Coronavirus – Information in mehreren Sprachen

Jede und jeder Einzelne kann mit seinem Verhalten dazu beitragen, Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen vor dem Coronavirus zu schützen. Ein langsamerer Verlauf ist notwendig, um die Gesundheitssysteme nicht zu überlasten.

#flattenthecurve: Ausbreitung des Coronavirus stoppen

Die Bundesregierung informiert über den aktuellen Stand zum Coronavirus auf verschiedenen Kanälen und in verschiedenen Sprachen.

Zum Teilen und Weiterverbreiten: Coronavirus – Information in mehreren Sprachen

Die Informationssammlung auf der Webseite der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration eignet sich sehr gut zur Verbreitung im Kontext der Geflüchtetenhilfe.

 

Weitere Informationen
Aktuelle Informationen zum Coronavirus auf der Seite der Integrationsbeauftragten

Deutschland rechts außen

Dr. Matthias Quent, Soziologe und Gründungsdirektor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena, stellt sein Buch “Deutschland rechts außen” in Potsdam vor.

Strategien der Rechten und wie man damit umgeht

Reaktionäre Parteien verzeichnen wachsenden Zulauf – und sie gewinnen sogar Wahlen. Der Hass wächst, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft geraten unter Druck. Doch der Rechtsruck ist kein zufälliges Phänomen – im Gegenteil: Die Rechtsradikalen arbeiten seit Jahrzehnten daran, ihre Pläne umzusetzen, aber Gesellschaft und Politik blieben tatenlos. Dies konstatiert Soziologe und Rechtsextremismusforscher Dr. Matthias Quent in seinem jüngst erschienenen Buch „Deutschland rechts außen“.

In dem Bestseller analysiert Quent, wie es dazu kam und warum dennoch Hoffnung besteht. Faktenreich zeigt er dabei die Strategien und Ziele der Rechten auf und gibt Handlungsempfehlungen für den alltäglichen und politischen Umgang mit ihnen.

Buchvorstellung “Deutschland rechts außen” in der ILB

Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Umgang mit dem Coronavirus ist die geplante Veranstaltung am 24. März 2020 abgesagt.

Zur Buchvorstellung am Dienstag, dem 24. März 2020, in der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sind Interessierte herzlich eingeladen. Einlass in die Räumlichkeiten in der Babelsberger Str. 21 in Potsdam ist ab 18:00 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr.

Moderiert wird die Veranstaltung von Jörg Depta. Im Anschluss finden ein Publikumsgespräch und ein Empfang statt.

Um Anmeldung unter lukas.boeck@stk.brandenburg.de wird gebeten.

Hintergrund

Dank für die Kooperation geht an die Investitionsbank des Landes Brrandenburg als Unterstützer des Bündnisses für Brandenburg.

 

Resolution zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung verabschiedet

Am Dienstag, dem 3. März, kamen die Integrationsbeauftragten der Länder mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zum jährlichen Frühjahrstreffen im Kanzleramt zusammen. Auch Brandenburgs Integrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier nahm teil. Gemeinsam wurde die Resolution „Vielfalt stärken – Rassismus und Diskriminierung bekämpfen“ verabschiedet.

Entsetzt über rechtsextremistische Taten

Die Integrationsbeauftragten zeigen sich entsetzt über die rechtsextremistischen und rassistischen Taten von Hanau und Halle. Sie sehen die Vorfälle als Angriffe gegen die Werte der Demokratie und sehen sie als „mörderische Konsequenz von Hass und Hetze, wie sie zunehmend offen in rechtsextremen Milieus, in sozialen Medien, aber auch von Rechtspopulisten artikuliert werden.“

Dr. Doris Lemmermeier sagte: „Ich bin froh, dass sich die Beauftragten von Bund und Ländern so klar positioniert haben. Die Forderung nach Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion setzen wir mit vielfältigen Programmen und Projekten hier in Brandenburg um, wobei es eine Herausforderung darstellt, alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Besonders wichtig ist mir die Förderung und Stärkung der interkulturellen Kompetenz von Verwaltungen sowie Unternehmen und eine bessere Teilhabe von Migrantenorganisationen.“

Integrations- und Ausländerbeauftragte verabschieden Resolution

In den Vordergrund stellt die Resolution darüber hinaus die Präventionsarbeit und die Demokratieförderung. Gefordert wird eine Verstetigung und Erhöhung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, um die Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus und die Arbeit für demokratische Teilhabe nachhaltig und strukturell zu stärken.

Integrationspreis an Initiativen aus Cottbus, Werder (Havel) und Potsdam verliehen

Integrationsministerin Ursula Nonnemacher und Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier haben am in Cottbus den 12. Brandenburger Integrationspreis verliehen. Für hervorragende Leistungen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zeichneten sie den Verein „Geflüchteten Netzwerk Cottbus“, das „Netzwerk Neue Nachbarn Werder“ und den Potsdamer Verein „MaMis en Movimiento“ aus. Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert.

Viele preiswürdige Bewerber beim Integrationspreis

Integrationsministerin Nonnemacher würdigte besonders das ehrenamtliche Engagement: „Integration findet überall in Brandenburg statt, auch weil sich nach wie vor so viele Menschen und Initiativen dafür einsetzen, dass Menschen mit Migrationshintergrund hier bei uns gut ankommen und teilhaben können. Ihnen allen gebührt unser besonderer Dank. Integration kann nur gelingen, wenn sich Menschen begegnen und kennenlernen, sie gemeinsam Sprachbarrieren überwinden und sich mit ihren Interessen und Fähigkeiten gegenseitig unterstützen.

Integration ist ein sehr langer Prozess, mitunter mühsam und scheinbar langwierig. Der Einsatz lohnt sich aber für uns alle, die ganze Gesellschaft profitiert davon. Brandenburg braucht angesichts des Fachkräftebedarfs Zuwanderung. Entscheidend für eine erfolgreiche Integration sind Sprachkurse für alle, schneller Zugang zum Arbeitsmarkt und die Möglichkeit, aktiv am politischen, kulturellen und sozialen Leben teilnehmen zu können. Mit der Finanzierung von Migrationssozialarbeit und der kommunalen Integrationspauschale von 300 Euro pro Jahr pro Geflüchteten unterstützt das Land unbürokratisch Integrationsarbeit vor Ort.“

Landesintegrationsbeauftragte Lemmermeier sagte: „Die Auswahl fiel der Jury in diesem Jahr besonders schwer. Fast alle eingereichten Bewerbungen waren preiswürdig. Das zeigt die große Qualität der Integrationsarbeit, die überall im Land stattfindet. Ich gratuliere den heute Ausgezeichneten sehr herzlich. Sie haben den Landesintegrationspreis mehr als verdient.“

Hintergrund

Der Brandenburger Integrationspreis wird seit 2008 vergeben. Eine Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Landkreistages, des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, des Ministeriums des Innern und für Kommunales, des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten im Land Brandenburg, des Vereins Viet Hong e.V. sowie der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg, hat die Preisträger aus 23 Bewerbungen ermittelt.

Die Preisträger im Einzelnen

Geflüchteten Netzwerk Cottbus

Das Geflüchteten Netzwerk Cottbus ist ein Zusammenschluss von Geflüchteten für Geflüchtete, das sich im April 2017 gegründet hat. In dieser Art ist es einmalig in Brandenburg. Seit 2018 ist das Netzwerk als Verein eingetragen. Das Netzwerk ist kulturenübergreifend tätig.

  • Das Netzwerk kümmert sich um Belange geflüchteter Menschen in Cottbus und unterstützt diese im Alltag, z.B. bei der Wohnungssuche, bei der Anmeldung an Schulen, bei Arzt- oder Krankenhausterminen.
  • Es wurde ein Dolmetscher-Pool aufgebaut. Auch die Stadtverwaltung wird immer wieder beim Dolmetschen unterstützt (z.B. Dolmetschen bei Jobmesse).
  • Es gibt ein Meldesystem für rassistische Vorfälle (per WhatsApp-Gruppe).
  • Regelmäßige Arabischkurse für Anfänger werden angeboten sowie muttersprachlicher Unterricht.
  • Workshops wurden bislang durchgeführt zu Themen wie Ehrenamtliches Engagement, (Aus-)Bildungssystem, Verbraucherschutz, Empowerment durch Selbstorganisation.
  • Seit 2017 viele Projekte und Veränderungen angeschoben: mehrsprachigen Unterricht an Schulen, Äquivalent zum Refugee Teacher Programm in Cottbus, Vorträge.
  • Ein Mitglied des Netzwerkes ist im Migrations- und Integrationsbeirat der Stadt Cottbus vertreten.

Netzwerk Neue Nachbarn Werder

Das Netzwerk Neue Nachbarn Werder ist eine Willkommensinitiative, die sich für die Unterstützung von Geflüchteten gebildet hat. Es ist eine verstetigte Struktur von Helferinnen und Helfern der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit der „ersten Stunde“ (2015).

  • Das Netzwerk ist aktiv, um Ankommen und Alltag von geflüchteten Menschen in Werder (Havel) zu erleichtern und zu gestalten.
  • Die Geflüchteten werden unterstützt in ihrem Alltag – beim Erlernen der deutschen Sprache, bei Behördengängen, bei Arztbesuchen, bei der Kitasuche.
  • Monatlich findet ein Begegnungscafé statt.
  • Pro Jahr werden ca. 20 Veranstaltungen organisiert, von Zoobesuchen mit Kindern, Bastelnachmittagen im Wohnheim bis zu Nachbarschaftsfesten. Ein Höhepunkt war die Teilnahme des Netzwerkes mit einer Gruppe am Festumzug des Baumblütenfestes.
  • Die Ehrenamtlichen leisten auch Unterstützung für Jugendliche bei Bewerbungen für Studium oder Ausbildung.

MaMis en Movimiento, Potsdam

„Mutterschaft und Migration“, dies sind die Themen, mit denen der „MaMis en Movimiento e.V.“ begonnen hat, seine Arbeit zu entwickeln. Frauen aus spanischsprachigen Ländern engagieren sich für die Unterstützung von multilingualen Familien und Kindern im Integrationsprozess. Alle Aktivitäten sind ehrenamtlich organisiert. Der Verein ist in 11 Bezirken von Berlin und in Potsdam präsent. Er fördert die Zweisprachigkeit im familiären und institutionellem Bereich, wie auch die soziale und berufliche Integration spanischsprachiger Menschen in Deutschland.

  • Hauptziel ist die Unterstützung von Familien beim Integrationsprozess in Potsdam, Förderung von Mehrsprachigkeit, Interkulturalität und Partizipation.
  • Es wurde ein eigenes Integrationskonzept erstellt für die schnell wachsende spanischsprachige Community in Potsdam.
  • Seit 2015 gibt es einen regelmäßigen Frauentreff, ein Musikangebot für Kinder, seit 2017 eine monatliche Märchenstunde und seit 2018 eine Krabbelgruppe, einen Sportkurs und schulbegleitenden muttersprachlichen Unterricht für Schülerinnen und Schüler.
  • MaMis arbeitet mit vielen Kooperationspartnern zusammen wie der RAA Brandenburg, dem Autonomen Frauenzentrum, dem Migrantenbeirat der Stadt Potsdam.
  • In den verschiedenen Programmen nehmen in Potsdam derzeit 70 Familien (rund 250 Menschen) mit und ohne Migrationshintergrund teil.
  • Gearbeitet wird mit einem interkulturellen und interdisziplinären Ansatz, von der Community für die Community. Wert gelegt wird auf eine kreative, innovative und nachhaltige Arbeit, viele Ideen wurden direkt umgesetzt und verstetigt.

Bewerbungsphase für START-Schülerstipendium 2020

Auch in diesem Jahr vergibt die START-Stiftung Schülerstipendien an zugewanderte Jugendliche. Das Stipendium richtet sich an Schüler zwischen 14 und 21 Jahren, die seit höchstens fünf Jahren in Deutschland leben. Der Bewerbungszeitraum läuft noch bis 16. März 2020.

Was will START?

START gewinnt herausragende Jugendliche mit Migrationserfahrung, die sich für die Demokratie einsetzen und sie mitgestalten wollen. Verantwortungsbereitschaft, Neugierde, kritisches Denken und Begeisterung sind entscheidende Faktoren für die Auswahl. Diese Eigenschaften sollen weiter gefördert werden – durch Seminare, Workshops, Forscherwerkstätten, Erlebnispädagogik und Engagementprojekte. START bietet Selbstwirksamkeitserfahrung und ermutigt die Stipendiatinnen und Stipendiaten Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Ziele sind eine lebendige Demokratie, gesellschaftlicher Zusammenhalt und freiheitliche Werte in einer offenen Gesellschaft. Gerechte Bildungschancen für alle stellen dafür die Grundlage dar. START  begleitet die Stipendiatinnen und Stipendiaten im Rahmen eines anspruchsvollen 3-jährigen Programms und schafft ein starkes Netzwerk. Dir Wirkung soll sich auf drei Ebenen entfalten: START ist Talentschmiede für außergewöhnliche junge Menschen, Inkubator für neue Initiativen und Lautsprecher für die Verteidigung unserer freiheitlichen Werte.

Ankommen und weiterkommen mit dem START-Schülerstipendium

Die START-Stiftung ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und wird von über 120 Partnern unterstützt. Im Land Brandenburg wird das Stipendium gemeinsam vergeben mit dem Ministerium für Jugend, Bildung und Sport, der Deutschen Bank Stiftung, der DR. SCHNELL Chemie GmbH und den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA). Im vorletzten Jahr erhielten elf Jugendliche aus dem Land Brandenburg das Stipendium. Das START-Schülerstipendium ist die größte Bildungsinitiative für Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland. Es wird in 14 Bundesländern vergeben.

Fragen zum Programm?

Bei offenen Fragen hilft die Webseite des Programms weiter. Außerdem kann man sich an den Bewerberservice wenden. Das geht telefonisch unter (069) 300 388 488 oder per E-Mail an stipendium@start-stiftung.de.

 

Weitere Informationen:
http://www.start-stiftung.de/

Brandenburger Freiheitspreis ausgelobt

Aufruf zum Brandenburger Freiheitspreis

Unter dem Motto “Demokratie leben – gegen den Populismus” hat das Domstift Brandenburg zum dritten Mal den mit 15.000 Euro dotierten Brandenburger Freiheitspreis ausgelobt. Mit dem Preis werden Personen oder Institutionen gewürdigt, die sich in herausragender Weise für Freiheit engagieren.

Aufruf des Domstifts Brandenburg zum Brandenburger Freiheitspreis

Gesucht wird eine Person, eine Institution oder eine Initiative, vorzugsweise aus der Region Berlin-Brandenburg, die zur Stärkung der Demokratie gegen die vom Populismus ausgehenden Gefahren beitragen oder beigetragen haben.

Jeder kann Vorschläge für einen möglichen Preisträger einreichen

Potenzielle Preisträgerinnen und Preisträger, die sich in diesem Sinne in herausragender Weise für den Freiheitsgedanken eingesetzt haben, können der Freiheitspreis-Jury mitgeteilt werden. Die Jury ruft außerdem dazu auf, die Informationen über den Wettbewerb im Familien- und Freundeskreis, in Betrieben und Vereinen zu teilen.

Vorschläge sind einzusenden an folgende Adresse:

Brandenburger Freiheitspreis z. Hd. der Jury
c/o Domstift Brandenburg
Burghof 10
14476 Brandenburg an der Havel

Oder auf elektronischem Wege: per E-Mail an freiheitspreis@dom-brandenburg.de bzw. auf der Webseite des Freiheitspreises per Vorschlagsformular.

Hintergrund

Die Preisverleihung findet am 11. Oktober 2020 im Dom zu Brandenburg statt. Der Brandenburger Freiheitspreis wird von der Deutsche Bank AG und der ZF Friedrichshafen AG gefördert.

 

Weitere Informationen
Webseite mit allen Details und Vorschlagsmöglichkeiten zum Freiheitspreis

Zahl der Asylanträge sinkt viertes Jahr in Folge

Brandenburg hat im vergangenen Jahr 3.562 Asylsuchende neu aufgenommen. Im Vergleich zum Jahr 2018 sind das rund sieben Prozent weniger. Damit ist nach dem Höhepunkt der Flüchtlingslage im Herbst 2015 ein kontinuierlicher Rückgang der Aufnahme von Asylsuchenden in Brandenburg zu verzeichnen. Die Top 10 der Staatsangehörigkeiten wurden angeführt von der Russischen Föderation, Syrien und Afghanistan. Die Zahlen ergeben sich aus der Bilanz der Asyl-Zugangszahlen für 2019.

Rückläufiger Trend: Anzahl der Asylanträge 2019

Innenminister Michael Stübgen: „Der rückläufige Trend der Asyl-Zugangszahlen setzte sich auch im vergangenen Jahr fort. Das Migrationsgeschehen hat sich stabilisiert. Daraus eine Entspannung der weltpolitischen Lage abzuleiten, wäre aber unverantwortlich. Vor allem im Nahen Osten und Teilen Afrikas ist die Situation weiter besonders unübersichtlich und instabil. Für die Aufnahme von Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, sind und bleiben wir gut aufgestellt.“

Aktuell 1.600 Menschen in Erstaufnahmeeinrichtung

Insgesamt wurden 3.954 Asylsuchende in der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH) aufgenommen, von denen zuständigkeitshalber 392 Personen in andere Bundesländer verteilt wurden. Die Erstverteilung Asylsuchender wird in Deutschland mit dem „Königsteiner Schlüssel“ geregelt. Danach hat Brandenburg 2019 etwa 3,02 Prozent aller Asylsuchenden aufgenommen.

Die Erstaufnahmeeinrichtung verfügte im Jahr 2019 neben dem Hauptsitz in Eisenhüttenstadt sowie den Außenstellen in Frankfurt (Oder), Doberlug-Kirchhain, Wünsdorf und am Flughafen Schönefeld über eine Kapazität von rund 2.700 belegbaren Plätzen. An allen Standorten zusammen sind aktuell rund 1.600 Menschen untergebracht.

Quelle: MIK

Neues Demokratie-Mobil für Brandenburg

Die Mitarbeiter der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ / „Bündnis für Brandenburg“ sind auch in diesem Jahr mit dem „Demokratie-Mobil“ unterwegs. Ministerpräsident Dietmar Woidke übernahm das neue Fahrzeug vom Direktor der Mercedes-Benz-Niederlassung Berlin, Hans-Bahne Hansen. Seit 2009 stellt das Unternehmen jährlich einen neuen Vito bereit, der mit den auffälligen Schriftzügen „Tolerantes Brandenburg“ und „Bündnis für Brandenburg“ für mehr Demokratie im Land wirbt und mit Präsentationstechnik und Informationsmaterialien ausgestattet ist.

Woidke dankbar für Unterstützung

Woidke dankte Hansen für die jahrelange Unterstützung im Kampf gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. „Mit Prävention und konsequenter Strafverfolgung treten wir in Brandenburg für eine starke Demokratie und gegen Rechtsextremismus ein. Mit unserem Handlungskonzept ‚Tolerantes Brandenburg‘ und unserem ‚Bündnis für Brandenburg‘ setzen wir wichtige Impulse und stärken die Zivilgesellschaft. Ich bin dankbar, dass die Daimler AG ebenfalls einen Beitrag leistet und die Arbeit der Koordinierungsstelle jedes Jahr mit einem neuen Vito unterstützt. Das Demokratie-Mobil ist weithin sichtbar. Wo es aufkreuzt, sehen die Menschen: Unsere Streiterinnen und Streiter für Demokratie, Vielfalt und Toleranz sind vor Ort, suchen das Gespräch mit uns und beraten Initiativen, Vereine, Bündnisse und Kommunen.“

Hansen ergänzte: „Mit der Partnerschaft zwischen der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin und der Koordinierungsstelle ‚Tolerantes Brandenburg / Bündnis für Brandenburg‘ zeigen wir ganz bewusst Präsenz und Engagement für unsere Region. Gemeinsam fördern wir Demokratie, Toleranz und Integration und stärken so die Zivilgesellschaft in Brandenburg und Berlin. Mein Dank gilt Ministerpräsident Woidke und den haupt- und ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern, die sich so aktiv für unsere offene und freiheitliche Gesellschaft einsetzen. Vielen Dank!“

Demokratiemobil unterwegs auf Stadt- und Schulfesten

Das Team der Koordinierungsstelle zeigt mit dem Demokratie-Mobil auf Stadtfesten, Sportveranstaltungen, Projekttagen, Konferenzen und Gedenkveranstaltungen Flagge. Mit dem Auto werden zudem Aktionen gegen rechtsextremistische und asylfeindliche Aufmärsche unterstützt. Insgesamt etwa 130.000 Kilometer wurden mit den Demokratie-Mobilen zurückgelegt. Im vergangenen Jahr war es unter anderem auf B-Team-Tour anlässlich der Landtagswahl, beim internationalen Straßenfußball-Turnier der Brandenburgischen Sportjugend auf dem Gelände von Tropical Islands, bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Bombardierung von Cottbus am 15. Februar sowie auf Stadtfesten wie in Ludwigsfelde und Storkow oder Schulfesten in Hennigsdorf und auf Berufsbildungsveranstaltungen wie „Komm auf Tour“ in verschiedenen Landkreisen im Einsatz.

 

Weitere Informationen
Internetauftritt “Tolerantes Brandenburg”

Ausstellung "Take Me by the Hand"

Ausstellungseröffnung “Take Me by the Hand”

Die Ausstellung “Take Me by the Hand” der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und dem Projektpartner “Mishwar” zeigt den Alltag geflüchteter Kinder im Lager Tel Abbas im libanesischen Akkar. Das Projektteam hat mehrere Monate mit Kindern gearbeitet und ihnen die Möglichkeit gegeben, auf verschiedenen Ebenen ihre Geschichten zu erzählen. Entstanden sind faszinierende Zeugnisse voller Kreativität, Hoffnung und Lebensfreude.

Interaktive Ausstellung, englischsprachige Diskussion

Die interaktive und in großen Teilen digital unterstützte Ausstellung zeigt erstmals in Deutschland die im Rahmen die Projekts entstandenen Fotos, Videos, Kurzfilme, Bilder und Basteleien und gibt einen einmaligen Blick in die Gefühlswelt der Kinder.

In einer englischsprachigen Diskussion können Besucherinnen und Besucher mit den Machern der Ausstellung über die Menschen und ihr Leben in den Flüchtlingslagern rund um Syrien sprechen. Wie steht es um die Sicherheit von Frauen und Kindern? Gibt es Bildungsangebote für Kinder? Auf welchen Wegen können westliche Institutionen die Menschen vor Ort unterstützen?

Mit dem Smartphone zu “Take Me by the Hand”

Interessierte werden gebeten, Ihr Smartphone oder Tablet mitzubringen, wenn möglich mit Kopfhörern, um alle digitalen Angebote in der Ausstellung nutzen zu können.

Die Eröffnung findet am 16. Januar ab 19 Uhr in der Friedrich-Naumann-Stiftung in Potsdam statt. Es handelt sich um eine Veranstaltung in englischer Sprache.

 

Weitere Informationen
Informationen zur Veranstaltung auf der Webseite der Friedrich-Naumann-Stiftung

Brückenmaßnahme in Ingenieurs- und Naturwissenschaften (Foto: maho – stock.adobe.com)

Brückenmaßnahme in Ingenieurs- und Naturwissenschaften

An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg startet im April wieder das IQ Projekt „Brückenmaßnahme für die Akademikerinnen und Akademiker in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften“. Ziel der Maßnahme ist es, den Teilnehmenden einschlägiges Fachwissen, überfachliche Qualifikationen und Kontakte zu vermitteln, die einen (Wieder-)einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen.

Brückenmaßnahme in Ingenieurs- und Naturwissenschaften will Arbeitsmarktintegration verbessern

Teilnahmevoraussetzungen sind ein ausländischer akademischer Hochschulabschluss (mindestens Bachelor) in den Fachbereichen Ingenieurs- oder Naturwissenschaften, ein Wohnsitz in Deutschland im Land Brandenburg und Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2.

Die Bückenmaßnahme besteht aus vier Säulen: Erstens, aus einer fachspezifischen Qualifizierung in Form von kursbasierten Fachmodulen in geschlossenen Gruppen, zweitens, aus einer fachübergreifenden Qualifizierung mittels Coaching und Soft-Skill-Seminaren, drittens, aus einem integriertem Fach-  und Sprachlernen und, viertens, aus einem Fachpraktikum als abschließendem Modul.

Vier Monate ab April 2020

Die universitäre Qualifizierung findet in Vollzeit statt, Präsenzzeiten sind Montag bis Freitag. Die Dauer der Maßnahme beträgt ca. vier Monate, Start ist am 6. April 2020. Maximal stehen 20 Plätze zur Verfügung.

Als Ansprechpartnerin Projektleiterin Frau Dr. Vivian Schwedt (E-Mail: vivian.schwedt@b-tu.de, Telefon 0355 69 4998) zur Verfügung, die auch Auskunft zu den der Bewerbung beizufügenden Unterlagen gibt.

 

Weitere Informationen
Anmeldefragebogen und weitere Details