Demo in Cottbus
Sternmarsch

Cottbus setzt Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit

Cottbus hat am Donnerstag ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit gesetzt. Weiterlesen

Toleranz, Foto: (dpa)
Sternmarsch „Cottbus bekennt Farbe“

Brandenburger Sozialpartnerdialog wirbt wirbt für Toleranz: Kein Platz für Fremdenfeindlichkeit

Der Brandenburger Sozialpartnerdialog aus Landesregierung, Gewerkschaften und Arbeitgebern unterstützt die Initiative „Cottbus bekennt Farbe“ Weiterlesen

Frau, Foto: ©Lucky Dragon - stock.adobe.com
Starthilfe

KAUSA Servicestelle Brandenburg unterstützt junge Migranten auf dem Weg in die berufliche Ausbildung

Starthilfe für junge Migrantinnen und Migranten bei der Ausbildung: Mit der „KAUSA Servicestelle Brandenburg“ wurde im letzten halben Jahr ein neues Beratungsangebot aufgebaut. Weiterlesen

Cottbus bekennt Farbe: Sternmarsch zur Oberkirche (Foto: Buesi – stock.adobe.com)
Demonstration

Cottbus bekennt Farbe: Sternmarsch zur Oberkirche

Alljährlich bietet der 15. Februar, der Jahrestag der Bombardierung von Cottbus/Chóśebuz im Zweiten Weltkrieg, Anlass zum Gedenken an die Schrecken von Krieg, Gewalt, Zerstörung, aber auch an die Ursachen davon. Die mörderische Ideologie des Nationalsozialismus, Größenwahn, Rassismus und Antisemitismus haben unermessliches Leid über die Menschen gebracht.

Erstmals Sternmarsch

Deshalb ist dieser Tag zugleich Anlass zur Rückbesinnung auf die Menschenwürde und die Werte, auf denen friedliches und soziales Zusammenleben beruht und auf die Demokratie als  politisches Ordnungssystem.

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner von “Cottbus bekennt Farbe” rufen deshalb gemeinsam alle Cottbuserinnen und Cottbuser auf zum Sternmarsch und zur Kundgebung am 15. Februar 2018.

Friedlich und ohne Angst zusammenleben

Im Aufruf heißt es unter anderem: „Wir wollen, dass alle friedlich und ohne Angst in unserer Stadt leben können. Dies gilt gleichermaßen für alle Frauen und Männer, für Personen aller Religionszugehörigkeiten, jeder sexueller Orientierung und jeden Alters. Wir wollen, dass Recht und Gesetz von allen geachtet werden und dass der Staat Verstöße zügig ahndet. Wir wollen Freiheit, die Verantwortung einschließt.“

Wer den Aufruf mit unterzeichnen möchte, schickt eine E-Mail mit dem Namen der Organisation/Firma und dem Namen und Vornamen der Person, die für die Organisation unterschreibt (Privatpersonen lassen die Organisation/Firma einfach weg) an folgende E-Mail-Adresse: lothar.judith@dgb.de

Plakat "Cottbus bekennt Farbe"

Plakat “Cottbus bekennt Farbe”

 

Auf vier Routen zur Oberkirche

Der Sternmarsch verläuft auf vier Routen, Startpunkte befinden sich am Staatstheater, an der Lutherkirche, an der BTU und auf dem J.-Duclos-Platz. Los geht es jeweils um 17 Uhr. Danach (vermutlich gegen 18 Uhr) findet eine Abschlusskundgebung an der Oberkirche statt, unter anderem mit vielen kulturellen Beiträgen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke, Sozialministerin Diana Golze, Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer, Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde, der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretär Martin Gorholt, Justizstaatssekretär Ronald Pienkny und Europastaatssekretärin Anne Quart beteiligen sich an einem Sternmarsch mit anschließender Kundgebung unter dem Motto “Cottbus bekennt Farbe”. Woidke hält auf der Kundgebung eine Rede.

 

Weitere Informationen
Webseite der Organisation “Cottbuser Aufbruch”

Foto: Buesi – stock.adobe.com

Woidke und Dröge werben für weltoffenes Brandenburg, Foto: brandenburg.de
Kirchendialog

Woidke und Dröge werben für weltoffenes Brandenburg

Mit einem eindringlichen Appell für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in Brandenburg haben die Landesregierung und die Leitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) heute in der Potsdamer Staatskanzlei ihren traditionellen Dialog fortgesetzt. Es handelte sich um das zehnte Treffen seit Abschluss des Staatsvertrags von Land und Evangelischer Kirche im Jahr 1996. Weitere Themen waren frühkindliche Bildung, demografischer Wandel, Integration, Erinnerungskultur und der Erhalt von Dorfkirchen.

Aufgeheizte Stimmung in Cottbus

Landesregierung und evangelische Kirche setzten sich bei dem Treffen intensiv mit den jüngsten Geschehnissen in Cottbus auseinander. Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bischof Markus Dröge riefen zur Teilnahme am Sternmarsch „Cottbus bekennt Farbe“ am Donnerstag in der Lausitzstadt auf. Beide werden an der Kundgebung teilnehmen. Sie zeigten sich besorgt über die nach mehreren Gewalttaten von und gegen Flüchtlinge aufgeheizte Stimmung in Cottbus und mahnten eine Rückkehr zu einer sachlichen Debatte an.

Woidke unterstrich: „Die Landesregierung hat bereits wichtige Schritte unternommen, um die Stadt zu unterstützen. Vergangene Woche haben Ministerien und  die Stadt Cottbus sehr konstruktiv einen intensiven Arbeitsplan vereinbart. Es gibt mehr Sozialarbeiter und mehr Polizeipräsenz. Doch das alles hilft nur, wenn alle an einem Strang ziehen und sich für ein weltoffenes und modernes Cottbus stark machen. Wir lassen nicht zu, dass Rechtspopulisten die öffentliche Diskussion und das Bild von Cottbus und Brandenburg prägen.“

Dröge ergänzte: „Dem offenkundigen Versuch von Rechtsextremisten und anderen Feinden eines friedlichen und demokratischen Miteinanders, die Stadt Cottbus zu einer weiteren Bühne für ihre menschenverachtenden Hetze zu machen, stellen wir uns gemeinsam mit den Cottbuserinnen und Cottbusern entschieden entgegen. Cottbus hat in den letzten beiden Jahren viel für Menschen in Not getan. Und die Stadt hat ein gutes Konzept, um das Ankommen und die Integration der Neu-Cottbuser Wirklichkeit werden zu lassen. Wahr ist aber auch: Integration geschieht nicht von allein, sie kostet Zeit, Kraft und Geld. Aber ich weiß auch und unterstütze sehr, dass sich Stadt und Land sehr gut abstimmen, um vorhandene Probleme abzustellen. Das geht nur gemeinsam.“

Reformationsjubiläum hat bürgerschaftliches Engagement gestärkt

Im gesamten Land Brandenburg müssten die Anstrengungen zur Integration Geflüchteter fortgesetzt werden, fügten Woidke und Dröge hinzu. Das Land sei hier bereits auf einem guten Weg. Es gebe viele vorbildliche und wirkungsvolle Projekte und Initiativen. Woidke lobte dabei auch das Engagement der Evangelischen Kirche. So ist die EKBO  in Cottbus Träger von sechs Kitas. Die Bodelschwingh-Kita in Cottbus-Sandow leistet nach den Worten von Dröge einen wichtigen Beitrag dazu, dass Migrantenfamilien, Alteingesessene und etwa Russlanddeutsche sich begegnen. Zudem unterstützt die Diakonie die Integration von jugendlichen und erwachsenen Flüchtlingen mit Beratung und Unterbringung.

Landesregierung und Evangelische Kirche blickten auch auf das 500-jährige Reformationsjubiläum im vergangenen Jahr zurück. Dabei hätten Staat, Kirche und Zivilgesellschaft zahlreiche Projekte gemeinsam organisiert, betonten Woidke und Dröge. Das Jubiläum habe dazu beigetragen, bürgerschaftliches Engagement zu stärken.

Dorfkirchen retten

Mit Blick auf die Dorfkirchen im Land zogen Woidke und Dröge eine positive Zwischenbilanz. Seit 1990 seien mehr als 500 evangelische Gotteshäuser mit finanzieller Unterstützung des Landes gerettet worden. Brandenburg sei das einzige Bundesland, das eine vertragliche Verpflichtung zur Beteiligung an der Sanierung von Kirchengebäuden übernommen habe. So stelle das Land laut dem Evangelischen Kirchenvertrag jährlich mehr als 1,58 Millionen Euro für den Erhalt der mehr als 1.800 Kirchen und Kapellen bereit. Im Nachtragshaushalt für das laufende Jahr seien zusätzlich 500.000 Euro dafür vorgesehen.

Woidke: „Die meist denkmalgeschützten Kirchen mit ihren Altären, Kanzeln, Orgeln und Wandmalereien sind ein bedeutendes kulturelles Erbe. Für viele Menschen – auch Nichtchristen – sind sie identitätsstiftend, sie prägen unser Heimatbild. Sie sind Anker im Dorf. Deshalb freue ich mich, dass sich so viele Menschen für den Erhalt der Häuser engagieren. Es gibt mehr als 300 Kirchbauvereine und den Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg. Aus dem Engagement sind viele wertvolle Projekte entstanden, die unser Leben bereichern.“ Als Beispiele nannte er „Musikschulen öffnen Kirchen“ und den „Dorfkirchensommer“.

Dröge: „Die vorbildliche Zusammenarbeit von Landesregierung und EKBO zum Erhalt der Dorfkirchen ist eine Erfolgsgeschichte, über die ich mich persönlich sehr freue, auch weil die Zivilgesellschaft so kräftig mitmacht. Das letzte Fünftel der Kirchen wartet noch auf die Sicherung oder Nutzung im Sinne der Gemeinden. Ich bin mir sicher, dass wir das gut gelöst bekommen. Wir haben dazu weitere Gespräche verabredet, um gemeinsam neue Ansätze einer sozialräumlichen Ausrichtung der Kirchennutzung in Modellversuchen zu prüfen. Denn wie sagt man so schön: Die Kirche sollte im Dorf bleiben.“

Hintergrund

Von den 2,5 Millionen Einwohnern Brandenburgs sind knapp 500.000 Mitglieder der verschiedenen Kirchen. Mit 390.000 Mitgliedern bilden die Protestanten die  mit Abstand größte Gruppe.

One Billion Rising: Aktionstag
Aktionstag "One Billion Rising"

Gewalt gegen Frauen darf nicht geduldet werden

Frauen weltweit und in Brandenburg tanzen am 14. Februar gegen Gewalt an. In Potsdam, Cottbus, Brandenburg an der Havel, Neuruppin, Hohen Neuendorf, Rathenow und Angermünde finden Aktionen zur Kampagne „One Billion Rising“ (englisch für „Eine Milliarde erhebt sich“) statt. Frauenministerin Diana Golze sagte: „Frauen in aller Welt stehen an diesem Tag auf und demonstrieren ihre Kraft und Solidarität. Ich freue mich über die große Beteiligung auch in Brandenburg. Auch Männer sind aufgerufen, Flagge zu zeigen. Wir wollen betroffenen Frauen, Mädchen und Jungen ihren Stolz zurückgeben und unsere Solidarität zeigen. Niemand muss sich dafür schämen, vergewaltigt oder belästigt worden zu sein. Es ist aber eine Schande für die Angreifer und alle, die dazu schweigen.“

One Billion Rising – Aktionstag seit 14. Februar 2013

Die Kampagne „One Billion Rising“ wurde 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert. Eine Milliarde (englisch Billion) bezieht sich auf eine UN-Statistik, der zufolge eine von drei Frauen im Laufe ihres Lebens vergewaltigt oder Opfer von schwerer Körperverletzung wird. Ähnliche Zahlen gelten für Deutschland. Dem Aufruf folgend tanzten am 14. Februar 2013 erstmals Menschen auf öffentlichen Plätzen als Protest gegen Gewalt. Seitdem findet die weltweite Aktion immer am 14. Februar statt, der ja als Valentinstag auch für die Liebe steht.

Frauenministerin Golze: „In den letzten Monaten haben zahlreiche Schauspielerinnen und andere Frauen unter dem Hashtag „#MeToo“ öffentlich gemacht, dass sie sexualisierte Gewalt erlitten haben. Das Ausmaß hat alle entsetzt. Es ist schockierend, wie weit auch im 21. Jahrhundert Gewalt gegen Frauen noch verbreitet ist. Wir müssen uns dagegen wehren und zeigen, dass wir das nicht dulden. Opfer von Gewalt und Belästigung sind nicht allein! Ich rufe auch die Frauen auf, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn viele von Gewalt betroffene Frauen brauchen Unterstützung – sowohl im persönlichen sozialen Umfeld als auch professionell.“

Hohe Dunkelziffer bei Gewalt gegen Frauen

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Monika von der Lippe, sagte: „Ich bin begeistert, dass in diesem Jahr auch Frauen mit Behinderungen öffentlich in Potsdam tanzen werden. Das ist für sie ein großer Schritt, aber ungeheuer wichtig. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass Frauen mit Behinderungen ganz besonders von Gewalt in jeglicher Form betroffen sind. Da reicht die Gewaltfacette von personeller Gewalt über diverse Diskriminierungsformen bis hin zu struktureller Gewalt. Unsere üblichen Hilfe- und Unterstützungssysteme greifen hier zu kurz. Landesseitig unterstützte Maßnahmen wie die Schulung von Frauenbeauftragten in Werkstätten und Wohnstätten sind hier ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Die Dunkelziffer ist hoch. Immer noch gehen geschätzt zwei Drittel der Opfer nicht zur Polizei oder suchen eine Hilfseinrichtung auf. In Brandenburg gewähren 21 Frauenhäuser und andere Schutzeinrichtungen Zuflucht bei akuter Bedrohung.

Das kostenlose Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist unter der Rufnummer 08000 116 016 erreichbar. Betroffene können sich auch online per E-Mail oder Chat (www.hilfetelefon.de) beraten lassen.

Die Kliniken in Potsdam, Neuruppin, Cottbus und Frankfurt (Oder) bieten die vertrauliche medizinische Soforthilfe nach einer Vergewaltigung an. Das Opfer kann dann später ohne zeitlichen Druck entscheiden, ob und wann es Anzeige erstattet wird. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht.

 

Weitere Informationen
Übersicht über die landesweiten Aktionen

25 Jahre "Bündnis für Mut und Verständigung" (Foto: oneinchpunch – stock.adobe.com)
Aufruf

“Bündnis für Mut und Verständigung” zeichnet besonderes Engagement aus

Das „Band für Mut und Verständigung“ wird seit 1993 vom Bündnis für Mut und Verständigung verliehen. Auch dieses Jahr werden Menschen oder Gruppen gesucht, die sich in besonderer Weise gegen Diskriminierung einsetzen, die hinsehen und sich einmischen.

25 Jahre “Bündnis für Mut und Verständigung”

Sich engagieren, Verantwortung übernehmen, Zivilcourage zeigen – das sollte für Einzelpersonen und Initiativen aus Berlin und Brandenburg, die für den Preis ins Rennen gehen, im Rahmen ihres langjährigen, ehrenamtlichen Engagements wie selbstverständlich dazugehören. Denn der Preis “Band für Mut und Verständigung” würdigt beispielhaftes Handeln gegen rassistische Dirskriminierung und Gewalt und den Einsatz für ein freidliches, respektvolles Miteinander.

Im Sommer 2018 wird er das nächste Mal vergeben, überreicht vom Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke. Noch bis zum 01. März besteht die Möglichkeit, Initiativen und Einzelpersonen vorzuschlagen – unkompliziert per E-Mail an vorschlag@band-mut-verständigung.de. Enthalten sein sollte eine kurze, aussagekräftige Begründung, warum die Person oder Gruppe vorgeschlagen wird.

Hintergrund

Die gewalttätigen Übergriffe auf Migranten in Hoyerswerda im Jahr 1991 haben die gesellschaftlichen Kräfte in Berlin und Brandenburg auf Initiative des DGB, Landesbezirk Berlin-Brandenburg, dazu bewogen, ein gemeinsames Bündnis für Mut und Verständigung zu gründen. Am 16. Oktober 1991 trat das Bündnis mit einer Pressekonferenz im Berliner Rathaus mit dem gemeinsamen „Aufruf zur Wiederherstellung des inneren Friedens und zur Wahrung der Würde aller Menschen“ in die Öffentlichkeit.

Seitdem wirbt das Bündnis durch verschiedene Aktivitäten für Toleranz in der Gesellschaft. Als ständige Aktivität hat das Bündnis 1993 beschlossen, beispielhafte Aktionen in Berlin und Brandenburg mit dem „Band für Mut und Verständigung“ auszuzeichnen, bei denen Bürger sich couragiert gegen Diskriminierung und Gewalt aus rassistischen Beweggründen wenden bzw. sich in langjähriger und ehrenamtlicher Arbeit für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben aller Menschen einsetzen. Es wird seit 1993 vergeben.

Seit dem Jahr 2006 vergibt das Bündnis außerdem den „Sonderpreis des Bandes für Mut und Verständigung“. Dieser Sonderpreis ist eine Auszeichnung für außerordentliches Engagement vor allem junger Menschen und Initiativen im Bereich der interkulturellen Arbeit und Verständigung, die in ihrer Vorbildfunktion andere Menschen motivieren und bestärken können, sich aktiv gegen Rassismus und für ein friedliches Miteinander einzusetzen.

Die Mitglieder des “Bündnis für Mut und Verständigung”

Mitglieder des Bündnisses sind der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Doris Lemmermeier, der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration, Andreas Germershausen, die Arbeiterwohlfahrt Landesverbände Berlin und Brandenburg, der Caritasverband für das Erzbistum Berlin, der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin, das Deutsche Rote Kreuz Landesverbände Berlin und Brandenburg, das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, das Erzbistum Berlin, die Jüdische Gemeinde zu Berlin, der Landessportbund Berlin und der Flüchtlingsrat Berlin.

 

Weitere Informationen
Webseite mit Aufruf und Teilnahmebedingungen

Foto: oneinchpunch – stock.adobe.com
Zwischenbilanz des Modellprojekts "GU trifft Gemeinde" (Foto: dpa/Bernd Wüstneck)
"GU trifft Gemeinde"

Modellprojekt zur Begegnung von Flüchtlingen und Einheimischen zieht Zwischenbilanz

Die Begegnung von Flüchtlingen und Einheimischen fördert das Verständnis und Miteinander. Darauf setzt auch ein Modellprojekt mit dem Namen „GU (Gemeinschaftsunterkunft) trifft Gemeinde“, das vom Bundesfamilienministerium und dem Brandenburger Sozialministerium unterstützt wird. Es ist auf fünf Jahre angelegt und will die regionale Zivilgesellschaft stärken, um Flüchtlinge besser einzubeziehen und mehr gemeinsam zu unternehmen.

Modellprojekt zieht Zwischenbilanz

Bei einem Fachgespräch am 6. März 2018 will der Fachberatungsdienst Zuwanderung, Integration und Toleranz im Land Brandenburg (FaZIT) eine Zwischenbilanz ziehen. Dabei soll diskutiert werden, was bisher erreicht wurde und noch besser gemacht werden kann. Erfahrungen mit dem Modellprojekt gibt es in den Orten Bad Saarow, Bernau, Stahnsdorf und Wusterhausen/Dosse.

Fachgespräch findet in Potsdam statt

Treffpunkt ist von 14 bis 17 Uhr im Haus der Natur, Lindenstraße 34, 14467 Potsdam. Interessenten werden gebeten, sich auf dem beigefügten Formular anzumelden.

 

Weitere Informationen
Anmeldung zum Download

Leistung macht Schule: Talentierte Kinder unabhängig von Herkunft und sozialem Status fördern (Foto: © Rob – stock.adobe.com)
Bundesweite Initiative

Talentierte Kinder unabhängig von Herkunft und sozialem Status fördern

Mit einer bundesweiten Auftaktveranstaltung in Berlin hat die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern „Leistung macht Schule“ begonnen. Mit dieser Initiative sollen in den kommenden zehn Jahren die schulischen Entwicklungsmöglichkeiten talentierter Kinder und Jugendlicher im Regelunterricht gefördert werden — unabhängig von ihrer Herkunft, dem Geschlecht und sozialen Status.

Sozial gerecht und leistungsfördernd

Auch das Land Brandenburg beteiligt sich an der Initiative. Dafür wurden neun Schulen ausgewählt, darunter fünf Grundschulen, eine Gesamt- und eine Oberschule sowie zwei Gymnasien. Der Startschuss für das Projekt im Land fällt am 15. Februar 2018.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Ich begrüße die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern. Die brandenburgische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, ein sozial gerechtes und leistungsförderndes Schulsystem zu gestalten. Wir wollen die Stärken und Potenziale aller Schülerinnen und Schüler entdecken und individuell fördern. Wir sehen die Unterstützung von Begabten und Hochbegabten als eine Kernaufgabe unserer schulischen Arbeit.“

Für die Initiative „Leistung macht Schule“ stellen das Bundesbildungsministerium und die Länder zu gleichen Teilen insgesamt 125 Millionen Euro bereit. In der ersten Phase (2018-2022) nehmen bundesweit 300 Schulen aus dem Primar- und Sekundarbereich an der Initiative teil. Kriterien waren u.a. die regionale Verteilung, die Beteiligung aller länderspezifischen Schularten, die Einbeziehung von Schulen mit hohem Migrantenanteil sowie sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern.

Übersicht der ausgewählten Schulen des Landes Brandenburg

 

Schulamt Schulform Schule Ort
Brandenburg Grundschule Eigenherd-Schule Kleinmachnow
Gymnasium Weinberg-Gymnasium Kleinmachnow
Grundschule Thomas-Müntzer-Schule Blönsdorf
Cottbus Oberschule Oskar-Kjellberg-Oberschule Finsterwalde
Grundschule Grundschule „Teupitz am See“ Teupitz
Frankfurt Grundschule Grundschule J.W. von Goethe Eisenhüttenstadt
Neuruppin Gymnasium Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium Pritzwalk
Grundschule Waldgrundschule Hohen Neuendorf Hohen Neuendorf
Gesamtschule Regine-Hildebrandt-Gesamtschule Birkenwerder

 

Foto: © Rob – stock.adobe.com

Neue Filmreihe: Das Grundgesetz (Foto: Screenshot bamf.de)
In fünf Sprachen

Neue Filmreihe: Das Grundgesetz

Auf welchen Werten beruht unser Zusammenleben? Was bedeutet Gleichberechtigung? Sechs anschauliche Erklärfilme geben in fünf verschiedenen Sprachen Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Grundgesetz.

Welche Rechte, Pflichten und Freiheiten hat der Einzelne in der Gesellschaft? Wie weit geht die Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland? Im Mittelpunkt der ansprechenden und anschaulich illustrierten Erklärfilme stehen das Grundgesetz und die in ihm verankerten Werte.

In jeder Sprachversion führt eine Moderatorin oder ein Moderator durch die Filme und stellt lebensnah und in einfachen Worten wesentliche Inhalte des Grundgesetzes vor, wie z.B. die Gleichberechtigung der Geschlechter oder die Glaubens- und Bekenntnisfreiheit. Wie diese Werte im persönlichen Alltag gelebt werden können, zeigt eine Reihe konkreter Beispiele. Kleine Animationen illustrieren diese ansprechend und ergänzen so die Erklärungen der Moderatoren.

Werte als Fundament der Integration

Die neu produzierte Filmreihe des Bundesamtes baut auf der Broschüre “Das Grundgesetz – Basis unseres Zusammenlebens” auf und setzt deren Inhalte filmisch um. Mit den Videos möchte das Bundesamt vor allem (Neu)-Zugewanderte sowie Geflüchtete dabei unterstützen, sich mit den Werten und Normen unserer Verfassung vertraut zu machen.

“Das Bewusstsein für die Werte, die unser Zusammenleben prägen, bildet das Fundament für Integration und schafft die Voraussetzungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt”, erklärt Dr. Uta Dauke, Vizepräsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. “Durch unsere neue Filmreihe möchten wir Neu-Zugewanderten einen lebensnahen und leichten Zugang zu unserem Grundgesetz und den in ihm garantierten Rechten und Freiheiten ermöglichen.”

Die Grundgesetzfilme stellen dabei ein Angebot zur ersten Orientierung dar. Vertieft wird das Wissen um gesetzlich verankerte Werte unter anderem in den Erstorientierungskursen, im Orientierungsteil des Integrationskurses sowie in zahlreichen Integrationsprojekten, die das Bundesamt jährlich fördert.

Filmreihe in fünf Sprachvarianten

Die neue Filmreihe ist in den fünf Sprachen Deutsch, Arabisch, Englisch, Französisch und Farsi erhältlich. Mit wenigen Klicks können die Filme kostenfrei im mp4-Format heruntergeladen und zum Beispiel von Ehren- und Hauptamtlichen im Unterricht oder bei Veranstaltungen genutzt werden.

Grundgesetz
Das Grundgesetz ist seit 1949 die “Verfassung” der Bundesrepublik Deutschland und beinhaltet die gesetzlichen Grundlagen des Staates. Im Grundgesetz sind auch die Grundrechte aufgeführt, die über allen anderen Gesetzen stehen. Die Unantastbarkeit der Würde des Menschen, die Menschenrechte und die Freiheit des Einzelnen sind grundlegende Prinzipien des Grundgesetzes. Mehr

Diskriminierungsverbot
Gleichheit vor dem Gesetz bedeutet, dass jeder Mensch nach denselben gültigen Gesetzen behandelt wird. Ein Mensch darf weder vor Gericht, noch in allen anderen Lebensbereichen z. B. wegen seines Alters, Status, seiner Herkunft oder seines Glaubens diskriminiert werden. Mehr

Gleichberechtigung der Geschlechter
Frauen und Männer sind in Deutschland gleichberechtigt, das heißt sie haben in allen Lebensbereichen gleiche Rechte. Im Grundgesetz ist geregelt, dass der Staat jeder Ungleichbehandlung entgegenwirken muss. Mehr

Meinungsfreiheit
Jeder Mensch darf seine Meinung in Deutschland frei äußern. Das Grundgesetz schützt zum Beispiel sowohl die Pressefreiheit als auch das Recht zu demonstrieren. Beleidigungen oder Hassaufrufe sind dagegen verboten. Mehr

Glaubensfreiheit
Glaube und Religion sind für viele Menschen wichtig. Im Grundgesetz ist die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses geregelt. Staat und Religion sind in Deutschland getrennt. Mehr

Schutz von Ehe und Familie
In Deutschland gehören viele verschiedene Familien- und Partnerschaftsmodelle zur Normalität. Ob alleinerziehende Singles oder homosexuelle Paare mit Kind: Das Grundgesetz schützt ganz unabhängig vom individuellen Familienmodell die gewaltfreie Erziehung von Kindern und definiert die Sorgfaltspflicht der Eltern. Mehr

 

Weitere Informationen
Alle Sprachversionen auf der Webseite des BAMF