Zu Weihnachten mit Geflüchteten basteln oder singen (Foto: Rainer Fuhrmann – stock.adobe.com)

Weihnachtsideen gesucht: Unterstützung für Willkommensinitiativen

Adventskalender, Weihnachtsgrüße, Beutel mit Gebäck – auch in diesem Jahr bietet Brandenburgs Landesintegrationsbeauftragte Unterstützung für Ehrenamtliche und Geflüchtete in der Adventszeit an. Für gemeinsame Erlebnisse und Aktionen für und mit Geflüchteten können bis zu 500 Euro beantragt werden. „In diesem Jahr ist alles anders. Umso mehr freue ich mich, dass wir, in angepasster Form, zum nunmehr sechsten Mal unsere Weihnachtsaktion anbieten können“, so Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier.

Einfallsreichtum gefragt: Pandemie als besondere Herausforderung

„Diesmal ist noch mehr Einfallsreichtum gefragt, um die Weihnachtszeit trotz der Pandemie mit Abstand und unter Hygienebedingungen für alle schön zu gestalten und gemeinsam mit den Menschen, die zu uns nach Brandenburg gekommen sind, die Advents- und Weihnachtszeit zu feiern. Um die Pandemie-Situation gut und gemeinsam zu überstehen, ist es besonders wichtig, im Alltag das Schöne zu sehen, sich und anderen schöne Momente zu bereiten und aktiv zu sein. Ich würde mich sehr freuen, wenn unsere Aktion hier einen positiven Beitrag leisten könnte“, so Lemmermeier.

Weihnachtsaktion findet schon zum sechsten Mal statt

Finanzielle Unterstützung ist zum Beispiel möglich für Bastelmaterial, den Einsatz von Sprachmittlerinnen und –mittlern, technische Unterstützung für digitale Formate, CDs und Bücher, Fahrtkosten oder Miete für externe Räume. Dr. Doris Lemmermeier: „Bastelanleitungen per Videoschalte, Erledigungen für die Nachbarschaft übernehmen, Backsets für Weihnachtsplätzchen – ich bin gespannt auf Ihre Ideen. Die drei besten werden von uns prämiert“.

Anträge lassen sich ab sofort über das Landesamt für Soziales und Versorgung einreichen oder per E-Mail an: integrationsbeauftragte@msgiv.brandenburg.de.

 

Weitere Informationen
Webseite der Landesintegrationsbeauftragten

Telefon und Internet als Verbraucherthemen in der Migrationsarbeit

Ist die Handyrechnung zu hoch, das Internet zu Hause funktioniert nicht oder der Telefon-Vertrag verlängert sich ungewollt? In diesem kostenlosen Online-Vortrag für Haupt- und Ehrenamtliche in der Migrationsarbeit informiert die Verbraucherzentrale Brandenburg über häufige Probleme rund um Handy-, Telefon- und Internetverträge und gibt Tipps zur Selbsthilfe.

Onlinevortrag zu Telefon und Internet als Verbraucherthemen in der Migrationsarbeit

Menschen mit Einwanderungsgeschichte wissen sich nicht immer zu helfen bei überteuerten Verträgen, Drittanbieter-Abos auf der Handyrechnung oder wenn der Vertrag nicht wie gewünscht beendet werden kann. Haupt- und Ehrenamtliche in der Migrationsarbeit sind dabei oft die ersten Ansprechpartner bei Fragen und Problemen mit Verträgen. Um zu unterstützen, berichtet die Verbraucherzentrale über Fälle und Erfahrungen aus der Beratungspraxis und häufige Kostenfallen und gibt praktische Tipps.

Typische Fragen rund um Telefon und Internet

Im Online-Vortrag sollen unter anderem folgende Fragen beantwortet werden:
Was tun bei einer überteuerten Handyrechnung?
Laufzeitvertrag vs. Prepaid-Vertrag: Wie finden Migrantinnen den passenden Handy-Vertrag?
Welche Rechte gibt es bei Störungen von Telefon & Internet?
Wie lässt sich ein Laufzeitvertrag für Handy oder Internet beenden?

Die Verbraucherzentrale stellt Beratungs- und Informationsangebote für in der Migrationsarbeit Aktive sowie für Geflüchtete und Migrant*innen vor. Auch eigene Fragen sind willkommen.

Zielgruppe

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 9. Dezember, zwischen 11 und 12 Uhr statt und richtet sich an Multiplikatoren, Haupt- und Ehrenamtliche in der Migrationsarbeit. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Im Anschluss an den Online-Vortrag wird ein Handout mit den Empfehlungen des Vortrags sowie weiterführenden Informationen zum Thema zur Verfügung gestellt.

 

Weitere Informationen
Anmeldung zum Onlinevortrag

Umgang mit Krisen und Konflikten in der Migrationssozialarbeit

Wie in allen Bereichen der Sozialen Arbeit kann es auch in den Tätigkeitsfeldern Migration und Integration zu Konflikten, Aggressionen oder körperlichen Auseinandersetzungen kommen. Die Online-Fortbildung des Fachzentrums für Soziale Arbeit in den Bereichen Migration und Integration bietet die Gelegenheit, sich mit derart kritischen Situationen auseinanderzusetzen und Kompetenzen in diesem Bereich zu erweitern.

Deeskalations- und Gewaltpräventionsstrategien kennenlernen

Über eine Online-Lernplattform vermitteln die Psychologin Parichehr Sharifi und der Sozialpädagoge und ehemalige Streetworker Sebastian Thull Fachwissen und Erfahrungswerte zu den Themen Deeskalation und Gewaltprävention. Anhand praktischer Übungen und diverser Fallbeispiele werden deeskalative Handlungsmöglichkeiten sowohl aufgezeigt als auch trainiert. Darüber hinaus bietet die Fortbildung genug Raum, eigene Erfahrungen aus der Arbeitspraxis einzubringen und zu reflektieren.

Umgang mit Krisen und Konflikten in der Migrationssozialarbeit lernen

Zur Anmeldung wenden sich alle Interessierten bis zum 25. November 2020 per E-Mail an veranstaltungen@isa-brb.de. Der Anmeldebogen ist am Ende dieses Textes verlinkt. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung. Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, erfolgt die Platzvergabe nach Reihenfolge der Anmeldungseingänge. Die Teilnahmegebühr beträgt 80 Euro pro Person.

 

Weitere Informationen
Anmeldebogen zum Seminar

Menschen – Kennen- und Verstehenlernen

Projekt “Menschen – Kennen- und Verstehenlernen”

Im Rahmen des Projektes „Toleranz durch gegenseitiges Kennen- und Verstehenlernen mit Hilfe von Musik, Musikproduktion und Videoporträts” des Musikers Andreas Schulte und des Filmemachers Robert Lucas (Tecdocfilm) wurden Künstlerinnen und Künstler mit Migrationshintergrund in ganz Brandenburg begleitet.

Videoreihe und Musik-CD: Menschen – Kennen- und Verstehenlernen

Das Ergebnis sind eine wunderbare Musik-CD mit 18 Liedern und eindrückliche Videoporträts, die die Erlebnisse, Emotionen, Träume und Pläne der Protagonistinnen und Protagonisten zum Ausdruck bringen. Die CD ist auf Anfrage bei der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg/ Bündnis für Brandenburg“ erhältlich.

Alle zwölf Videos der Reihe lassen sich direkt hier in unserem Videoplayer abrufen:

Hintergrund

Das Projekt wurde vom Bündnis für Brandenburg gefördert.

 

Weitere Infos
Alle zwölf Videos des Projekts auf YouTube

Begegnungscafé Babelsberg an der Ostsee (Foto: Begegnungscafé Babelsberg)

Begegnungscafé Babelsberg on tour

Das Begegnungscafé der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg hat vom 11. bis zum 13. September eine Gruppenreise mit Geflüchteten und Helfern an die Ostsee durchgeführt. Wir präsentieren an dieser Stelle Auszüge aus dem Reisebericht.

Die Gruppenreise nach Warnemünde (…) war ein Volltreffer. 31 Personen reisten mit acht Autos (…) zur Jugendherberge, gleich gegenüber dem Strand. Bei herrlichem Wetter, abwechslungsreichem Programm, steigender Stimmung mit Picknick und Schwimmen blieb kein Wunsch offen. Unser Thema lautete: „30 Jahre Deutsche Einheit, 30 Jahre offene Grenzen, auch an der Ostsee“. Diese Grenze ist heute kaum noch vorstellbar. Uns war wichtig zu zeigen, dass politische Verhältnisse geändert wurden, dank der vielen Mutigen bei den friedlichen Demonstrationen.

Im Begegnungscafé kommen Menschen zusammen, die sich sonst nie begegnet wären. Sich kennenlernen auf einer Gruppenreise heißt: Aufeinander zugehen, andere Kulturen, Werte, Denkweisen kennenlernen, Vorurteile abbauen und Verschiedenheit als Bereicherung erleben. So sangen und tanzten wir am letzten Tag vor dem Strandcafé zu kurdischen und arabischen Liedern. Hier sprudelten die Lieder. Erst der Ruf zur Abfahrt nach Potsdam stoppte dieses Überborden der Gefühle und die Erinnerungen an die erste Heimat. Unser Anliegen, Begegnungen zu organisieren zwischen Kulturen, zwischen Nationen, zwischen Religionen, zwischen Menschen, war gelungen.
Diese Ostseereise war möglich durch die Förderung durch das Bündnis für Brandenburg und sein Klasse-Team sowie die Unterstützung durch das ehrenamtliche Engagement unserer Helfer.

Das Begegnungscafé ist ein niedrigschwelliges Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsnetzwerk für ein weit gefächertes Integrationsangebot. Zur Normalität sollten Respekt und Toleranz im Umgang miteinander gehören. Wir wollen mit unserer Arbeit dazu beitragen, dass niemand zurücklassen wird und alle eine Chance bekommen, hier zurechtzukommen. Wir wünschen uns für die Zukunft, dass noch mehr Altpotsdamer auf unsere neuen Nachbarn zugehen und diese Begegnungsangebote und den persönlichen Kontakt als Bereicherung wahrnehmen. Dass das wichtig ist zeigt eine der jüngsten Studien: Nur die Hälfte aller Geflüchteten hat regelmäßig Kontakt zu Deutschen. Da ist noch viel möglich und nötig. Das Begegnungscafé der evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg findet jeden Sonntag statt. Themen und Workshops in Gemeinschaft bei Kaffee und Kuchen! Ebenso: Deutschkurse, Vermittlung von Patenschaften, Beratung bei Behördenschreiben, Beratung und Unterstützung bei Alltagsanliegen, Unterstützung bei der Arbeits- und Wohnungssuche, Kleiderkammer, Annahme und Abgabe von Möbelspenden, Annahme und Abgabe von Fahrrädern, Foodsharing und Lebensmittelrettung, …

Die gemeinsamen Tages- oder Zweitagesausflüge mit über 50 Personen und einer langen Warteliste gehören zu den Höhepunkten der fast fünfjährigen Arbeit im Begegnungscafé. Fast 30 Ausflüge gehören dazu. Ziel der Exkursionen ist es: Gemeinschaft erleben, das politische System verstehen, Kultur kennenlernen, das Gelernte aus dem Deutschunterricht anwenden, die Umgebung erkunden, sehen, wie die Deutschen “ticken”, zusammen picknicken oder einfach eine Shisha rauchen … Der erste große Ausflug ging in den Harz, dann folgten Berlin und Potsdam mit Tierpark, Zoo, Friedrichstadtpalast, IGA, Theatervorstellungen im HOT, Besuch einer Film- und Lichtprojektion über die deutsche Geschichte am Reichstagsgebäude, Kinovorstellungen, Besuch im Deutschen Bundestag bei Dr. M. Schüle MdB a. D., Besuch beim Oberbürgermeister, …

Als Koordinatoren setzen wir uns mit unserem Team weiterhin für eine gelingende Integration Geflüchteter ein, unter dem Motto: Zusammen leben und zusammen wachsen. Kommen Sie doch einfach einmal vorbei und überzeugen Sie sich von unserer Arbeit.

 

Was
Begegnungscafé der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg

Wann
sonntags, 15.30 bis 17.30 Uhr

Wo
Karl-Liebknecht-Straße 28, Potsdam Babelsberg

Das Theaterschiff Potsdam vor dem Hans Otto Theater (Foto: wikipedia.de Biberbaer, Lizenz: CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Stay away – Rettung ausgeschlossen!

Das Theaterschiff Potsdam setzt mit seiner neuen Produktion “Stay away – Rettung ausgeschlossen!” seine „Solidarität von Schiff zu Schiff“ fort.

“Stay away – Rettung ausgeschlossen!” – Worum geht es?

Ein Meer, zwei Ufer. Krieg auf der anderen Seite. Menschen flüchten von dort, sterben unterwegs. Ein Mensch ist angeklagt, weil er Menschen vor dem Sterben gerettet hat.

Das neue Stück des Theaterschiffes ist eine multimediale interaktive Auseinandersetzung mit Kernfragen der Demokratie und des Mensch Seins. Mit Fotos, Videoinstallationen, Tanz- und Spielszene wird der Zuschauer eingeladen, gemeinsam mit den anderen Passagieren auf eine Schiffsreise der anderen Art zu gehen – auf eine theatrale Reise zu Fragen, auf die Antworten gerade schwer fallen, die mit Konfrontationen von menschlicher Not verbunden sind, die verstören, ratlos und hilflos machen.

Eigene Erfahrungen, persönliche Fluchtgeschichten

Das Ensemble hat für eine Station dieser Reise das Thema „Flucht“ auch zu sich selbst geholt und erzählt eigene, ganz persönlichen Fluchtgeschichten. Im Mittelpunkt steht eine Gerichtsverhandlung, in der die Anklage des Seenotretters Sebastian Schmidt verhandelt wird.

„Ob Seenotretter Menschen aus dem Meer fischen müssen, oder unsere Kinder inzwischen zu Hunderten zum IS gehen. Das sind doch Extreme, Auswüchse und Anzeichen des totalen Kollapses der Werte einer bürgerlich- demokratischen Gesellschaft, die so mühsam aufgebaut worden ist“, sagt der Verteidiger des Angeklagten. Die Passagiere sind eingeladen, Antworten zu geben, wie sie entscheiden würden. Lässt sich eine gemeinsame Entscheidung finden?

Die Premiere der Uraufführung von “Stay away – Rettung ausgeschlossen!” findet am 3. Oktober  um 19:30 Uhr im Theaterschiff Potsdam statt. Eine Folgevorstellung ist am 4. Oktober um 17:00 Uhr geplant.

Hintergrund

Das Stück wird gefördert durch das „Bündnis für Brandenburg“.

Obdachlose Flüchtlinge nach dem Brand auf Lesbos (Foto: NurPhoto / Grigoris Siamidis)

Integrationsbeauftragte fordern Evakuierung aller Geflüchteten von Lesbos

Die Integrationsbeauftragten von neun Bundesländern fordern in einer gemeinsamen Erklärung die sofortige Verteilung aller Geflüchteten von Lesbos. Mitunterzeichnet hat den Appell die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier. „Viel zu lang wurde das Recht auf Asyl und die Würde der Menschen mit Füßen getreten. Jetzt muss eine humanitäre Lösung für alle auf Lesbos festsitzenden Geflüchteten gefunden werden“, so die Landesintegrationsbeauftragte.

Umstände machen alle Geflüchteten auf Lesbos schutzbedürftig

Die Ankündigung der Bundesregierung, rund 1.500 Schutzbedürftige von den griechischen Inseln aufzunehmen, stellt in den Augen von Lemmermeier keine ausreichende Lösung dar. Mit ihren Länderkolleginnen und -kollegen aus Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringer ist sich die Brandenburger Integrationsbeauftragte einig, dass es nicht mehr reicht, nur besonders Schutzbedürftige aufzunehmen, „denn zwischenzeitlich sind alle, die dort verharren müssen, gefährdet und schutzbedürftig“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung an das Bundesinnenministerium vom 16. September, und weiter: „Jetzt gilt es, Soforthilfe zu leisten, nämlich das Lager aufzulösen und alle – nicht nur einen Teil – Geflüchteten auf menschenwürdige Unterkünfte in Europa zu verteilen“, fordern die Integrationsbeauftragten der neun Länder.

Kommunen zeigen sich hilfsbereit

Dabei könne und solle die Bundesregierung auf die explizite Aufnahmebereitschaft zahlreicher Kommunen auch in Brandenburg zurückgreifen.

 

Weitere Informationen
Gemeinsame Erklärung der neun Integrationsbeauftragten

Huy: "Ich bin von hier"

Brandenburg im Rampenlicht: Start der zweiten Staffel

Die Landeszentrale für Politische Bildung startet heute die zweite Staffel iherer Webvideo-Reihe „Brandenburg im Rampenlicht“. Darin treffen wir junge Brandenburgerinnen und Brandenburger, deren Geschichten nicht nur zeigen, wie vielfältig das Leben in Brandenburg ist, sondern die vor allem Mut machen: Mut sich nicht unterkriegen zu lassen und für die eigenen Wünsche und Ziele einzutreten.

Huy in Folge 1

In der ersten Folge haben die Filmer Huy getroffen. Huys Eltern sind als Vertragsarbeiterin und Vertragsarbeiter aus Vietnam in die DDR gekommen und auch nach der Wiedervereinigung in Deutschland geblieben. Früher in der Schule war Huy mit rassistischen Klischees und Vorurteilen konfrontiert, fühlte sich ausgegrenzt, allein, und heute – wird er Lehrer.

Mit der Webvideo-Reihe sollen junge Menschen ermutigt werden, ihre Ziele zu verfolgen, sich einzumischen und die Gesellschaft mitzugestalten.

Bildungsseminare für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung

In den kommenden Monaten finden beim Verein HochDrei in Potsdam wieder Bildungsangebote statt – selbstverständlich unter coronagerechten Bedingungen. Zielgruppen sind dabei Menschen aus ganz Brandenburg mit unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen. Der Verein HochDrei möchte nicht nur politische Bildung anbieten, sondern auch das Kennenlernen und den Austausch untereinander fördern.

Anstehende Bildungsseminare

In den kommenden Monaten finden folgende Seminare statt:

4.-6.September
„Rassismus? Nicht mit uns!“
Dieser Rassismus-Empowerment-Workshop richtet sich explizit an junge Frauen und Mädchen zwischen 15 und 35 Jahren, die selbst von Rassismen betroffen sind. Ziel ist die gegenseitige Stärkung, die Bearbeitung rassistsicher Erfahrungen, aber das gemeinsame Überlegen, wie sich jede selbst in gesellschaftliche Veränderungen einbringen kann.

18.-20. September
„Schwimmende Identitäten“
An diesem Wochenende, an dem junge Erwachsene im Alter von 16-35 Jahren teilnehmen können, dreht sich alles um die Fragen: Wer bin ich? Wer sind die anderen? Und wodurch werden unsere Identitäten beeinflusst?

10.-17. Oktober
“Dynamische Teilhabe: Tanz! Die Bewegung in Mir!”
Dieses Seminar richtet sich an junge Frauen und Mädchen zwischen 16 und 25 Jahren. Mit Unterstützung von zwei Tanzpädagoginnen wird die Gruppe herausfinden, was Tanz für sie eigentlich bedeutet, ob es eine Ausdrucksform der eigenen Persönlichkeit und Erfahrungen sein kann und wie Tanz auch als Teil gesellschaftlicher Teilhabe zu verstehen ist.

Weitere Informationen zu den Angeboten

Flyer mit ausführlicheren Beschreibungen und Informationen finden sich zum Download unter “Weitere Informationen”. Die Seminare und Workshops finden alle im Seminarhaus Hochland in Potsdam statt, die Fahrkosten werden für die Teilnehmenden übernommen.

Hinweis

Da möglichst vielen Menschen eine Teilnahme ermöglicht werden soll, sind die Teilnahmebeträge nach Absprache flexibel, sodass es keine Ausschlüsse aufgrund der finanziellen Situation der Teilnehmenden gibt.

 

Weitere Informationen
Flyer zu “Rassismus? Nicht mit uns!”
Flyer zu “Schwimmende Identitäten”
Flyer zu “Dynamische Teilhabe: Tanz! Die Bewegung in Mir!”

Bewerbungsstart für Landesintegrationspreis 2020

Ab sofort können sich Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Initiativen, Unternehmen und Kommunen für den Brandenburger Integrationspreis 2020 bewerben oder dafür vorgeschlagen werden.

Jetzt für den Landesintegrationspreis bewerben

Die Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier ruft alle Personen und Institutionen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in besonderer Weise für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund im Land Brandenburg einsetzen, zum Mitmachen auf: „Im ganzen Land engagieren sich Menschen für die Integration. Ohne dieses vielfältige und kreative Engagement vor Ort könnte Integration nicht gelingen. Das wollen wir würdigen, gute Ideen bekannter machen und so auch zum Nachahmen anregen.“

Die Bewerbungsfrist endet am 9. Oktober 2020. Der Preis ist mit einer Gesamtsumme von 6.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung wird Anfang des Jahres 2021 stattfinden.

Hintergrund zum Landesintegrationspreis

Der Brandenburger Integrationspreis wird seit 2008 vergeben und zeichnet hervorragende Leistungen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund aus. Die Integrationsmaßnahmen sollen sich insbesondere durch kreative Ansätze, Innovation, Nachhaltigkeit, Vernetzung und Wirkung in das Gemeinwesen auszeichnen.

Die Auswahljury setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Landtages, des Landkreistages, des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, des Ministeriums des Innern und für Kommunales, des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten im Land Brandenburg, des Vereins Viet Hong e.V. sowie der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg.

Bewerbungen für den Landesintegrationspreis

Bewerbungen sind zu richten an: Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz, Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, 14467 Potsdam.