an alle Menschen in Brandenburg, die miteinander ins Gespräch kommen wollen. Es soll eine Brücke für das Verstehen zwischen denen sein, die schon hier leben und denen, die hier bleiben wollen.

Denn der Anfang in einem anderen Land ist alles andere als leicht. Die Sprache, die Menschen, der Alltag, Politik, Wirtschaft und Kultur – vieles ist fremd. Aber immer gab es Menschen, die den neu Ankommenden halfen. Die Brandenburgische Landeszentrale für Politische Bildung setzt sich dafür ein, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Das Buch der BLPB  steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit:
“Willkommen in Brandenburg – Ein Land stellt sich vor” im PDF-Format