Refugee Teachers Program wird fortgesetzt (Foto: zinkevych – stock.adobe.com)

“Refugee Teachers Program” wird fortgesetzt

Das “Refugee Teachers Program” an der Universität Potsdam wird fortgesetzt. Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle, Bildungsministerin Britta Ernst und Prof. Dr. Miriam Vock von der Universität Potsdam präsentieren die Details im Rahmen einer Online-Pressekonferenz.

Qualifizierungsprogramm “Refugee Teachers Program” wird erweitert

Das Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte wurde von der Universität Potsdam entwickelt und wird im Sommersemester 2021 in neuer und erweiterter Form fortgesetzt. An der Online-Pressekonferenz nehmen auch zwei Refugee Teachers teil, die das Programm gerade begonnen haben.

Bundesweit einzigartig

Mit dem ‘Refugee Teachers Program‘ hat die Universität Potsdam im Jahr 2016 ein bundesweit einzigartiges Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrer*innen gestartet, das diese befähigen soll, an Schulen zu unterrichten. Das Programm ermöglicht den Teilnehmer*innen den Erwerb der deutschen Sprache, Einblicke in das deutsche Bildungsverständnis und Schulsystem, Hospitationen an Schulen sowie den Austausch mit deutschen Studierenden und Lehrkräften. Das Programm wird vom Wissenschaftsministerium gefördert.

 

Wann
Montag, 26. April, 10.00 Uhr

Wo
online (Cisco Webex)
Die Pressekonferenz findet Corona-bedingt digital statt. Medienvertreter*innen, die an der Pressekonferenz teilnehmen wollen, melden sich bitte per Mail unter presse@mwfk.brandenburg.de an und bekommen anschließend die Zugangsdaten.

Internationaler Tag gegen Rassismus

Internationale Wochen gegen Rassismus starten

Vom 15. bis zum 28. März 2021 finden die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt. Sie stehen dieses Jahr unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos.“.

Star-Pianist als Botschafter

Geplant und koordiniert werden die Aktionswochen in Deutschland durch die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus, die auch in diesem Jahr vom Bündnis für Brandenburg unterstützt wird. Ziel ist es, ein Bewusstsein für Rassismus zu schaffen und dazu beizutragen, rassistische Einstellungsmuster in der Gesellschaft abzubauen.

Botschafter der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist in diesem Jahr der Pianist Igor Levit. Die Auftaktveranstaltung wird am 15. März 2021 um 17 Uhr in digitaler Form stattfinden.

Internationale Wochen gegen Rassismus in Brandenburg

Die Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg/ Bündnis für Brandenburg“ nutzt die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, um auch in Brandenburg auf das Phänomen Rassismus aufmerksam zu machen.

Die Themenreihe wird coronabedingt auf dem Facebook-Kanal des Toleranten Brandenburgs stattfinden. Während der zweiwöchigen Aktionswochen wird täglich ein Video rund um das Phänomen Rassismus gepostet, zusammen mit Lektüretipps zur vertieften Beschäftigung mit dem Thema.

 

Weitere Informationen
Auftaktveranstaltung der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Facebook-Aktion des “Toleranten Brandenburg” anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Ministerpräsident Woidke (Foto: Staatskanzlei)

Woidke ruft zu Engagement gegen Rassismus auf

Ministerpräsident Dietmar Woidke ruft Brandenburgerinnen und Brandenburger dazu auf, sich entschieden gegen Rassismus jeglicher Art zu stellen. Anlässlich der morgen startenden Internationalen Wochen gegen Rassismus betonte Woidke: „Rassismus geht jeden von uns an. Wir alle müssen uns für unsere Mitmenschen einsetzen, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Die Internationalen Wochen helfen mit, ein Bewusstsein dafür zu schaffen und rassistische Einstellungsmuster in der Gesellschaft abzubauen.”

Alarmierender Jahresbericht der Beratungsstelle Opferperspektive

Woidke betonte: „Die Anschläge von Halle und Hanau haben uns auf grausame Weise vor Augen geführt, wie verankert Rassismus zum Teil in unserer Gesellschaft ist. Diesen Hass müssen wir gemeinsam bekämpfen. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind ein Baustein, um auch in Brandenburg auf das Problem aufmerksam zu machen und Menschen dafür zu sensibilisieren. Die Koordinierungsstelle ‚Tolerantes Brandenburg´ arbeitet derzeit an einem ‚Handlungskonzept der Landesregierung gegen Rassismus im Land Brandenburg‘.”

Alarmierend für Woidke ist der am Donnerstag vorgestellte Jahresbericht der Beratungsstelle Opferperspektive für das Jahr 2020, wonach die rassistische Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Brandenburg weiterhin hoch ist. Woidke: „Diese Ergebnisse haben mich sehr beunruhigt. Es schafft ein Klima der Angst und vermittelt schon den Jüngsten, dass sie hier nicht willkommenen sind. Diese Strukturen müssen wir durchbrechen. Deswegen, liebe Brandenburgerinnen und Brandenburger, wann immer Sie Zeugen solcher Übergriffe werden, machen Sie sich stark für die Schwächeren, werden Sie laut, zeigen Sie Gesicht, rufen Sie Hilfe. Aber lassen Sie solche Dinge nicht einfach passieren.”

Hintergrund

Das ‚Tolerante Brandenburg‘ wird im Rahmen der Aktionswochen auf seinem Facebook-Kanal zwei Wochen lang täglich jeweils ein Video rund um das Thema Rassismus sowie Lektüretipps teilen. Zudem soll auf verschiedene Aktionen, Veranstaltungen und Angebote von zivilgesellschaftlichen Organisationen aufmerksam gemacht werden.

Die von den Vereinten Nationen ausgerufenen Wochen vom 15. bis 28. März stehen unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos”. Deutschlandweit werden im Rahmen der Aktionswochen jährlich über 1.000 Projekte, Aktionen und Veranstaltungen rund um das Thema Rassismus durchgeführt. Botschafter ist in diesem Jahr der Pianist Igor Levit. Die Auftaktveranstaltung findet aufgrund der Corona-Pandemie am 15. März digital statt.

 

Weitere Informationen
Stiftung gegen Rassismus

Fünf Jahre Begegnungscafé Babelsberg

In diesem Februar feierte das Begegnungscafé der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg sein fünfjähriges Bestehen. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat es zu einem festen Treffpunkt zwischen Alt- und Neupotsdamerinnen und -potsdamern entwickelt und erfreut sich großer Beliebtheit.

Begegnungscafé – ehrenamtliches Engagement für die Integrationsarbeit

Jeden Sonntagnachmittag bietet das Begegnungscafé Raum für gegenseitiges Kennenlernen, Austausch, Beratung und Unterstützung. Jede Woche steht dabei ein anderes Schwerpunktthema im Mittelpunkt. Im Rahmen des Begegnungscafés wurden bereits zahlreiche gemeinsame Exkursionen und Ausflüge organisiert, Patenschaften übernommen und Deutschkurse ermöglicht.

Mit großem ehrenamtlichen Engagement setzt das Team des Begegnungscafés mit seiner Integrations- und Vernetzungsarbeit ein deutliches Zeichen für Verständigung und gegen Ausgrenzung, Rassismus und Hass und leistet somit einen wichtigen Beitrag für ein weltoffenes, solidarisches und tolerantes Miteinander in Brandenburg.

Hintergrund

Im Jahr 2020 wurde das Begegnungscafé durch das Bündnis für Brandenburg unterstützt. Aufgrund der Corona-Pandemie finden die Angebote rund um das Begegnungscafé zurzeit leider nur eingeschränkt statt. Wer gerne mit den Koordinatoren des Begegnungscafés, Martina und Günther Kruse, in Kontakt treten oder sich engagieren möchte, kann sich per E-Mail an fluechtlingshilfe-kirche-babelsberg@gmx.de melden.

Transkulturelle Mediation für medizinische Rehabilitation

Menschen mit Migrationsbiografie sind häufig erhöhten physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt – transkulturelle Mediatorinnen oder Mediatioren können mit herkunftssprachlichen Informationen weiterhelfen.

Gesundheitszustand verbessern, Lebensqualität erhöhen

Schwere körperliche Arbeit, Kriegs- und Fluchterlebnisse und eine unzureichende Gesundheitsversorgung im Heimatland führen zu einer Häufung chronischer Erkrankungen. Dennoch werden die Rehabilitationsangebote der Deutschen Rentenversicherung (DRV) nur selten in Anspruch genommen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Insbesondere stellen Sprachbarrieren und Informationslücken große Hürden dar. Gleichzeitig fehlen häufig transkulturelle Kompetenzen seitens der beratenden Fachkräfte. Das Projekt MiMi-Reha Berlin-Brandenburg des Ethno-Medizinischen Zentrums e. V. (EMZ) verfolgt das Ziel, Zugangsbarrieren zu den Reha-Leistungen der DRV abzubauen. Dadurch kann eine langfristige Verbesserung des Gesundheitszustands, der Erhalt der Erwerbsfähigkeit und eine allgemeine
Erhöhung der Lebensqualität ermöglicht werden.

Das MiMi-Konzept

MiMi bedeutet „Mit Migrant*innen für Migrant*innen“ und soll die Eigenverantwortung für die Gesundheit stärken, wodurch langfristig gleiche Gesundheitschancen für Alle geschaffen werden. Hierzu werden engagierte Migrant*innen mit guten Deutschkenntnissen als transkulturelle Gesundheitsmediator*innen geschult und zertifiziert. Diese informieren Menschen im transkulturellen Setting zu Fragen rund um das Thema „Reha“. Gleichzeitig trägt der Aufbau eines „Transkulturellen Reha-Netzwerkes Berlin-Brandenburg“ mit verschieden Fachkräften und Institutionen zur Bündelung von Fachkenntnissen und einer nachhaltigen Entwicklung bei.

Schulung zum Mediator / zur Mediatorin für medizinische Rehabilitation

Mitte April soll die zweite Mediator*innen-Vollschulung stattfinden, in der gut integrierte Migrant*innen zu transkulturellen Gesundheitsmediator*innen geschult werden.

Die Vollschulung startet mit einem Informationsabend am 15. April 2021 und beinhaltet sieben weitere Abend- und drei Wochenendtermine. Im Moment wird davon ausgegangen, dass die Schulung online durchzuführen ist. Wenn die Situation im Frühsommer auch Präsenzveranstaltungen zulässt, soll davon Gebrauch gemacht werden. Eingeladen sind alle, die sich in Ihrer Herkunftssprache und in der deutschen Sprache wohl und sicher fühlen und Interesse am Thema „Reha für Alle“ haben.

 

Weitere Informationen
Zweite Vollschulung zum/zur interkulturellen Gesundheitsmediator*in

Band für Mut und Verständigung 2021

Auch im Jahr 2021 verleiht das Bündnis für Mut und Verständigung wieder seinen Preis für Engagement und Zivilcourage, das “Band für Mut und Verständigung”.

Ausschreibung “Band für Mut und Verständigung 2021”

Das Bündnis für Mut und Verständigung zeichnet Einzelpersonen und Initiativen aus Berlin und Brandenburg für ihre langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit oder ihr couragiertes Eingreifen aus. Gesucht werden dafür Menschen oder Gruppen, die sich in besonderer Weise gegen Diskriminierung einsetzen, die hinsehen und sich einmischen, sich engagieren und Verantwortung übernehmen, Zivilcourage zeigen.

Das Band für Mut und Verständigung würdigt beispielhaftes Handeln gegen rassistische Diskriminierung und Gewalt und den Einsatz für ein friedliches, respektvolles Miteinander. Es wird im Herbst 2021 von Ministerpräsident Dietmar Woidke vergeben.

Vorschläge können bis zum 30. April 2021 mit einer kurzen Begründung an vorschlag@band-mut-verständigung.de eingesandt werden.

Hintergrund

Die gewalttätigen Übergriffe auf Migrant*innen in Hoyerswerda im Jahr 1991 haben die gesellschaftlichen Kräfte in Berlin und Brandenburg auf Initiative des DGB, Landesbezirk Berlin-Brandenburg, dazu bewogen, ein gemeinsames Bündnis für Mut und Verständigung* zu gründen.

Als ständige Aktivität hat das Bündnis 1993 beschlossen, beispielhafte Aktionen in Berlin und Brandenburg mit dem „Band für Mut und Verständigung“ auszuzeichnen. Seit 2006 vergibt das Bündnis außerdem den Sonderpreis des „Bandes für Mut und Verständigung“. Dieser Sonderpreis ist eine Auszeichnung für außerordentliches Engagement vor allem junger Menschen und Initiativen im Bereich der interkulturellen Arbeit und Verständigung, die in ihrer Vorbildfunktion andere Menschen motivieren und bestärken können, sich aktiv gegen Rassismus und für ein friedliches Miteinander einzusetzen. Die Mitglieder des Bündnisses für Mut und Verständigung sind Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dietmar Woidke, der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg Doris Lemmermeier, die Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration Katarina Niewiedzial, die Arbeiterwohlfahrt Landesverbände Berlin und Brandenburg, der Caritasverband für das Erzbistum Berlin, der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin, das Deutsche Rote Kreuz mit den Landesverbänden Berlin und Brandenburg, das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, das Erzbistum Berlin, die Jüdische Gemeinde zu Berlin und der Landessportbund Berlin.

Weiterbildungsangebote des FMI

Das Fachzentrum für Soziale Arbeit in den Bereichen Migration und Integration (FMI) hat Details zu seinen Seminar- und Weiterbildungsangeboten für das erste Quartal 2021 veröffentlicht.

Weiterbildungsangebote in Form von Online-Veranstaltungen und Online-Beratung

Da Präsenzveranstaltungen leider noch nicht wieder uneingeschränkt möglich sind, startet das FMI das erste Quartal 2021 mit einer Reihe von Online-Veranstaltungen. Darunter ist auch das neue Online-Beratungsformat “DigiDi mit dem FMI”. Mit dem DigiDi wird ein Format eingeführt, das angesichts der zunehmenden Komplexität der Problemlagen niedrigschwellig unterstützen soll. Es handelt sich um einen digitalen (Beratungs-)Dialog zu den aktuellen Herausforderungen in der Migrationssozialarbeit. Zum Thema der Woche führen FMI- Referent*innen jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr einen beteiligungsoffenen Dialog. Sie stellen Fragen, finden gemeinsam Lösungen für akute Probleme und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf. Verschwiegenheit, systemische Perspektive sowie Lösungs- und Ressourcenorientierung stehen dabei im Vordergrund.

Die weiteren Angebote hat das FMI auf Basis eine Umfrage optimiert, die zum Jahreswechsel durchgeführt wurde. Die Jahresplanung soll sich so noch besser an den Wünschen aller Interessierten orientieren.

Hintergrund

Neben regional- und themenspezifischen Beratungsangeboten bietet das FMI regelmäßig bedarfsgerechte Veranstaltungen zu migrations- und integrationsspezifischen Themen an. Im Vordergrund stehen dabei zum einen die Vermittlung migrationsspezifischer Kentnisse und Fähigkeiten, zum anderen der regional- und landesweite Fach- und Erfahrungsaustausch in den Tätigkeitsfeldern “Migration und Integration” Beschäftigten.

 

Weitere Informationen
Alle Informationen zu den Online-Veranstaltungen des FMI

Fördermittel (Foto: Falko Matte – stock.adobe.com)

Fundraising und Fördermittelpraxis

Migrantenorganisationen benötigen für ihre vielfältige Arbeit Zugänge zu öffentlichen und/oder privaten Fördermitteln. Viele der dort tätigen Mitarbeitenden und ehrenamtlich Tätigen haben dabei selber einen Migrationshintergrund und stehen damit vor besonderen Herausforderungen, um sich Zugang zu entsprechenden Fördermitteln zu erschließen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet ein Online-Training an, das sich gezielt an die Verantwortlichen und ehrenamtlich Tätigen in Migrantenorganisationen richtet. Es erleichtert allen Engagierten den Start in die Welt des Fundraisings und insbesondere in die Welt der Antragstellung für Projekte.

Fragen rund um Fundraising und Fördermittelpraxis

Im Seminar erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen fundierten Überblick über Fundraising als mögliches neues Finanzierungsinstrument für Ihre Organisation. Detailliert wird danach die Förderpraxis von Stiftungen vorgestellt. Besonders gehen die Dozenten dabei auf die Schwerpunkte in der Stiftungslandschaft, den Umgang mit den Förderkriterien und die Entwicklung förderfähiger Projektziele anhand von Beispielen der Teilnehmenden ein. Ergänzend werden ausgewählte Suchmaschinen und Stiftungswebsites zur zielgerichteten individuellen Suche vorgestellt.

Coronagerechtes Online-Seminar

Voraussetzungen für die Teilnahme am Seminar sind die Tätigkeit in einer Migrantenorganisation im Land Brandenburg (hauptamtlich oder ehrenamtlich), ausreichende deutsche Sprachkenntnisse (es wird im Training Rücksicht darauf genommen, dass viele der Teilnehmenden Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben), ein Rechner mit Browser- und Internetzugang, Kamera und Mikrofon.

 

Termin
27.01.2021 | 10 – 14 Uhr &
28.01.2021 | 10 – 14 Uhr (inkl. Pause)

Kosten
20 EUR (in begründeten Einzelfällen auch kostenlos möglich)

Anmeldung
https://www.fes.de/veranstaltungen/?Veranummer=249354

Band für Mut und Verständigung

Ehrung für außergewöhnlichen Einsatz

Das Bündnis für Mut und Verständigung verleiht auch in diesem Jahr das „Band für Mut und Verständigung“ an sechs Menschen und Initiativen, die sich auf beispielhafte Weise gegen rassistische Gewalt eingesetzt haben oder durch ehrenamtliche Arbeit zur interkulturellen und sozialen Verständigung beigetragen haben.

Band für Mut und Verständigung – Die Preisträger*innen 2020

Brandenburgs Integrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier zeigte sich besonders stolz über die vier Auszeichnungen, die nach Brandenburg gingen:

Die Initiative Mozaik e.V. Beeskow wird ausgezeichnet für ihre mutige und engagierte Arbeit zum Abbau von Vorurteilen in der Nachbarschaft, ihren Kampf um Akzeptanz von Geflüchteten sowie die Unterstützung von neu angekommenen Frauen.

Günter David aus Lübben wird ausgezeichnet für sein langjähriges, politisches und aufklärerisches Engagement für Menschenrechte, seinen Mut, einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Geschichte einzufordern sowie seinen leidenschaftlichen Einsatz in der Unterstützung von Menschen mit Fluchtgeschichte.

Abdul Carimo aus Ludwisgfelde wird ausgezeichnet für seine innovative und vorbildhafte Arbeit in der Unterstützung von Menschen mit Fluchterfahrung und für seine motivierende, herzliche Überzeugungskraft, Personen zu bestärken und positive Lebenswege aufzuzeigen.

Gudrun Lomas aus Zehdenick wird ausgezeichnet für ihr herausragendes künstlerisches Engagement für ein gleichberechtigtes und respektvolles Miteinander sowie für die Aktivierung der Zivilgesellschaft zur solidarischen Unterstützung von Geflüchteten.

Vielfältig und kreativ Zeichen setzen

Doris Lemmermeier, Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg: „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen stellvertretend für das Engagement vieler Menschen in Brandenburg und Berlin. Diskriminierung und Rassismus gehören leider immer noch zum Alltag. Das Band für Mut und Verständigung zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ dagegen Zeichen gesetzt werden können. Ich bin den Ausgezeichneten sehr dankbar, dass sie trotz vieler Widerstände Mut zeigen und sich deutlich positionieren. Das kann uns allen ein Vorbild sein.“

Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration: „Das Bündnis für Mut und Verständigung ist mit seiner Arbeit so aktuell und wichtig wie vor knapp drei Jahrzehnten. Rassismus und Hass stellen nach wie vor eine Bedrohung und tödliche Gefahr in Deutschland dar. Das mussten wir 2020 durch die Mordanschläge in Hanau erfahren. Es braucht Initiativen, Vereine und einzelne Akteure, die sich aktiv gegen Hass, Diskriminierung und Gewalt stellen. Eine offene und tolerante Gesellschaft kann nur gemeinsam gestaltet werden. Dafür steht auch diese landesübergreifende Auszeichnung.“

Bedingt durch die Corona-Pandemie wurden die Urkunden im kleinen Rahmen überreicht. Ein Film dokumentiert dies eindrücklich. 2020 gab es 30 Vorschläge aus der Bevölkerung für mögliche Preisträgerinnen und Preisträger. Die Jury einigte sich auf zwei Hauptpreise und vier Sonderpreise.

Vergeben wird das „Band für Mut und Verständigung“ an Personen oder Gruppen aus Berlin und Brandenburg durch das „Bündnis für Mut und Verständigung“. Es wurde nach den gewalttätigen Übergriffen auf Migrantinnen und Migranten in Hoyerswerda im Jahr 1991 gegründet.

Hintergrund

Zur Jury gehören Brandenburgs Ministerpräsident, der Regierende Bürgermeister von Berlin, die Integrationsbeauftragten der Länder Berlin und Brandenburg sowie zwölf Organisationen.

Ab dem 1. Januar können Vorschläge für 2021 eingereicht werden (vorschlag@band-mut-verständigung.de). Im kommenden November würdigt eine Gala in der Staatskanzlei Brandenburg das Engagement sowohl der Preisträgerinnen und Preisträger von 2021 als auch von 2020.

 

Weitere Informationen
Film über die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger bei YouTube
Webseite zum Preis

Zu Weihnachten mit Geflüchteten basteln oder singen (Foto: Rainer Fuhrmann – stock.adobe.com)

Weihnachtsideen gesucht: Unterstützung für Willkommensinitiativen

Adventskalender, Weihnachtsgrüße, Beutel mit Gebäck – auch in diesem Jahr bietet Brandenburgs Landesintegrationsbeauftragte Unterstützung für Ehrenamtliche und Geflüchtete in der Adventszeit an. Für gemeinsame Erlebnisse und Aktionen für und mit Geflüchteten können bis zu 500 Euro beantragt werden. „In diesem Jahr ist alles anders. Umso mehr freue ich mich, dass wir, in angepasster Form, zum nunmehr sechsten Mal unsere Weihnachtsaktion anbieten können“, so Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier.

Einfallsreichtum gefragt: Pandemie als besondere Herausforderung

„Diesmal ist noch mehr Einfallsreichtum gefragt, um die Weihnachtszeit trotz der Pandemie mit Abstand und unter Hygienebedingungen für alle schön zu gestalten und gemeinsam mit den Menschen, die zu uns nach Brandenburg gekommen sind, die Advents- und Weihnachtszeit zu feiern. Um die Pandemie-Situation gut und gemeinsam zu überstehen, ist es besonders wichtig, im Alltag das Schöne zu sehen, sich und anderen schöne Momente zu bereiten und aktiv zu sein. Ich würde mich sehr freuen, wenn unsere Aktion hier einen positiven Beitrag leisten könnte“, so Lemmermeier.

Weihnachtsaktion findet schon zum sechsten Mal statt

Finanzielle Unterstützung ist zum Beispiel möglich für Bastelmaterial, den Einsatz von Sprachmittlerinnen und –mittlern, technische Unterstützung für digitale Formate, CDs und Bücher, Fahrtkosten oder Miete für externe Räume. Dr. Doris Lemmermeier: „Bastelanleitungen per Videoschalte, Erledigungen für die Nachbarschaft übernehmen, Backsets für Weihnachtsplätzchen – ich bin gespannt auf Ihre Ideen. Die drei besten werden von uns prämiert“.

Anträge lassen sich ab sofort über das Landesamt für Soziales und Versorgung einreichen oder per E-Mail an: integrationsbeauftragte@msgiv.brandenburg.de.

 

Weitere Informationen
Webseite der Landesintegrationsbeauftragten