Brandenburger Freiheitspreis ausgelobt

Aufruf zum Brandenburger Freiheitspreis

Unter dem Motto “Demokratie leben – gegen den Populismus” hat das Domstift Brandenburg zum dritten Mal den mit 15.000 Euro dotierten Brandenburger Freiheitspreis ausgelobt. Mit dem Preis werden Personen oder Institutionen gewürdigt, die sich in herausragender Weise für Freiheit engagieren.

Aufruf des Domstifts Brandenburg zum Brandenburger Freiheitspreis

Gesucht wird eine Person, eine Institution oder eine Initiative, vorzugsweise aus der Region Berlin-Brandenburg, die zur Stärkung der Demokratie gegen die vom Populismus ausgehenden Gefahren beitragen oder beigetragen haben.

Jeder kann Vorschläge für einen möglichen Preisträger einreichen

Potenzielle Preisträgerinnen und Preisträger, die sich in diesem Sinne in herausragender Weise für den Freiheitsgedanken eingesetzt haben, können der Freiheitspreis-Jury mitgeteilt werden. Die Jury ruft außerdem dazu auf, die Informationen über den Wettbewerb im Familien- und Freundeskreis, in Betrieben und Vereinen zu teilen.

Vorschläge sind einzusenden an folgende Adresse:

Brandenburger Freiheitspreis z. Hd. der Jury
c/o Domstift Brandenburg
Burghof 10
14476 Brandenburg an der Havel

Oder auf elektronischem Wege: per E-Mail an freiheitspreis@dom-brandenburg.de bzw. auf der Webseite des Freiheitspreises per Vorschlagsformular.

Hintergrund

Die Preisverleihung findet am 11. Oktober 2020 im Dom zu Brandenburg statt. Der Brandenburger Freiheitspreis wird von der Deutsche Bank AG und der ZF Friedrichshafen AG gefördert.

 

Weitere Informationen
Webseite mit allen Details und Vorschlagsmöglichkeiten zum Freiheitspreis

Zahl der Asylanträge sinkt viertes Jahr in Folge

Brandenburg hat im vergangenen Jahr 3.562 Asylsuchende neu aufgenommen. Im Vergleich zum Jahr 2018 sind das rund sieben Prozent weniger. Damit ist nach dem Höhepunkt der Flüchtlingslage im Herbst 2015 ein kontinuierlicher Rückgang der Aufnahme von Asylsuchenden in Brandenburg zu verzeichnen. Die Top 10 der Staatsangehörigkeiten wurden angeführt von der Russischen Föderation, Syrien und Afghanistan. Die Zahlen ergeben sich aus der Bilanz der Asyl-Zugangszahlen für 2019.

Rückläufiger Trend: Anzahl der Asylanträge 2019

Innenminister Michael Stübgen: „Der rückläufige Trend der Asyl-Zugangszahlen setzte sich auch im vergangenen Jahr fort. Das Migrationsgeschehen hat sich stabilisiert. Daraus eine Entspannung der weltpolitischen Lage abzuleiten, wäre aber unverantwortlich. Vor allem im Nahen Osten und Teilen Afrikas ist die Situation weiter besonders unübersichtlich und instabil. Für die Aufnahme von Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, sind und bleiben wir gut aufgestellt.“

Aktuell 1.600 Menschen in Erstaufnahmeeinrichtung

Insgesamt wurden 3.954 Asylsuchende in der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH) aufgenommen, von denen zuständigkeitshalber 392 Personen in andere Bundesländer verteilt wurden. Die Erstverteilung Asylsuchender wird in Deutschland mit dem „Königsteiner Schlüssel“ geregelt. Danach hat Brandenburg 2019 etwa 3,02 Prozent aller Asylsuchenden aufgenommen.

Die Erstaufnahmeeinrichtung verfügte im Jahr 2019 neben dem Hauptsitz in Eisenhüttenstadt sowie den Außenstellen in Frankfurt (Oder), Doberlug-Kirchhain, Wünsdorf und am Flughafen Schönefeld über eine Kapazität von rund 2.700 belegbaren Plätzen. An allen Standorten zusammen sind aktuell rund 1.600 Menschen untergebracht.

Quelle: MIK

Das neue Demokratiemobil wird übergeben

Neues Demokratie-Mobil für Brandenburg

Die Mitarbeiter der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ / „Bündnis für Brandenburg“ sind auch in diesem Jahr mit dem „Demokratie-Mobil“ unterwegs. Ministerpräsident Dietmar Woidke übernahm das neue Fahrzeug vom Direktor der Mercedes-Benz-Niederlassung Berlin, Hans-Bahne Hansen. Seit 2009 stellt das Unternehmen jährlich einen neuen Vito bereit, der mit den auffälligen Schriftzügen „Tolerantes Brandenburg“ und „Bündnis für Brandenburg“ für mehr Demokratie im Land wirbt und mit Präsentationstechnik und Informationsmaterialien ausgestattet ist.

Woidke dankbar für Unterstützung

Woidke dankte Hansen für die jahrelange Unterstützung im Kampf gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. „Mit Prävention und konsequenter Strafverfolgung treten wir in Brandenburg für eine starke Demokratie und gegen Rechtsextremismus ein. Mit unserem Handlungskonzept ‚Tolerantes Brandenburg‘ und unserem ‚Bündnis für Brandenburg‘ setzen wir wichtige Impulse und stärken die Zivilgesellschaft. Ich bin dankbar, dass die Daimler AG ebenfalls einen Beitrag leistet und die Arbeit der Koordinierungsstelle jedes Jahr mit einem neuen Vito unterstützt. Das Demokratie-Mobil ist weithin sichtbar. Wo es aufkreuzt, sehen die Menschen: Unsere Streiterinnen und Streiter für Demokratie, Vielfalt und Toleranz sind vor Ort, suchen das Gespräch mit uns und beraten Initiativen, Vereine, Bündnisse und Kommunen.“

Hansen ergänzte: „Mit der Partnerschaft zwischen der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin und der Koordinierungsstelle ‚Tolerantes Brandenburg / Bündnis für Brandenburg‘ zeigen wir ganz bewusst Präsenz und Engagement für unsere Region. Gemeinsam fördern wir Demokratie, Toleranz und Integration und stärken so die Zivilgesellschaft in Brandenburg und Berlin. Mein Dank gilt Ministerpräsident Woidke und den haupt- und ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern, die sich so aktiv für unsere offene und freiheitliche Gesellschaft einsetzen. Vielen Dank!“

Demokratiemobil unterwegs auf Stadt- und Schulfesten

Das Team der Koordinierungsstelle zeigt mit dem Demokratie-Mobil auf Stadtfesten, Sportveranstaltungen, Projekttagen, Konferenzen und Gedenkveranstaltungen Flagge. Mit dem Auto werden zudem Aktionen gegen rechtsextremistische und asylfeindliche Aufmärsche unterstützt. Insgesamt etwa 130.000 Kilometer wurden mit den Demokratie-Mobilen zurückgelegt. Im vergangenen Jahr war es unter anderem auf B-Team-Tour anlässlich der Landtagswahl, beim internationalen Straßenfußball-Turnier der Brandenburgischen Sportjugend auf dem Gelände von Tropical Islands, bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Bombardierung von Cottbus am 15. Februar sowie auf Stadtfesten wie in Ludwigsfelde und Storkow oder Schulfesten in Hennigsdorf und auf Berufsbildungsveranstaltungen wie „Komm auf Tour“ in verschiedenen Landkreisen im Einsatz.

 

Weitere Informationen
Internetauftritt “Tolerantes Brandenburg”

Ausstellung "Take Me by the Hand"

Ausstellungseröffnung “Take Me by the Hand”

Die Ausstellung “Take Me by the Hand” der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und dem Projektpartner “Mishwar” zeigt den Alltag geflüchteter Kinder im Lager Tel Abbas im libanesischen Akkar. Das Projektteam hat mehrere Monate mit Kindern gearbeitet und ihnen die Möglichkeit gegeben, auf verschiedenen Ebenen ihre Geschichten zu erzählen. Entstanden sind faszinierende Zeugnisse voller Kreativität, Hoffnung und Lebensfreude.

Interaktive Ausstellung, englischsprachige Diskussion

Die interaktive und in großen Teilen digital unterstützte Ausstellung zeigt erstmals in Deutschland die im Rahmen die Projekts entstandenen Fotos, Videos, Kurzfilme, Bilder und Basteleien und gibt einen einmaligen Blick in die Gefühlswelt der Kinder.

In einer englischsprachigen Diskussion können Besucherinnen und Besucher mit den Machern der Ausstellung über die Menschen und ihr Leben in den Flüchtlingslagern rund um Syrien sprechen. Wie steht es um die Sicherheit von Frauen und Kindern? Gibt es Bildungsangebote für Kinder? Auf welchen Wegen können westliche Institutionen die Menschen vor Ort unterstützen?

Mit dem Smartphone zu “Take Me by the Hand”

Interessierte werden gebeten, Ihr Smartphone oder Tablet mitzubringen, wenn möglich mit Kopfhörern, um alle digitalen Angebote in der Ausstellung nutzen zu können.

Die Eröffnung findet am 16. Januar ab 19 Uhr in der Friedrich-Naumann-Stiftung in Potsdam statt. Es handelt sich um eine Veranstaltung in englischer Sprache.

 

Weitere Informationen
Informationen zur Veranstaltung auf der Webseite der Friedrich-Naumann-Stiftung

Brückenmaßnahme in Ingenieurs- und Naturwissenschaften (Foto: maho – stock.adobe.com)

Brückenmaßnahme in Ingenieurs- und Naturwissenschaften

An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg startet im April wieder das IQ Projekt „Brückenmaßnahme für die Akademikerinnen und Akademiker in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften“. Ziel der Maßnahme ist es, den Teilnehmenden einschlägiges Fachwissen, überfachliche Qualifikationen und Kontakte zu vermitteln, die einen (Wieder-)einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen.

Brückenmaßnahme in Ingenieurs- und Naturwissenschaften will Arbeitsmarktintegration verbessern

Teilnahmevoraussetzungen sind ein ausländischer akademischer Hochschulabschluss (mindestens Bachelor) in den Fachbereichen Ingenieurs- oder Naturwissenschaften, ein Wohnsitz in Deutschland im Land Brandenburg und Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2.

Die Bückenmaßnahme besteht aus vier Säulen: Erstens, aus einer fachspezifischen Qualifizierung in Form von kursbasierten Fachmodulen in geschlossenen Gruppen, zweitens, aus einer fachübergreifenden Qualifizierung mittels Coaching und Soft-Skill-Seminaren, drittens, aus einem integriertem Fach-  und Sprachlernen und, viertens, aus einem Fachpraktikum als abschließendem Modul.

Vier Monate ab April 2020

Die universitäre Qualifizierung findet in Vollzeit statt, Präsenzzeiten sind Montag bis Freitag. Die Dauer der Maßnahme beträgt ca. vier Monate, Start ist am 6. April 2020. Maximal stehen 20 Plätze zur Verfügung.

Als Ansprechpartnerin steht Frau Dipl.-Ing. Annett Hermann (E-Mail: annett.herrmann@b-tu.de, Telefon 0355 69 2612) zur Verfügung, die auch Auskunft zu den der Bewerbung beizufügenden Unterlagen gibt.

 

Weitere Informationen
Anmeldefragebogen und weitere Details

 

Verbraucherzentrale sammelt häufige Fragen für Infothek

In ihrer Infothek beantwortet die Verbraucherzentrale Brandenburg in einfacher Sprache typische Fragen aus dem Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wer hilft mir, wenn sich mein neuer Laptop nicht anschalten lässt? Was kann ich tun, wenn das Internet zu Hause nicht funktioniert? In einer Mitmach-Aktion sammelt die Verbraucherzentrale nun Fragen von Migrantinnen und Migranten. Die Fragen können unkompliziert online eingereicht werden.

Infothek erklärt Verbraucherrechte

Jeden Monat wird die Infothek um neue Inhalte sowie praktische Tipps und anschauliche Beispiele ergänzt. Schon jetzt gibt es Antworten auf Fragen zum erfolgreichen Widerruf, zur Reklamation sowie Informationen zu digitalen Themen wie Handyvertrag, Internet und Rundfunkbeitrag. Die Idee zu neuen Inhalten kommt meist aus Beratungsgesprächen oder Vorträgen.

Migrantinnen und Migranten können Fragen jetzt online einreichen

In ihrer Aktion möchte die Verbraucherzentrale herausfinden, welche Fragen noch wichtig sind. Wer eine Frage hat, die noch nicht in der Infothek beantwortet wurde, kann sie mit dem Online-Formular unter www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/infothek oder per Mail an willkommen@vzb.de einreichen.

Verbände und Organisationen aus der Geflüchteten- und Migrationsarbeit können sich an der Aktion beteiligen. Aktionsmaterialien wie Plakate und Postkarten sendet die Verbraucherzentrale auf Anfrage zu.

Mehrsprachige Angebote der Verbraucherzentrale

Die Infothek richtet sich insbesondere an Menschen aus Einwandererfamilien und soll bei der Durchsetzung ihrer Rechte helfen. Mit dem Infoportal auf Deutsch und Polnisch baut die Verbraucherzentrale ihre Angebote für Migrantinnen und Migranten aus. Durch mehrsprachige Beratung in den Beratungsstellen unterstützt sie bei individuellen Fragen und Problemen. Das Sprachangebot umfasst bereits 20 Sprachen – von Arabisch, Russisch bis Tigrinya oder Somali.

Auch in Brandenburg weiten Vorträgen und Schulungen informiert die Verbraucherzentrale Migrantinnen und Migranten und Multiplikatoren zu wichtigen Verbraucherrechten. Das Themenangebot reicht von Kostenfallen bei Verträgen, über Energiespar-Tipps bis hin zu Lebensmitteleinkauf und -kennzeichnung. Weitere Informationen zum Vortragsangebot sind auf der Projektseite „Verbraucherschutz für Migrant*innen“ hinterlegt.

Hintergrund

Die „Infothek“ entsteht im Rahmen des Projekts „Verbraucherschutz für Migrant*innen“, gefördert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

 

Weitere Informationen
Infothek mit Frageneinreichemöglichkeit
Projektseite „Verbaucherschutz für Migrant*innen“

Stellenausschreibungen bei ESTAruppin

ESTAruppin, als Verein seit 2003 auf Initiative des Kirchenkreises Wittstock Ruppin gegründet, führt an mehreren Orten im Landkreis Ostprignitz Ruppin Projekte und Maßnahmen durch mit dem Ziel, die soziale Integration durch Beratung, Begleitung und bedarfsorientierte Angebote zu fördern.

Zwei ausgeschriebene Stellen bei ESTAruppin

Zum 1. Januar 2020 sind zwei Stellen ausgeschrieben, die sich an die Zielgruppe der Geflüchteten und/oder Asylsuchenden richten. Arbeitsort ist jeweils Neuruppin, direkt am Bahnhof Rheinsberger Tor.

ESTAruppin sucht

  • Mitarbeiterin für das unterkunftsnahe Beschwerdemanagement in Flüchtlingsunterkünften (50% VZ) im Landkreis OPR
  • Mitarbeiter/Mitarbeiterin für die Fachmigrationsberatung nach dem Landesaufnahmegesetz Brandenburg (100%) im Landkreis OPR

Im Rahmen des Beschwerdemanagements wird zur Erweiterung des Teams eine Mitarbeiterin als Ansprechpartnerin für Frauen und Mädchen in den Unterkünften für Geflüchtete gesucht. Aufgabe ist die kultur- und gendersensible Beratung. Die Stelle setzt keine bestimmte Ausbildung voraus, es werden jedoch Bewerberinnen bevorzugt mit Erfahrungen in der interkulturellen und/oder genderorientierten Arbeit mit Frauen aus verschiedenen Kulturen sowie Bewerberinnen mit Fremdsprachenkenntnissen. Die Aufgaben erfordern zudem fallorientiert Kenntnisse im Asyl- und Ausländerrecht und der einschlägigen Sozialgesetzgebung.

Für die Fachmigrationsberatung (FMSA) wird Verstärkung durch eine Sozialarbeiterin oder einen Sozialarbeiter mit Erfahrung in der Beratung und Begleitung von Menschen aus verschiedenen Kulturen und Fremdsprachenkenntnissen gesucht. Die Tätigkeit basiert auf dem Landesaufnahmegesetz in Verbindung mit LAufnGDV (GVBI.II/19, Nr. 54) und setzt Kenntnisse des Asyl- und Ausländerrechts sowie der Sozialgesetzgebung voraus. Die Aufgaben umfassen Beratung im Asylverfahren, bei persönlichen Problemlagen, die Bearbeitung von Clearing- und Härtefallverfahren sowie bedarfsorientierte sozialpädagogische Begleitung der Ratsuchenden, die Einbindung in die regionale Netzwerkarbeit und die Zusammenarbeit mit den Behörden.

Das Angebot von ESTAruppin

ESTAruppin bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

  • eine Vergütung in Anlehnung an TVÖD 9 (ausbildungs-und erfahrungsabhängig)
  • ein interdisziplinäres Team in einer innovativen Organisation
  • Gestaltungsspielraum bei den eigenen Schwerpunkten
  • Supervision und Weiterbildungen

Nähere Informationen zu den offenen Stellen erhalten Sie von Christiane Schulz (cschulz@estaruppin.de oder Tel.: 0160 6701818). ESTAruppin freut sich auf Ihre Bewerbung. Bitte senden Sie diese mit den üblichen Unterlagen bis zum 15. Dezember 2019 per E-Mail an Christiane Schulz oder per Post an ESTAruppin e.V., Rudolf-Breitscheid-Str. 38, 16816 Neuruppin.

 

Weitere Informationen
Mehr über die Arbeit des Vereins

Zu Weihnachten mit Geflüchteten basteln oder singen (Foto: Rainer Fuhrmann – stock.adobe.com)

Integrationsbeauftragte fördert “Weihnachten mit geflüchteten Menschen”

Auch in diesem Jahr unterstützt Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier Weihnachtsaktionen für und mit geflüchteten Menschen in Brandenburg. Ehrenamtliche Willkommensinitiativen, Vereine, Religionsgemeinschaften oder Träger können ab sofort Anträge auf eine Förderung einreichen. Weihnachtliche Erlebnisse mit Geflüchteten können jeweils mit bis zu 500 Euro gefördert werden.

Austausch und Miteinander voranbringen

Landesintegrationsbeauftragte Lemmermeier: „Ich freue mich sehr, dass wir schon zum fünften Mail in Folge Weihnachtsaktionen von Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler finanziell unterstützen können. Mit unserer Förderung wollen wir dazu beitragen, den Austausch und das Miteinander weiter voranzubringen. Die Weihnachtszeit ist eine ganz besondere Zeit und bietet auch für das ehrenamtliche Engagement ganz besondere Möglichkeiten. Es ist eine gute Zeit, um über Religionen und Bräuche zu sprechen, gemeinsam zu singen und zu musizieren und sich noch besser kennenzulernen. Damit kann ein wichtiger Beitrag zur Integration von geflüchteten Menschen geleistet werden. In den letzten Jahren wurden viele tolle Projekte durchgeführt. Das Förderprogramm wird sehr gut angenommen. Ich bin gespannt, welche Ideen in diesem Jahr umgesetzt werden können.“

Was bei “Weihnachten mit geflüchteten Menschen” förderfähig ist

Voraussetzung für die Förderung ist, dass ein Großteil der Beteiligten sich ehrenamtlich engagiert. Gefördert werden können zum Beispiel Mietkosten für Räume, Bastel-Material, Fahrtkosten, Notenhefte oder Liederbücher sowie der Einsatz von Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern.

 

Weitere Informationen
Alles zur Förderung und das Hinweisblatt zur Antragstellung

Aktion zusammen wachsen (Logo)

Landestagung der “Aktion zusammen wachsen”

Am 20. November 2019 findet in Potsdam die Landestagung Brandenburg zum Thema „Patenschaften und Mentoring in den Bundesländern“ statt.

Patenschaftsprojekte stärken

Um die Arbeit von Patenschafts- und Mentoringprojekten zukünftig auf allen Ebenen noch wirkungsvoller zu unterstützen, plant die „Aktion zusammen wachsen“ die Netzwerkarbeit im Bereich von Patenschaften und Mentoring in – und gemeinsam mit – den Bundesländern nachhaltig zu stärken.

Ziel der Landestagungen ist es zum einen, den Auf- und Ausbau von regional übergreifenden Netzwerken anzustoßen, damit sich Patenschafts- und Mentoringprojekte stärker vernetzen und in ihrer Arbeit von Synergieeffekten profitieren können. Zum anderen sollen Angebote zur Fortbildung und zur Qualifikation unterbreitet werden. Zielgruppen sind neben Koordinatorinnen und Koordinatoren von Patenschafts- und Mentoringprojekten, Netzwerke, Fachleute, die als Bindeglied zwischen Ehrenamtlern, Projekten und zivilgesellschaftlichen Akteuren fungieren und Multiplikatoren.

In Brandenburg findet die Landestagung am Mittwoch, 20. November 2019 in der Zeit von 9:30 bis 16:30 Uhr im BlauArt Tagungshaus in Potsdam statt.

Hintergrund zur “Aktion zusammen wachsen”

Veranstalter sind die „Aktion zusammen wachsen“ gemeinsam mit der Staatskanzlei des Landes Brandenburg und der dort angesiedelten Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“/Bündnis für Brandenburg.

 

Weitere Informationen
Einladung mit Detailprogramm (PDF) und Infoblatt (PDF)
Anmeldebogen (PDF)

Landesaufnahmeprogramm für Yezidinnen und Yeziden wird umgesetzt

Das Landesaufnahmeprogramm für besonders schutzwürdige Yezidinnen und Yeziden wird umgesetzt. „Brandenburg hält Wort. Insgesamt 72 Menschen, die Opfer kriegerischer oder sexueller Gewalt geworden sind, werden in Brandenburg aufgenommen und soweit nötig psychologisch und medizinisch betreut”, sagte Staatskanzleichef Martin Gorholt heute in der Potsdamer Staatskanzlei.  Davon leben 32 Frauen, Kinder und Männer mittlerweile in Brandenburg. Dafür hat der Landkreis Oder-Spree eine Gemeinschaftsunterkunft zur Verfügung gestellt, die unter Trägerschaft der Caritas steht.

Vertreibung durch Terrormiliz

Weitere 26 Menschen im Irak haben bereits ihre Visa für die Einreise erhalten und werden kurzfristig in Brandenburg erwartet. Gorholt informierte darüber, dass für weitere 14 Yezidinnen und Yeziden das Visaverfahren noch läuft. Er rechne damit, dass offene Fragen in den nächsten Wochen geklärt werden können. Zur gesamten Gruppe gehören 28 Frauen, 34 Kinder und Jugendliche sowie zehn männliche Angehörige besonders betroffener Frauen. Das Land Brandenburg stellt in diesem Jahr für das Aufnahmeprogramm 500.000 Euro zur Verfügung.

Gorholt: „Mit unserem Landesaufnahmeprogramm wollen wir Menschen unterstützen, denen vor Ort nicht angemessen geholfen werden kann. Ich bin aber auch überzeugt, dass eine Zukunft für die Yezidinnen und Yeziden insgesamt nur in ihren ursprünglichen Gebieten vor allem im Bereich von Sinjar im Nordirak liegen kann.” Von dort seien sie durch die Terrormiliz Islamischer Staat vertrieben worden. Die Rückkehr laufe aber sehr langsam oder gar nicht, weil die Menschen den dortigen Verhältnissen insbesondere in Bezug auf ihre Sicherheit nicht trauten.

Gorholt: „Es ist besonders wichtig, für die Menschen Perspektiven vor Ort zu schaffen. Brandenburg finanziert deshalb ein Gemeinschaftszentrum, dass sich an zwei Standorten jeweils in der Nähe von Sinjar City insbesondere an Frauen, Kinder und Jugendliche richtet.”

Hilfe für Yezidinnen und Yeziden nach Landtagsbeschlüssen

Mission East e.V. organisiert die Arbeit vor Ort. Seit dem Start des Projekts im Mai 2018 konnten zum Beispiel mehrere hundert Frauen und Jugendliche psychosozial betreut werden, fast 300 Jugendliche an Mathematik- und Alphabetisierungskursen sowie etwa 150 Jugendliche und rund 140 Frauen an berufsbildendem Training teilnehmen. Im vergangenen und in diesem Jahr stellte Brandenburg für das Gemeinschaftszentrum insgesamt 495.000 Euro zur Verfügung. Das Projekt läuft laut Gorholt noch bis Ende Dezember. Mission East e.V. wird voraussichtlich einen Folgeantrag zur Weiterführung des Projekts stellen.

Nach den Worten von Gorholt hatte die Landesregierung zeitnah mit der Umsetzung von Landtagsbeschlüssen begonnen, die humanitäre Hilfe für besonders schutzbedürftige Yezidinnen und Yeziden einforderten. In der Folge waren umfangreiche und zeitlich aufwendige Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse notwendig, an denen unter anderem das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt beteiligt waren und sind.

Dank für konstruktive Zusammenarbeit

Gorholt dankte ausdrücklich den beiden Bundesministerien, dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und der Caritas für die konstruktive Zusammenarbeit beim Landesaufnahmeprogramm. Er hob die Verantwortlichen im Landkreis Oder-Spree hervor, die sofort bereit waren zu helfen, als es um eine geeignete Unterbringungsmöglichkeit für die Yezidinnen und Yeziden ging.

Für diesen Kreis nahm Katja Kaiser, die Leiterin des Amtes für Ausländerangelegenheiten und Integration, an der Pressekonferenz teil und unterrichtete über die Situation vor Ort. Die Journalistin Düzen Tekkal, Vorsitzende der Hilfsorganisation HAWAR.help, setzt sich seit langem für das yezidische Volk ein. Sie ist Mitglied der Fachkommission „Fluchtursachen” der Bundesregierung. Der Verein bietet in der Unterkunft Workshops zum Beispiel zur Orientierung im Alltag an. Sie berichtete über die Arbeit des Vereins.