Zu Weihnachten mit Geflüchteten basteln oder singen (Foto: Rainer Fuhrmann – stock.adobe.com)

Integrationsbeauftragte fördert “Weihnachten mit geflüchteten Menschen”

Auch in diesem Jahr unterstützt Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier Weihnachtsaktionen für und mit geflüchteten Menschen in Brandenburg. Ehrenamtliche Willkommensinitiativen, Vereine, Religionsgemeinschaften oder Träger können ab sofort Anträge auf eine Förderung einreichen. Weihnachtliche Erlebnisse mit Geflüchteten können jeweils mit bis zu 500 Euro gefördert werden.

Austausch und Miteinander voranbringen

Landesintegrationsbeauftragte Lemmermeier: „Ich freue mich sehr, dass wir schon zum fünften Mail in Folge Weihnachtsaktionen von Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler finanziell unterstützen können. Mit unserer Förderung wollen wir dazu beitragen, den Austausch und das Miteinander weiter voranzubringen. Die Weihnachtszeit ist eine ganz besondere Zeit und bietet auch für das ehrenamtliche Engagement ganz besondere Möglichkeiten. Es ist eine gute Zeit, um über Religionen und Bräuche zu sprechen, gemeinsam zu singen und zu musizieren und sich noch besser kennenzulernen. Damit kann ein wichtiger Beitrag zur Integration von geflüchteten Menschen geleistet werden. In den letzten Jahren wurden viele tolle Projekte durchgeführt. Das Förderprogramm wird sehr gut angenommen. Ich bin gespannt, welche Ideen in diesem Jahr umgesetzt werden können.“

Was bei “Weihnachten mit geflüchteten Menschen” förderfähig ist

Voraussetzung für die Förderung ist, dass ein Großteil der Beteiligten sich ehrenamtlich engagiert. Gefördert werden können zum Beispiel Mietkosten für Räume, Bastel-Material, Fahrtkosten, Notenhefte oder Liederbücher sowie der Einsatz von Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern.

 

Weitere Informationen
Alles zur Förderung und das Hinweisblatt zur Antragstellung

Aktion zusammen wachsen (Logo)

Landestagung der “Aktion zusammen wachsen”

Am 20. November 2019 findet in Potsdam die Landestagung Brandenburg zum Thema „Patenschaften und Mentoring in den Bundesländern“ statt.

Patenschaftsprojekte stärken

Um die Arbeit von Patenschafts- und Mentoringprojekten zukünftig auf allen Ebenen noch wirkungsvoller zu unterstützen, plant die „Aktion zusammen wachsen“ die Netzwerkarbeit im Bereich von Patenschaften und Mentoring in – und gemeinsam mit – den Bundesländern nachhaltig zu stärken.

Ziel der Landestagungen ist es zum einen, den Auf- und Ausbau von regional übergreifenden Netzwerken anzustoßen, damit sich Patenschafts- und Mentoringprojekte stärker vernetzen und in ihrer Arbeit von Synergieeffekten profitieren können. Zum anderen sollen Angebote zur Fortbildung und zur Qualifikation unterbreitet werden. Zielgruppen sind neben Koordinatorinnen und Koordinatoren von Patenschafts- und Mentoringprojekten, Netzwerke, Fachleute, die als Bindeglied zwischen Ehrenamtlern, Projekten und zivilgesellschaftlichen Akteuren fungieren und Multiplikatoren.

In Brandenburg findet die Landestagung am Mittwoch, 20. November 2019 in der Zeit von 9:30 bis 16:30 Uhr im BlauArt Tagungshaus in Potsdam statt.

Hintergrund zur “Aktion zusammen wachsen”

Veranstalter sind die „Aktion zusammen wachsen“ gemeinsam mit der Staatskanzlei des Landes Brandenburg und der dort angesiedelten Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“/Bündnis für Brandenburg.

 

Weitere Informationen
Einladung mit Detailprogramm (PDF) und Infoblatt (PDF)
Anmeldebogen (PDF)

Landesaufnahmeprogramm für Yezidinnen und Yeziden wird umgesetzt

Das Landesaufnahmeprogramm für besonders schutzwürdige Yezidinnen und Yeziden wird umgesetzt. „Brandenburg hält Wort. Insgesamt 72 Menschen, die Opfer kriegerischer oder sexueller Gewalt geworden sind, werden in Brandenburg aufgenommen und soweit nötig psychologisch und medizinisch betreut”, sagte Staatskanzleichef Martin Gorholt heute in der Potsdamer Staatskanzlei.  Davon leben 32 Frauen, Kinder und Männer mittlerweile in Brandenburg. Dafür hat der Landkreis Oder-Spree eine Gemeinschaftsunterkunft zur Verfügung gestellt, die unter Trägerschaft der Caritas steht.

Vertreibung durch Terrormiliz

Weitere 26 Menschen im Irak haben bereits ihre Visa für die Einreise erhalten und werden kurzfristig in Brandenburg erwartet. Gorholt informierte darüber, dass für weitere 14 Yezidinnen und Yeziden das Visaverfahren noch läuft. Er rechne damit, dass offene Fragen in den nächsten Wochen geklärt werden können. Zur gesamten Gruppe gehören 28 Frauen, 34 Kinder und Jugendliche sowie zehn männliche Angehörige besonders betroffener Frauen. Das Land Brandenburg stellt in diesem Jahr für das Aufnahmeprogramm 500.000 Euro zur Verfügung.

Gorholt: „Mit unserem Landesaufnahmeprogramm wollen wir Menschen unterstützen, denen vor Ort nicht angemessen geholfen werden kann. Ich bin aber auch überzeugt, dass eine Zukunft für die Yezidinnen und Yeziden insgesamt nur in ihren ursprünglichen Gebieten vor allem im Bereich von Sinjar im Nordirak liegen kann.” Von dort seien sie durch die Terrormiliz Islamischer Staat vertrieben worden. Die Rückkehr laufe aber sehr langsam oder gar nicht, weil die Menschen den dortigen Verhältnissen insbesondere in Bezug auf ihre Sicherheit nicht trauten.

Gorholt: „Es ist besonders wichtig, für die Menschen Perspektiven vor Ort zu schaffen. Brandenburg finanziert deshalb ein Gemeinschaftszentrum, dass sich an zwei Standorten jeweils in der Nähe von Sinjar City insbesondere an Frauen, Kinder und Jugendliche richtet.”

Hilfe für Yezidinnen und Yeziden nach Landtagsbeschlüssen

Mission East e.V. organisiert die Arbeit vor Ort. Seit dem Start des Projekts im Mai 2018 konnten zum Beispiel mehrere hundert Frauen und Jugendliche psychosozial betreut werden, fast 300 Jugendliche an Mathematik- und Alphabetisierungskursen sowie etwa 150 Jugendliche und rund 140 Frauen an berufsbildendem Training teilnehmen. Im vergangenen und in diesem Jahr stellte Brandenburg für das Gemeinschaftszentrum insgesamt 495.000 Euro zur Verfügung. Das Projekt läuft laut Gorholt noch bis Ende Dezember. Mission East e.V. wird voraussichtlich einen Folgeantrag zur Weiterführung des Projekts stellen.

Nach den Worten von Gorholt hatte die Landesregierung zeitnah mit der Umsetzung von Landtagsbeschlüssen begonnen, die humanitäre Hilfe für besonders schutzbedürftige Yezidinnen und Yeziden einforderten. In der Folge waren umfangreiche und zeitlich aufwendige Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse notwendig, an denen unter anderem das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt beteiligt waren und sind.

Dank für konstruktive Zusammenarbeit

Gorholt dankte ausdrücklich den beiden Bundesministerien, dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und der Caritas für die konstruktive Zusammenarbeit beim Landesaufnahmeprogramm. Er hob die Verantwortlichen im Landkreis Oder-Spree hervor, die sofort bereit waren zu helfen, als es um eine geeignete Unterbringungsmöglichkeit für die Yezidinnen und Yeziden ging.

Für diesen Kreis nahm Katja Kaiser, die Leiterin des Amtes für Ausländerangelegenheiten und Integration, an der Pressekonferenz teil und unterrichtete über die Situation vor Ort. Die Journalistin Düzen Tekkal, Vorsitzende der Hilfsorganisation HAWAR.help, setzt sich seit langem für das yezidische Volk ein. Sie ist Mitglied der Fachkommission „Fluchtursachen” der Bundesregierung. Der Verein bietet in der Unterkunft Workshops zum Beispiel zur Orientierung im Alltag an. Sie berichtete über die Arbeit des Vereins.

Filmreihe zu Fluchtbewegungen in Osteuropa

Am Mittwoch, dem 23. Oktober, zeigen Studierende der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Universität Potsdam an der Viadrina ab 19 Uhr zwei Filme zum Thema „Fluchtbewegungen: Angst und Ankommen in Osteuropa“. Der Filmabend bietet einen Vorgeschmack auf die im Rahmen eines Seminars kuratierte Filmreihe beim diesjährigen FilmFestival Cottbus.

Filmreihe zu Fluchtbewegungen mit “Easy Lessons” und “Untravel”

Zu sehen sind der Dokumentarfilm „Easy Lessons“ von der 31-jährigen ungarischen Filmemacherin Dorrotya Zurbó und der serbisch-slowakische Animations-Kurzfilm „Untravel“. Beide Filme aus dem Jahr 2018 werden in Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt. Der öffentliche Filmabend samt Gespräch mit Festivaldirektor Bernd Buder findet statt in Hörsaal 7 im Gräfin-Dönhoff-Gebäude, Europaplatz 1. Der Eintritt ist frei.

Der 78-minütige Dokumentarfilm „Easy Lessons“ erzählt die Geschichte der 17-jährigen Kafia, die aus Somalia geflohen ist, um einer Zwangsheirat zu entkommen. Nun lebt sie in einer betreuten Wohngruppe in Budapest und muss sich an ihr Leben in der neuen Umgebung gewöhnen. Hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Welten sucht die junge Frau ihren Weg.

In dem 9-minütigen Animationsfilm “Untravel” geht es um die Themenbereiche Patriotismus, Tourismus und Emigration. Ein Mädchen lebt in einem grauen, streng isolierten Land, das von einer hohen Mauer umgeben ist. Sie ist noch niemals verreist, aber schon ihr ganzes Leben lang träumt sie davon, in einer perfekten Welt, die alle “Abroad” nennen, zu leben.

Hintergrund

Im vergangenen Sommersemester lernten Studierende in einem an der Viadrina und der Universität Potsdam angebotenen Projektseminar die grundlegenden Techniken für das Kuratieren einer Filmsektion. In enger Zusammenarbeit mit dem Filmfestival sichteten sie Filme, schrieben Sichtungsberichte und wählten passende Beiträge zum Thema Migration im osteuropäischen Kino aus. Die Filmreihe ist Bestandteil des 29. FilmFestival Cottbus und wird dort vom 5. bis 10. November zu sehen sein. Während des Festivals nehmen die Studierenden an Filmgesprächen teil und interviewen Filmschaffende. Das Programm ist ab Freitag, den 18. Oktober, verfügbar unter www.filmfestivalcottbus.de.

Das Projektseminar ist Teil des von der Hochschulrektorenkonferenz geförderten Programms „Kleine Fächer – Große Potenziale“, für das 17 Projekte an deutschen Hochschulen ausgewählt wurden um Stärken und Potenziale der sogenannten Kleinen Fächer sichtbar zu machen.

 

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Veranstaltungsübersicht des Projektes „Osteuropastudien in Brandenburg“

Deutsch als Zweitsprache (Foto: Ingo Bartussek – stock.adobe.com)

Brandenburg im Bundesrat: Deutschkursangebote

Der Bundesrat hat in seiner 981. Sitzung mit einer von Brandenburg miteingebrachten Entschließung zugestimmt, die auf eine grundsätzliche Neugestaltung der Struktur der Deutschkursangebote für Migrantinnen und Migranten dringt.

Derzeitige Deutschkursangebote zu unübersichtlich

Das jetzige System ist zu unübersichtlich. Anzustreben ist ein qualitativ verbessertes, umfassendes Sprachprogramm des Bundes, bei dem die Angebote an Erstorientierungs- und Integrationskursen sowie zur berufsbezogenen Sprachförderung vereinheitlicht, aufeinander abgestimmt und miteinander verzahnt sind.

Der für Bundesangelegenheiten zuständige Staatssekretär Thomas Kralinski: „Nur mit guten Deutschkenntnissen kann Integration gelingen.”

 

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Abstimmungsverhalten Brandenburgs im Bundesrat

Brandenburger Integrationspreis (Foto: geralt – pixabay.com)

Bewerbungsfrist für Landesintegrationspreis verlängert

Die Bewerbungsfrist für den Brandenburger Integrationspreis 2019 wurde um zwei Wochen verlängert: So können sich jetzt noch bis zum 27. Oktober Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Initiativen, Unternehmen und Kommunen für den Integrationspreis bewerben oder dafür vorgeschlagen werden.

Landesintegrationspreis mit 5.000 Euro dotiert

Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier ruft alle Personen und Institutionen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in besonderer Weise für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund im Land Brandenburg einsetzen, zum Mitmachen auf. Der Preis ist mit einer Gesamtsumme von 5.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung wird Anfang des Jahres 2020 stattfinden.

Der Brandenburger Integrationspreis wird seit 2008 vergeben und zeichnet hervorragende Leistungen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund aus. Die Integrationsmaßnahmen sollen sich insbesondere durch kreative Ansätze, Innovation, Nachhaltigkeit, Vernetzung und Wirkung in das Gemeinwesen auszeichnen.

Auswahljury entscheidet

Die Auswahljury setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Landtages, des Landkreistages, des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, des Ministeriums des Innern und für Kommunales, des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten im Land Brandenburg, des Vereins Viet Hong e.V. sowie der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg.

Bewerbungen sind zu richten an: Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, 14467 Potsdam.

 

Weitere Informationen
Webseite zum Integrationspreis

Fortbildung zum Thema “Grundlagen der Arbeitsmarktintegration”

Die Fortbildung des IQ Netzwerks zum Thema “Grundlagen der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und interkultureller Kompetenzen” richtet sich an Beschäftigte in der Migrationssozialarbeit sowie an ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger. Durch die in den Fortbildungen vermittelten Informationen zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Fluchtgeschichte soll eine gute Erst- und Verweisberatung im Kontakt mit Menschen mit Fluchtgeschichte ermöglicht werden.

Inhalte der Fortbildung zum Thema “Grundlagen der Arbeitsmarktintegration”

Die Themen der Fortbildung sind zum einen die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten, also rechtliche Aspekte, Möglichkeiten und Restriktionen der Arbeitsmarktintegration, Verfahren zur Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse und finanzielle Fördermöglichkeiten, und zum anderen arbeitsbezogene interkulturelle Kompetenzen, zum Beispiel die Rolle der Kultur im Alltags- und Arbeitsleben, Stereotype und Vorurteile, einfache Sprache und interkulturelle Erklärkompetenz. Darüber hinaus sollen in Fallbeispielen die Fortbildungsinhalte angewendet werden und ein Austausch untereinander entstehen.

Die Teilnahme an der Fortbildung ist kostenlos. Jeder Teilnehmende erhält ein Zertifikat.

Bevorstehende Termine

Schwedt/Oder
22. bis 23. Oktober
9 bis 15 Uhr

Potsdam
12. bis 13. November
9 bis 15 Uhr

Interessierte, die sich für eine Teilnahme anmelden möchten, nehmen bitte Kontakt zu Vitalina Buran vom bbw Bildungszentrum Ostbrandenburg auf (E-Mail: vitalina.buran@bbw-ostbrandenburg.de; Telefon: 0335 5569 529).

Hintergrund

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Studienberatung und Förderung für Zugewanderte

Das Programm Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H) berät und unterstützt junge Zugewanderte bei der Aufnahme oder Fortsetzung einer akademischen Laufbahn. Gemeinsam mit der Otto Benecke Stiftung e. V. werden die Richtlinien des Garantiefonds Hochschule umgesetzt. Neben der intensiven und allumfassenden studienvorbereitenden Beratung für alle interessierten Personen wird für eine bestimmte Personengruppe auch eine finanzielle Förderung zur Studienvorbereitung angeboten.

Neue Regelungen zur Studienberatung und Förderung für Zugewanderte

Zu dieser Personengruppe gehören anerkannte Flüchtlinge und Spätaussiedler, die in Ihrem Heimatland eine Hochschulreife erworben haben, sowie ihre nachgereisten Ehegattinnen und Ehegatten. Mit Inkrafttreten der neuen Richtlinien können auch im Rahmen einer Familienzusammenführung nachgereiste Kinder über das Programm gefördert werden. Zudem ist eine Antragstellung nicht mehr an das Einreisedatum der Antragstellenden gebunden. Anträge können bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres bei der Bildungsberatung gestellt werden.

Zu den wichtigsten geförderten Maßnahmen gehören Intensivsprachkurse Deutsch (B2-C1 Niveau) und Englisch (A2-B2 Niveau),  Prüfungsvorbereitungskurse für die Test DaF oder telc C1 Hochschulprüfung (inkl. Prüfungsgebühren), Kurse, die einen Hochschulzugang ermöglichen (Sonderlehrgang oder Studienkolleg) oder studienvorbereitende Seminare (z. B. Fit für das Studium, IT-Kurs, Vorbereitung auf die Arbeitswelt). Die finanzielle Förderung beinhaltet Kurskosten, Lernmittelpauschalen, Fahrtkosten, Lebensunterhalt, Unterkunftskosten sowie Kosten des Sonderbedarfs (z. B. Übersetzungen,  Beglaubigungen, Studienbewerbungen).

Hintergrund

Die Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule ist ein aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördertes Bundesprogramm. Deutschlandweit gibt es 22 feste Beratungsstellen. Die Beratungsstelle in Berlin ist auch für Brandenburg zuständig. Darüber hinaus werden mobile Beratungen durchgeführt, so dass die Ratsuchenden keine allzu weiten Wege auf sich nehmen müssen. Mobile Beratungen in Brandenburg finden derzeit in Potsdam, Fürstenwalde, Frankfurt/Oder und Cottbus statt.

 

Weitere Informationen
Flyer zur Studienberatung und Förderung (PDF-Format)

Deichmann-Förderpreis 2019 (Foto: deichmann-foerderpreis.de)

Deichmann-Förderpreis für Integration geht an Potsdamer Judoverein

Mit dem DEICHMANN-Förderpreis für Integration ist heute der Universitäts Judo- und Kampfsportclub Potsdam (UJKC) in der Potsdamer MBS-Arena geehrt worden. Sportministerin Britta Ernst übereichte die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung gemeinsam mit Ulrich Effing, Projektleiter des DEICHMANN-Förderpreises.

Schule und Sport effektiv miteinander verbinden

Der Judoverein UJKC Potsdam unterstützt geflüchtete Kinder und Jugendliche vor und während des Trainings durch schulische Hilfsangebote. Die Kinder und Jugendlichen kommen mit unterschiedlichem Bildungsstand in den Verein und sprechen wenig Deutsch. Mit Unterstützung der älteren Sportschülerinnen und Sportschüler und einer ehrenamtlich tätigen Pädagogin verbessern die Kinder ihre Kenntnisse. 25 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 Jahren wurden in den letzten zwölf Monaten betreut.

„Kindern mit Fluchter­fahrungen fällt es oftmals schwer Vertrauen aufzubauen. Wenn sie sich in spielerischer Art und Weise kennen­lernen und dazu noch sportlich betätigen, hilft es ihnen sehr“, so Ministerin Britta Ernst. „Deshalb freue ich mich, den Verein UJKC für seine besondere Arbeit auszeichnen zu dürfen.“

Die ersten geflüchteten Kinder kamen vor fünf Jahren in den Verein. Schnell fielen den Trainern das sportliche Talent, aber auch die sprachlichen und sozialen Defizite der Kinder auf. Dafür wurde dieses spezielle Unterstützungsangebot geschaffen. Neben den schulischen Hilfsmaßnahmen steht auch die soziale Integration im Fokus der Vereinsarbeit.

Hintergrund zum Diechmann-Förderpreis

Der Schuhhändler DEICHMANN zeichnet zum 15. Mal Unternehmen, Vereine und Schulen aus, die sich in herausragender Weise für benachteiligte Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund engagieren. Der Förderpreis wird seit 2005 vergeben. Der UJKC ist Sieger im Land Brandenburg. Die Bundessieger werden im November in Düsseldorf geehrt.

 

Weitere Informationen
Pressemitteilung auf der Seite des Förderpreises

Festival “Film ohne Grenzen” eröffnet

Klares Bekenntnis zu Humanität, Solidarität und Mitmenschlichkeit – das zeichnet für Brandenburgs Medien-Staatssekretär Thomas Kralinski auch die 7. Ausgabe des Festivals „Film ohne Grenzen“ aus. Bei der Eröffnung in der Kulturscheune Eibenhof in Bad Saarow sagte er: „30 Jahre nach dem Mauerfall wird unter dem Motto ‚WIR‘ nach dem Zusammenhalt in unserem Land, nach dem Verhältnis von Ost und West, nach dem Umgang der Generationen miteinander gefragt. Das Filmfestival trägt dazu bei, Sprachlosigkeit zwischen Ost- und Westdeutschland zu überwinden. ‚Film ohne Grenzen‘ hat sich zu einem echten kulturellen Leuchtturm entwickelt, der tolle Filme, hochkarätige Gäste und spannende Diskussionen nach Bad Saarow holt – und damit Kulturgenuss und Naturschönheit auf so wunderbare Weise verbindet.“

Von Trotta ist Ehrengast von “Film ohne Grenzen”

„Film ohne Grenzen“ bringt auch in diesem Jahr Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturkreisen, Auszubildende, Schülerinnen und Schüler sowie junge Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte miteinander ins Gespräch. Im Rahmen eines einwöchigen Workshops unter dem Motto „Mix it“ im Juni 2019 in Fürstenwalde entstanden Kurzfilme zum Thema „Wahlen“. Ebenfalls im Juni arbeiteten junge Geflüchtete und Lehrlinge verschiedener Gewerbe aus Storkow und Bad Saarow an dem Film- und Tonprojekt „Sinfonie einer Kleinstadt“. Die berühmte und mehrfach ausgezeichnete Filmemacherin und Drehbuchautorin, Margarethe von Trotta, ist Ehrengast des diesjährigen Festivals.

Hintergrund

Das erstmalig in Medienpartnerschaft mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg ausgetragene und bis zum 1. September dauernde Festival wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg, dem Landkreis Oder-Spree und der Antonius Jugend- und Kulturstiftung unterstützt sowie von Daimler und der Artprojekt-Gruppe gesponsert. Gezeigt werden Kurz- und Langfilme aus aller Welt: von Afrika über Peru bis Israel und Deutschland.

 

Weitere Informationen
Webseite des Festivals