Adventsfeier im Asylbewerberheim "Am Nuthetal"
Potsdam

Jeder Stern ein Wunsch – Adventsfeier im Flüchtlingsheim

Sozialministerin Diana Golze und die Integrationsbeauftragte des Landes, Doris Lemmermeier, haben heute die Adventsfeier in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete „Am Nuthetal“ in Potsdam besucht. Träger der Einrichtung ist das Diakonische Werk. Sie überreichten den Kindern süße Kleinigkeiten und schmückten mit ihnen gemeinsam den Weihnachtsbaum. Dazu wurden selbstgebastelte Sterne mit Wünschen der Mädchen und Jungen an den Weihnachtsbaum gehängt. Diana Golze: „Es ist sehr bewegend zu erleben, wie sich die Kinder, die solch eine Adventsfeier vielleicht das erste Mal erleben, über kleine Geschenke freuen. Die Adventszeit ist auch für sie etwas sehr Besonderes. Mein Wunsch für die Kinder und ihre Eltern ist, dass sie sich hier zu Hause fühlen, Freunde finden und das bevorstehende Weihnachtsfest unbeschwert verleben können.“

Adventsfeier: Zauber von Weihnachten strahlt aus

Gefördert wurde die Adventsfeier in der Potsdamer Gemeinschaftsunterkunft von Doris Lemmermeier, der Integrationsbeauftragten des Landes. Für gemeinsame Weihnachtsinitiativen von Brandenburgerinnen und Brandenburgern mit Geflüchteten stellt sie jeweils bis zu 500 Euro zur Verfügung. Das können Adventsfeiern und interreligiöse Gespräche sein, aber auch Ausflüge und andere gemeinsame Aktivitäten. Doris Lemmermeier: „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich Kinder auch aus geflüchteten Familien über den Zauber von Weihnachten freuen. Sie spüren, dass das etwas ganz Besonderes ist und freuen sich über einen Weihnachtsbaum, Kugeln und Kerzen und natürlich auch über die Geschenke. Ich bin sehr froh darüber, dass wir auch in diesem Jahr einigen dieser Kinder, die in einer Gemeinschaftsunterkunft leben, eine kleine Freude bereiten können.“

Voraussetzung für die Förderung ist, dass sich die Beteiligten ehrenamtlich engagieren. Angesprochen sind insbesondere Willkommensinitiativen, Vereine sowie Religionsgemeinschaften. Diana Golze: „Das ehrenamtliche Engagement der Brandenburgerinnen und Brandenburger ist beispielhaft. Viele von ihnen engagieren sich bereits seit Jahren für Geflüchtete und würden das immer wieder tun, so die aktuelle Ehrenamtsstudie der Integrationsbeauftragten „Integration machen Menschen“. Ohne die vielen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlerin in den Kommunen und ohne die zahlreichen Willkommensinitiativen hätte die Integration in Brandenburg nicht so gut gelingen können.“

Fördermittel für Weihnachtsaktionen

Für die Weihnachtsaktion stehen rund 20.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Bisher wurden 27 Anträge bewilligt – in erster Linie Bastel- und Geschenkwerkstätten für Kinder und Adventsfeiern, aber auch Ausflüge auf Weihnachtsmärkte und Theaterbesuche.

In der Gemeinschaftsunterkunft „Am Nuthetal“ des Diakonischen Werkes Potsdam leben 180 Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan, Tschetschenien, Pakistan, Somalia und Tschad. Unter ihnen sind 42 Kinder und Jugendliche.

An der in dieser Woche vorgestellten Ehrenamtsstudie mit dem Titel „Integration machen Menschen“ haben sich 512 Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler beteiligt. Fast 97 Prozent von Ihnen würden sich heute wieder engagieren.

 

Weitere Informationen
Studienergebnisse zu “Integration machen Menschen” als Download (PDF)

Gruppenfoto der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) in Potsdam
Potsdam

Ergebnisse der 94. Arbeits- und Sozialministerkonferenz

Die 94. Konferenz der Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales der Länder (ASMK) ist heute in Potsdam zu Ende gegangen. Unter den zentralen Themen der Konferenz war auch der Bereich Flucht und Integration.

Keine frühzeitige Identitätsprüfung mittels Fingerabdruck

Hessens Arbeits- und Sozialminister, Stefan Grüttner, stellte auf der ASMK klar: „Es ist nach wie vor erforderlich, neben der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen auch sicherzustellen, dass nur antragsberechtigte Flüchtlinge (einschließlich der nachziehenden Familienangehörigen) SGB II-Leistungen erhalten. Hierzu ist es unerlässlich, im Rahmen der Leistungsantragstellung bei Zweifeln an der Identität des Einzelnen eine entsprechend frühzeitige Identitätsprüfung mittels eines Fingerabdrucks vorzunehmen.“ Grüttner nannte es „ausgesprochen bedauerlich“, dass dieser im wohlverstandenen Eigeninteresse aller Sozialleistungsbezieher liegende hessische Antrag keine Mehrheit gefunden hat. „Für mich ist es nicht nachvollziehbar, da damit ein möglicher Mehrfachbezug von Leistungen nicht frühzeitig verhindert und dem Leistungsmissbrauch weiter Vorschub geleistet werden kann. Das geht sehenden Auges zu Lasten der Gesellschaft“, schloss der Hessische Staatsminister.

Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen

Die Arbeits- und Sozialministerkonferenz begrüßt die Fortschritte im Bereich der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen seit dem Inkrafttreten des Integrationsgesetzes im August 2016. Die Länder bekräftigen ihre Erwartungen an den Bund, das bestehende Förderangebot im Sinne einer präventiven Arbeitsmarktpolitik und nachhaltigen Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt zu erweitern und zu verstetigen. So wird der Bund von den Ländern unter anderem aufgefordert, sprachförderungs- und arbeitsmarktbezogene Integrationsangebote für alle Geduldeten und Gestatteten mit Arbeitsmarktzugang unbefristet zu öffnen.

Die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) tagt regelmäßig einmal jährlich am Ende des Jahres (Hauptkonferenz). Die Organisation führt die Geschäftsstelle der Arbeits- und Sozialministerkonferenz des jeweiligen Vorsitzlandes aus. Der Vorsitz und die Geschäftsführung gehen jedes Jahr auf ein anderes Land über. Im nächsten Jahr wechselt der ASMK-Vorsitz nach Nordrhein-Westfalen.

Weitere Ergebnisse der Konferenz finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung des MASGF.

 

Weitere Informationen
Pressemitteilung des MASGF zur 94. Arbeits- und Sozialministerkonferenz

Fachkonferenz zu Mindeststandards in Flüchtlingsunterkünften
Potsdam

Fachkonferenz zu Mindeststandards in Flüchtlingsunterkünften

Kinder, Jugendliche und Frauen stellen einen großen Anteil der Menschen dar, die derzeit in Deutschland in Flüchtlingsunterkünften leben. Damit sie geschützt sind, sich sicher fühlen und auf ein förderndes Umfeld treffen, haben das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) und UNICEF gemeinsam mit einem breiten Netzwerk von Partnern im Juli 2016 erstmals bundesweit einheitliche Mindeststandards zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften veröffentlicht.

Mindeststandards als Leitlinie

Seither wurden die Mindeststandards umfangreich überarbeitet und ergänzt um Anhänge zu LSBTI*-Geflüchteten und geflüchteten Menschen mit Behinderungen. Die Mindeststandards gelten als Leitlinie für die Erstellung und Umsetzung von Schutzkonzepten in jeder Form von Flüchtlingsunterkunft. Sie bieten eine erste bundesweit einheitliche Grundlage, um den Schutz vor Gewalt sowie den Zugang zu Bildungsangeboten und psychosozialer Unterstützung in Flüchtlingsunterkünften zu verbessern. Eine bundesgesetzliche Regelung, die vorsieht, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie Frauen in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften sichergestellt werden muss, wurde bereits vom Bundestag beschlossen.

Vor diesem Hintergrund tagt am Freitag, dem 08. Dezember 2017 in Potsdam die Fachkonferenz der „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“. Veranstaltungsort ist das Hoffbauer-Tagungshaus Hermannswerder 23 in 14473 Potsdam.

Diskussion anhand konkreter Umsetzungsbeispiele

Aktuell wird in 100 Unterkünften an ausgewählten Standorten bundesweit modellhaft erprobt, wie die Mindeststandards umgesetzt werden können und welche positiven Effekte sich daraus nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch für die Mitarbeitenden in den Unterkünften, die Träger und die Kommunen ergeben.

Zielsetzung der Fachkonferenz ist es, die bei der Umsetzung entwickelten Konzepte und gesammelten Erfahrungen, ‚lessons learned‘ und ‚good practice‘ zu diskutieren und anhand konkreter Umsetzungsbeispiele aufzuzeigen, wie eine Implementierung vor Ort gelingen kann. Dabei werden die spezifischen Rahmenbedingungen in Brandenburg, beispielsweise große Landkreise sowie die vielfach dezentrale Unterbringung von Geflüchteten, selbstverständlich berücksichtigt. Dies soll die Teilnehmer als Verantwortliche des Landes und in den Kommunen sowie bei Wohlfahrtsverbänden, Trägern von Flüchtlingsunterkünften und Organisationen der Zivilgesellschaft bei der Einführung von Schutzstandards praxisnah unterstützen.

Bundesfamilienministerium und UNICEF

Die insgesamt sechs bundesweiten Fachkonferenzen sind Teil der „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“, die vom BMFSFJ und UNICEF ins Leben gerufen wurde. Die Fachkonferenzen finden statt im Rahmen von „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“, dem gemeinsamen Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Als einer der Partner unterstützt das Programm die Fachkonferenz mit dem Servicebüro Berlin.

Sozialstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt nimmt an der Fachkonferenz der „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ teil und eröffnet die Veranstaltung mit einem Grußwort. Auch die Integrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier und die Landesbeauftragte für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Monika von der Lippe, sprechen auf der Fachkonferenz.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an Carolin Michaelsen (Telefon: 030 257676-600, E-Mail: fachkonferenzen@dkjs.de).

 

Weitere Informationen
Vorstellung der aktuellen Mindeststandards zum Download

Symbolfoto: Studie zur aktuellen Situation der Ehrenamtler in der Flüchtlingshilfe (Foto: dpa/Bernd Settnik)
"Integration machen Menschen"

Studie zur aktuellen Situation des Ehrenamtes in der Flüchtlingshilfe

Die erste umfassende Studie zum Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe im Land Brandenburg wurde in diesem Jahr von der Integrationsbeauftragten und dem Urania Landesverband erarbeitet. Unter dem Titel „Integration machen Menschen“ sind soeben die Studienergebnisse erschienen. Die Publikation wird am kommenden Dienstag, dem 5. Dezember 2017, auf einer Dialogwerkstatt in Potsdam präsentiert. An der Studie beteiligten sich 512 Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler. Fast 97 Prozent der Befragten würden sich vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren gesammelten Erfahrungen erneut engagieren. Integrationsbeauftragte Doris Lemmermeier: „Ich bin vom hohen Engagement der Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler für geflüchtete Menschen sehr beeindruckt. Sie sind inzwischen zu Expertinnen und Experten in Sachen Integration geworden. Ihr Engagement wird auch weiter gebraucht und ist für das Gelingen von Integration im Land Brandenburg unverzichtbar.“

Umfassender Einblick

Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler spielen in der Aufnahme und Integration von Geflüchteten eine zentrale Rolle. Durch eine Vielzahl von Aktivitäten und mit großem Engagement unterstützen sie das Ankommen der Geflüchteten in der brandenburgischen und der bundesdeutschen Gesellschaft.

Lemmermeier: „Das Land Brandenburg bietet bereits seit 2015 vielfache Unterstützung an – die Förderung von Willkommensinitiativen, Workshops, Seminaren sowie Dialogveranstaltungen. Die Befragung hat gezeigt, dass diese Instrumente wirksam sind.“

Seit September 2015 durchlief das ehrenamtliche Engagement verschiedene Phasen. Gerade in der zweiten Jahreshälfte 2016 war in den Medien immer wieder von einem Stimmungsumschwung auch im Ehrenamt für Geflüchtete die Rede. Insgesamt konnte der Eindruck entstehen, dass das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe am Ende wäre. Dies war Anlass zur Durchführung einer Studie im gesamten Land Brandenburg. Die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler sollten selbst zu Wort kommen.

Die nun vorliegende Publikation bietet einen umfassenden Einblick in das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe im Land Brandenburg. Es wird aufgezeigt, wer sich ehrenamtlich engagiert, welche Tätigkeiten ausgeführt werden, wie die Stimmung ist und welche Unterstützungswünsche bestehen. Die Fragen nach der Motivation, den Veränderungen und größten Barrieren sowie der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt werden ebenfalls beantwortet.

Ehrenamtler als Wertevermittler

Die an dieser Studie beteiligten Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler werden von einer tiefen humanitären Einstellung getragen. Sie sind von der Notwendigkeit, der Sinnhaftigkeit und auch von der Wirksamkeit ihres Engagements überzeugt. Die ehrenamtlich Engagierten haben ausführlich von den Herausforderungen berichtet, vor denen sie stehen. Eine ganz besondere Schwierigkeit stellen Abschiebungen dar. Die Menschen, die in der Studie zu Wort kommen, verstehen nicht, dass Geflüchtete, die mit ihrer Hilfe Deutsch gelernt und Arbeit gefunden haben, Brandenburg plötzlich wieder verlassen müssen. Sie sind zu neuen Freunden und Nachbarn geworden. Die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler vermitteln Werte und das Demokratieverständnis der deutschen Gesellschaft. Sie verstehen ihr Engagement auch als Einsatz gegen Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit.

Die Studie macht deutlich, dass bei den ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierten Brandenburgerinnen und Brandenburgern ein starker Wille spürbar ist, sich auch weiterhin für die Integration der Geflüchteten einzusetzen. Für viele ist es, wie es in einer Antwort formuliert wird, „ein Engagement auf Jahre“.

Alle Beteiligte profitieren von Stärkung des Ehrenamts

Lemmermeier: „Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist allerdings keine Selbstverständlichkeit und die Fortführung des Engagements bedarf guter Rahmenbedingungen. Dafür setzt sich die Landesregierung ein. Denn das Land Brandenburg hat ein großes Interesse daran, dass Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, auch weiterhin aktiv bleiben. Für die Integration der Geflüchteten sind sie unverzichtbar. Werden die Ehrenamtlichen in ihrem Engagement gestärkt, profitieren alle Beteiligten davon.“

Am 5. Dezember 2017 werden die Studienergebnisse in der Staatskanzlei in Potsdam im Rahmen einer Dialogwerkstatt präsentiert. Haupt- und Ehrenamtliche können sich darüber hinaus in Arbeitsforen zu den Themen „Weiter so oder doch ganz anders? Veränderungen in den Aufgaben“ und „Qualifiziert und Engagiert: Möglichkeiten und Grenzen der Qualifizierung ehrenamtlich Engagierter“ austauschen.

 

Weitere Informationen
Webseite Urania-Landesverband Brandenburg e. V.

Terminhinweise
Terminvorschau

Wichtige Termine zum Themenkreis Flucht und Integration

Das “Bündnis für Brandenburg” informiert an dieser Stelle mit einer Terminvorschau über Veranstaltungen zum Themenkreis Flucht und Integration in den kommenden Tagen:

 

  • Bürgerdialog Migration
    Dienstag, 05. Dezember, 18:00 Uhr
    Rathaus Lübben, Sitzungssaal, Poststr. 5, 15907 Lübben
    Europaminister Stefan Ludwig veranstaltet einen Bürgerdialog zum Thema “Migration und Flucht: Wie soll die EU helfen? Was haben wir damit zu tun?”. Der Bürgerdialog ist Teil einer Veranstaltungsreihe des Ministeriums in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft und der Europäischen Kommission.

 

  • Fachkonferenz Schutz von Geflüchteten
    Freitag, 08. Dezember, 10:00 Uhr
    Hoffbauer-Tagungshaus, Hermannswerder 23, 14473 Potsdam
    Sozialstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt nimmt an der Fachkonferenz der „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ teil und eröffnet die Veranstaltung mit einem Grußwort.

 

  • Weihnachtsfeier für Geflüchtete
    Freitag, 08. Dezember, 14.00 Uhr
    „Wohnheim am Nuthetal“, An der Alten Zauche 2 b, 14478 Potsdam
    Sozialministerin Diana Golze nimmt an einer Weihnachtsfeier für Geflüchtete in einer Gemeinschaftsunterkunft des Diakonischen Werks teil.
Preisträger der Angermünder Elle 2017
Preis für Toleranz

Angermünder Elle verliehen

Am Donnerstag, dem 16. November 2017, wurde feierlich die Angermünder Elle 2017 verliehen. Den Preis erhielt die Angermünder Projektgruppe One Billion Rising. Sie schaffte es 2016 und 2017, zwei- bis dreihundert Menschen verschiedenster Altersgruppen am Valentinstag zum lauten und sehr bewegten Protest auf dem Angermünder Marktplatz zu vereinen. Ihre Aktion gehört zu einem seit 2014 weltweit am 14. Februar stattfindenden Protest gegen Gewalt an Frauen und Kindern.

Vielfältiges Engagement würdigen

Wie im Vorjahr ging es bei der Preisverleihung nicht nur um den Sieger. Das Ziel war es auch, das vielfältige Engagement der anderen nominierten Einzelpersonen und Gruppen ebenso gebührend zu würdigen. Das betonten an dem Abend die beiden Schirmherren, Jes Möller, Präsident des Verfassungsgerichts des Landes Brandenburg, Frederik Bewer, Bürgermeister von Angermünde, und Vertreter des den Preis auslobenden Bürgerbündnisses für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt Angermünde.

Empfang zum Dank

Alle Nominierten waren anwesend. Ihr Engagement wurde vorgestellt und mit einer jeweils eigenen Laudatio und einer Urkunde gewürdigt. Melanie Stodtmeister wurde für ihr ehrenamtliches Engagement für tschetschenische Flüchtlinge und ihren Einsatz für den Tierpark ausgezeichnet. Katrin Palow ist seit Jahren auf vielfältige Art und Weise allen Hindernissen zum Trotz in der Flüchtlingshilfe aktiv. Die Initiativgruppe Storch Heinar hatte sich im Angermünder Bundestagswahlkampf  für eine hohe Wahlbeteiligung und gegen undemokratische Stimmungsmacher engagiert.

Nach der Verleihung der Elle waren alle Preisträger, Nominierten und Gäste zum Empfang eingeladen.

Basar der Kulturen 2017
Interkulturelles Projekt

Tanz und Theater auf dem Basar der Kulturen

Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil hat heute in Potsdam den Basar der Kulturen eröffnet und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am diesjährigen Kultur-Förderprogramm zur Integration von Flüchtlingen begrüßt. Der Basar mit rund 20 verschiedenen Tanz-, Theater-, Musik- und Kunstprojekten aus verschiedenen Regionen Brandenburgs zeige eindrucksvoll, dass das Kultur-Förderprogramm ein großer Erfolg ist, betonte die Staatssekretärin bei der Eröffnung.

Kreativ, aktionsreich, integrativ

„Mehr als 30 kreative, aktionsreiche und integrative Kulturprojekte von Musik, Theater und Tanz über Fotografie und Malerei bis zu Handwerk haben in diesem Jahr das gesellschaftliche Miteinander und den kulturellen Dialog im Land befördert und zu zahlreichen Begegnungen zwischen Geflüchteten und Brandenburgerinnen und Brandenburgern geführt. Ich danke allen Akteuren und Teilnehmern der Kultur-Projekte sehr herzlich für ihr Engagement“, so Gutheil. „Ich freue mich, dass wir dieses Kultur-Förderprogramm auch im kommenden Jahr fortsetzen können. Kultur ist einer der wichtigsten Mittler, um Menschen zusammenzubringen. Das Land Brandenburg hat mit seinem reichhaltigen kulturellen Leben und den vielen in der Kultur engagierten Menschen beste Voraussetzungen, um Integration durch gemeinsame Aktivitäten zu gestalten.“

Hintergrund

In diesem Jahr wurden landesweit insgesamt 36 Projekte gefördert, mit denen Geflüchteten die Teilhabe an Kulturaktivitäten erleichtert und der kulturelle Austausch zwischen Flüchtlingen und Brandenburgern intensiviert wurde. Dafür haben das Kulturministerium 200.000 Euro und das ‘Bündnis für Brandenburg‘ 100.000 Euro bereitgestellt. Das Programm wird im kommenden Jahr in selber Höhe fortgesetzt.

ZDF-Moderatorin Dunja Hayali und Ministerpräsident Dietmar Woidke (Foto: brandenburg.de)
Jubiläum

Woidke würdigt “Bündnis für Brandenburg” als wichtigen Integrationsförderer

Das „Bündnis für Brandenburg“ hat sich nach den Worten von Ministerpräsident Dietmar Woidke als wichtiger Motor und Förderer der Integrationsarbeit in Brandenburg etabliert. Auf einem Festakt mit etwa 200 Gästen zum zweijährigen Gründungsjubiläum sagte er heute in der Potsdamer Staatskanzlei: „Das Bündnis mit seinen vielen Partnern hilft, damit zu uns geflüchtete Menschen neue Lebensperspektiven erhalten. Und zugleich stellt es sich jenen entgegen, die mit Hass versuchen, die Gesellschaft zu spalten oder Gewalt ausüben“. Das Bündnis wurde am 15. November 2015 mit der Unterschrift von 30 Erstunterzeichnern gegründet. Weiterlesen

Stay Together – Song für Toleranz und Menschlichkeit (Quelle: YouTube / Cottbuser Aufbruch)
2 Jahre "Bündnis für Brandenburg"

Stay Together – Ein Song-Projekt aus Cottbus

Beim Festakt zu „2 Jahre Bündnis für Brandenburg“ hat ein Song aus Cottbus für große Freude gesorgt und aufgrund seiner Professionalität beeindruckt: „Stay Together“, ein Projekt, das auf Initiative des Cottbuser Lehrers Ralph Bogacz entstanden ist, und in schwierigen Zeiten für mehr Toleranz und Menschlichkeit werben will.

Aufruf über Facebook

Bogacz hatte seine Idee in der Facebook-Gruppe „Cottbus, meine Stadt“ veröffentlicht. Musiklehrer Torsten Karow und Lothar Judith, der sich beim Cottbuser Aufbruch e.V. engagiert, waren sofort Feuer und Flamme.

Karow und Judith als Leiter der Bands „Träumer & Menschen“ und „Auwangu Sons“ hatten sogleich die passenden Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker an der Hand. Und mit Dieter Maaß aus Forst stieß ein erfahrener Produzent hinzu. Der Sachsendorfer Kinderchor der Regine-Hildebrandt-Grundschule, ebenfalls unter Leitung Karows, komplettierte das Projekt.

Ron Petraß, bekannt für den berührenden Musikkurzfilm “Kinder der Erde”, realisierte das passende Musikvideo zum Song.

Viele Unterstützer

Auch der Cottbuser Aufbruch, der Lokale Aktionsplan Cottbus, Vattenfall und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützen die Idee mit vereinter Kraft – und das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen.

 

 

Songtext

Stay together (Song für Toleranz und Menschlichkeit)

Text: Torsten Karow

Sie kommen aus einer Welt, die in Schutt und Asche liegt
In der es außer dem Tod nicht’s weiter mehr gibt
Sie haben mehr als nur ihre Heimat verlor’n
Hoffnung wird dort längst nicht mehr gebor’n

Interessen von Monstern, die keiner recht kennt
Haben alles zerstört und Familien getrennt
Unsere Erde wird zu deren Minenfeld
Und die Liebe versinkt in einem Meer voller Geld

Ist das wirklich der Sinn?
Mensch, wo gehst du hin?
Wo bleibt dein Herz? Wo dein Verstand?
Ist Gutsein das Falsche im Abendland?

Stay together
Wir reichen euch die Hände
Stay together
Die Hoffnung ist noch nicht am Ende
Stay together
Findet bei uns euern Frieden
Stay together
Lasst uns gemeinsam Pläne schmieden

Wir wollen uns für die Menschlichkeit entscheiden
Denn nur so endet alles Leiden
Stay together

Mit Angst und Furcht geh’n wir nur auf dunklen Wegen
Zuversicht stattdessen schenkt uns die Kraft zum Leben
Deine Heimat ist dort, wo Menschen dich lieben
Und dich nicht in eine finstre Welt abschieben

Doch es muss sich was ändern, auf dieser Welt
Menschlichkeit steht nämlich über dem Geld
Wer das nicht begreift, geht den gefährlichen Weg
An dessen Ende die Erde am Abgrund steht

Ist das wirklich der Sinn?
Mensch, wo gehst du hin?
Wo bleibt dein Herz? Wo dein Verstand?
Ist Gutsein das Falsche im Abendland?

Stay together
Wir reichen euch die Hände
Stay together
Die Hoffnung ist noch nicht am Ende
Stay together
Findet bei uns euern Frieden
Stay together
Lasst uns gemeinsam Pläne schmieden

Wir wollen uns für die Menschlichkeit entscheiden
Denn nur so endet alles Leiden

Zukunft ist das was wir draus machen
Schenk dem anderen dein Lachen
Egal aus welcher Welt er kommt

Zukunft ist das was wir draus machen
Schenk dem anderen dein Lachen
Egal aus welcher Welt er kommt

Zukunft ist das was wir draus machen
Schenk dem anderen dein Lachen
Egal aus welcher Welt er kommt

Egal aus welcher Welt er kommt

Egal aus welcher Welt er kommt

Egal aus welcher Welt er kommt

Moderatorin Dunja Hayali (Foto: Jennifer Fey)
Zur Person

Kurzbiografie von Dunja Hayali

Zum zweijährigen Jubiläum hat die Fernsehjournalistin Dunja Hayali durch einen abwechslungsreichen Festakt in der Brandenburgischen Staatskanzlei geführt. Weiterlesen