Seminar zum Thema "Islam und westliche Welt" (Symbolfoto) (Foto: Denis Zaporozhtsev – stock.adobe.com)
Islam und westliche Welt

Konfrontation, Kooperation, Integration

Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet für alle, die beruflich, ehrenamtlich oder privat-engagiert mit Geflüchteten aus der arabischen Welt zu tun haben, ein zweitägiges Seminar in Trebbin an.

Islam und westliche Welt in Geschichte und Gegenwart

In der Beschreibung des Seminars heißt es: “Wir kommen immer häufiger mit dem Islam und der islamischen Welt in Berührung: Sei es durch die Begegnung mit ausländischen Mitbürger, sei es über die Berichterstattung aus dem Nahen Osten oder über die Diskussionen um den EU-Beitritt der Türkei, sei es durch den islamistischen Hintergrund der Anschläge des internationalen Terrorismus. Dabei wird vielen von uns bewusst, wie wenig wir über diese Religion und ihre Anhänger wissen.”

Das Seminar möchte allen Teilnehmendes den Islam als Religion näherbringen und besonders auf dessen Verhältnis zur westlichen Welt in Geschichte und Gegenwart eingehen. Dabei werden gemeinsam Hintergründe für Fundamentalismus und Terrorismus diskutiert und die aktuellen Erscheinungsformen des Terrorismus in historische, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge eingeordnet.

Dozent und Eckdaten der Veranstaltung

Das Seminar leitet Dr. Marwan Abou-Taam. Er ist in Beirut geboren und besitzt seit vielen Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit. In Göttingen, Beirut und Aix-en-Provence studierte er Politikwissenschaft, Volkswirtschaft und Islamwissenschaften. Seit seiner Promotion über den arabischen Terrorismus arbeitet er beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, ist darüber hinaus assoziierter Wissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Das Seminar findet am 29. und 30. März 2019 im Akzent Parkhotel in Trebbin statt. Es beginnt und endet jeweils gegen 17 Uhr.

 

Weitere Informationen
Ausführliche Informationen zum Programmablauf
Möglichkeit zur Online-Anmeldung

Straftaten von Zuwanderern – Symbolfoto (Foto: Heiko Küverling – stock.adobe.com)
Kriminalstatistik

Straftaten von Zuwanderern in Brandenburg leicht angestiegen

Die Anzahl der insgesamt registrierten Straftaten im Land Brandenburg ist im vergangenen Jahr um knapp 2.200 Fälle zurückgegangen. Das entspricht einem Minus von 1,2 Prozent. Erstmals wurden damit weniger als 175.000 Straftaten im Land Brandenburg erfasst, nämlich knapp 173.000. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 hervor, die Innenminister Karl-Heinz Schröter und Polizeivizepräsident Roger Höppner heute in Potsdam vorstellten.

Straftaten von Zuwanderern im niedrigen einstelligen Bereich

Die Anzahl der Straftaten mit Tatbeteiligung von Zuwanderern ist hingegen leicht angestiegen. Im Jahr 2018 wurden landesweit 11.651 Straftaten durch Zuwanderer erfasst. Das waren 199 Fälle bzw. 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Lässt man ausländerrechtliche Aspekte (z.B. Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU) außer Acht, reduziert sich die Anzahl deutlich auf 7.050 Straftaten. Dies entspricht 122 Fällen bzw. 1,8 Prozent mehr als 2017.

Der Anteil von Straftaten durch Zuwanderer lag im Jahr 2018 bei insgesamt 6,7 Prozent (2017: 6,5 Prozent), ohne ausländerrechtliche Verstöße bei 4,2 Prozent (2017: 4,1 Prozent).

 

Weitere Informationen
Ausführliche Pressemitteilung des Ministeriums für Inneres und Kommunales

Fortbildung zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten (Foto: contrastwerkstatt – stock.adobe.com)
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Fortbildung zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Das IQ-Netzwerk Brandenburg lädt zu Fortbildungsveranstaltungen unter dem Motto „Grundlagen der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und interkultureller Kompetenz“ ein. Angesprochen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Migrationssozialarbeit und ehrenamtliche Helfer.

Fortbildung zur Arbeitsmarktintegration: Fallbeispiele bereichern die Theorie

Konkrete Themen sind unter anderen rechtliche Rahmenbedingungen, Verfahren zur Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse, Qualifizierungsmaßnahmen und Kompetenzfeststellungen sowie Fördermöglichkeiten. Außerdem soll anhand von Fallbeispielen die Theorie praktisch angewendet werden.
 

Termin Ort Adresse Anmelde­schluss
19.-20. März 2019
09.00-15.00 Uhr
Bernau DRK Kreisverband Niederbarnim e. V.,
Börnicker Chaussee 1, 16321 Bernau
11. März 2019
02.-03. April 2019
09.00-15.00 Uhr
Perleberg Lotte Lehmann Akademie,
Großer Markt 12, 19348 Perleberg
25. März 2019
09.-10. April 2019
09.00-15.00 Uhr
Luckenwalde Marktplatz 11, 14943 Luckenwalde
in Kooperation mit dem Projekt „Vielfalt als Chance“ der Stadt Luckenwalde
01. April 2019
14.-15. Mai 2019
09.00-15.00 Uhr
Brandenburg a.d.H. 03. Mai 2019
21.-22. Mai 2019
09.00-15.00 Uhr
Neuruppin Kreishandwerkerschaft Ostprignitz-Ruppin, Karl-Gustav-Str. 4 (Toreinfahrt benutzen),
Konferenzraum SR 1, 16816 Neuruppin
13. Mai 2019
25. Mai 2019
09.00-15.00 Uhr
Eberswalde Hauptsächlich für ehrenamtlich arbeitende Personen reserviert 17. Mai 2019
04.-05. Juni 2019
09.00-15.00 Uhr
Cottbus 27. Mai 2019

 

Platzvergabe nach Reihenfolge der Anmeldungen

Jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat. Die Fortbildung ist kostenlos. Es wird per E-Mail um Anmeldung unter Angabe des gewünschten Termins gebeten: vitalina.buran@bbw-ostbrandenburg.de. Da die Kapazität begrenzt ist, erfolgt die Platzvergabe nach der Reihenfolge der Anmeldungen. Offene Veranstaltungsorte werden bei der Anmeldung mitgeteilt. Die Termine für das zweite Halbjahr werden zu gegebener Zeit nachgereicht.

Kabinett vor Ort: Landesregierung und Stadtspitze berieten auch zum Thema Integration
Landesregierung

Integration Thema beim “Kabinett vor Ort” in Cottbus

Auf der gemeinsamen Kabinettssitzung der Landesregierung mit der Spitze der Stadt Cottbus unter Oberbürgermeister Holger Kelch war auch das Thema Integration ein Tagesordnungspunkt. Einig waren sich Landesregierung und Stadtspitze, dass sich durch gemeinsame Anstrengungen die Situation in Cottbus hinsichtlich der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern entspannt hat. Zum Jahresende lebten in der Stadt und dem Landkreis Spree-Neiße insgesamt etwas mehr als 12.930 Ausländerinnen und Ausländer. Für dieses Jahr wird Cottbus voraussichtlich keine gesetzliche Aufnahmeverpflichtung erfüllen müssen. Zuzug aus anderen Brandenburger Kommunen sowie Familiennachzug wird es jedoch auch weiterhin geben. Gearbeitet wird derzeit an der Einrichtung des geplanten „Sicherheitszentrums Cottbus“, das durch Polizei und Stadt gemeinsam besetzt werden soll.

Cottbus: Migrationssozialarbeit zeigt Wirkung

Mit Stand 4. Quartal 2018 waren in Cottbus gut 13 Stellen in der Migrationssozialarbeit besetzt. Gut zwei Stellen sind für den Fachberatungsdienst in Cottbus besetzt worden. Cottbus profitiert aufgrund der hohen Zahl der dort lebenden anerkannten Flüchtlinge im besonderen Maß von der freiwilligen Aufstockung der Mittel für Migrationssozialarbeit. 2018 wurden dadurch etwa zwei Millionen Euro zusätzlich für Migrationssozialarbeit bereitgestellt. Das bedeutet für die Stadt Cottbus/Chóśebuz weitere 30 Stellenanteile, die ebenfalls besetzt sind.

Regeln und Gesetze gelten auch für Gäste

Woidke: „Jeder weiß um die Bedeutung eines gedeihlichen Miteinanders und eines offenen Klimas für die gute Entwicklung der Stadt. Gewalt und Stimmungsmache dürfen in Cottbus und anderswo in Brandenburg keine Chance haben. Gäste, die bei uns Schutz und unsere Unterstützung suchen, müssen sich an unsere Gesetze und Regeln halten. Da gibt es keine Nachsicht. Zugleich werden wir das Schüren von Ressentiments gegen Ausländer, Fremdenfeindlichkeit und Hetze niemals dulden. Es ist gut, dass Land und Stadt hier an einem Strang ziehen und gemeinsam vorgehen.“

Internationales Theaterprojekt "Die Büchse der Pandora" (Foto: multiculturalcity.eu)
Theater mit Demokratiewerkstatt

Internationales Theaterprojekt zum Thema nationale Identität und Rechtspopulismus

Am 21. März 2019 wird im Bürgerhaus Neuenhagen das internationale Theaterprojekt “Die Büchse der Pandora” zum Thema Rechtspopulismus in Europa vorgestellt. Es soll für Jugendliche einen Ausgangspunkt und wichtigen Impuls zur intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema bilden.

Internationales Theaterprojekt und Demokratiewerkstatt “Die Büchse der Pandora”

Begleitet wird das Theaterstück von einer Demokratiewerkstatt, einem theaterpädagogischen Programm und einem offenen Publikumsgespräch. Der Vormittag startet um 10.30 Uhr mit einer kurzen Einführung, ab ca. 11.00 Uhr wird das Theaterstück vorgeführt und gegen 12:30 Uhr schließt sich das Publikumsgespräch an.

Theaterschaffende aus vier europäischen Ländern haben sich für dieses Projekt über Nationale Identitäten und Rechtspopulismus in Europa zusammengeschlossen. Die zentralen Frage waren: Wer bin ich und wer lebt da neben mir?

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dietmar Woidke bündeln die Theaterschaffenden in gelebter europäischer Verständigung ihre Perspektive auf den Rechtspopulismus im Alltag von Menschen in Deutschland, Ungarn, Frankreich und Polen in einer gemeinsamen Inszenierung. Welche Vorurteile brechen hervor, wenn eine Polin und eine Deutsche auf der Oderbrücke zwischen Słubice und Frankfurt ins Gespräch kommen? Wie wirkt das Gift der Terroranschläge in den Freundschaften junger Pariser? Und was bedeutet es heute in Ungarn, eine Frau zu sein – vielleicht sogar eine Frau, die einmal ein Mann war? Verändern sich gerade unsere Identitäten oder nur das Bewusstsein dafür?

Hintergrund

Die Produktion von multicultural city e.V., Berlin wird gefördert von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung, der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, der Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg, der Stiftung Berliner Sparkasse, der Berliner Sparkasse, der Friede Springer Stiftung, der EWE Stiftung, der Région Grand Est Frankreich, dem Ministére de la Culture Frankreich, dem Institut Français und von Charity Pot Lush.

 

Weitere Informationen
Das Theaterstück auf der Webseite von Multiculturalcity

KAUSA Beratungsstellen – Symbolbild (Foto: Breather/unsplash.com)
Cottbus

Arbeitsministerin Karawanskij besucht KAUSA-Servicestelle

Seit anderthalb Jahren unterstützt die KAUSA-Servicestelle Brandenburg landesweit junge Migrantinnen und Migranten mit und ohne Fluchterfahrung in Sachen berufliche Ausbildung. Die Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (kurz: KAUSA) ebnet dabei mit verschiedenen Aktionen Jugendlichen den Weg zu passenden Lehrstellen. Gleichzeitig werden auch Eltern und Unternehmen angesprochen. Arbeitsministerin Susanna Karawanskij besuchte heute die KAUSA Servicestelle in Cottbus und sprach dort mit dem Berater-Team und jungen Geflüchteten über ihre Erfahrungen. Begrüßt wurde sie von der Projektleiterin Charlotte Kruhøffer, Sonja Staack, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, und Eberhard Tomsche, Cottbuser Geschäftsführer der Unternehmensverbände (UVB).

KAUSA-Servicestelle bereitet auch auf untypische Berufswahlentscheidungen vor

Arbeitsministerin Susanna Karawanskij sagte: „Ich bin beeindruckt von dem Engagement der KAUSA Servicestelle Brandenburg. Wie wir heute deutlich sehen konnten, haben junge Menschen unterschiedlichster Herkunft Vertrauen zu dem KAUSA-Team gefasst und werden schrittweise an Ausbildungsbetriebe herangeführt. Selbst wenn nicht immer ein direkter Übergang in Ausbildung gelingt, so kann sich auch eine berufsvorbereitende Maßnahme oder eine Einstiegsqualifizierung als Eintrittskarte für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang erweisen. Besonders freut mich, wie KAUSA die jungen Frauen und Männer auch auf mitunter untypische Berufswahlentscheidungen vorbereitet. In Brandenburg gibt es tolle berufliche Chancen – es lohnt sich, auch für Berufe offen zu sein, die im eigenen sozialen Umfeld weniger verbreitet sind. Dabei müssen natürlich auch die Eltern mitgenommen werden, was die Servicestelle ebenfalls vorbildlich leistet. Ich wünsche allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg!“

KAUSA-Projektleiterin Charlotte Kruhøffer sagte: „Wir wollen erreichen, dass die jungen Leute konkrete Vorstellungen von den für sie geeigneten Berufen und den Unternehmen erhalten, die Ausbildungsplätze anbieten. Das geht nur draußen, im Betrieb und mit vielen Gesprächen. Deshalb gehen wir regelmäßig z.B. zu Tagen der offenen Tür und organisieren Betriebstouren. Wir vermitteln Probearbeitstage, sprechen natürlich viel über die Berufe, Ausbildung und Jobs in der Region – und bleiben vor allem in Kontakt. Das läuft immer sehr individuell. Dabei lernen wir viel: Zum Beispiel, dass eine aus unserer Sicht perfekte Lehrstelle, manchmal sogar mit Wohnungsangebot, von Geflüchteten als gar nicht attraktiv empfunden wird, wenn dafür Familie, Fußballverein oder der noch junge Freundeskreis verlassen werden müssten.“

Berufsorientierung weckt Interesse für künftige Berufe

In der Beratungsstelle traf Ministerin Karawanskij den 21-jährigen Mayar Almousa aus Syrien, der über KAUSA seit Herbst 2018 im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum eine Ausbildung zum Medizinisch-Technischen-Radiologieassistenten (MTRA) absolviert. Sie erfuhr, dass er vor allem durch die besonders berufsbezogene Berufsorientierung Interesse für seinen künftigen Beruf entwickelt hat, über den er vorher gar nichts wusste.

Von den jungen syrischen Schwestern Esraa und Ayah Abdull Latif und Marlen Berg, der Leiterin des Projektes „MIA-Mädchen in Aktion“, erfuhr die Ministerin über die regelmäßigen gemischten KAUSA- und MIA-Mädchen-Treffen beim KAUSA-Netzwerkpartner im Cottbuser Frauenzentrum. Hier wird gemeinsam gebastelt, genäht und dabei über Erlebnisse, Schulalltag und Zukunftspläne gesprochen – auch über Ausbildung.

Dass es bei jeder und jedem der etwa 250 jungen Ausbildungsinteressentinnen und -interessenten, die die vier KAUSA-Berater in 2018 beraten und begleitet haben, sehr individueller Vorgehensweisen bedarf und oft mehrfacher Anläufe, bevor sich Erfolge einstellen, nahm die Ministerin mit. Sie ließ sich berichten, wie die Zusammenarbeit mit Behörden, Schulen, Oberstufenzentren, mit Bildungsträgern, Kammern und themenverwandten Projekten bis hin zu ehrenamtlich tätigen Initiativen organisiert wird und lobte hier besonders die enge Zusammenarbeit und das Bemühen, bedarfsgerechte und aussichtsreiche Beratungs- und Veranstaltungsformate zu entwickeln und zu erproben.

Einig waren sich Projektleitung und Besuch über die Herausforderungen der kommenden Monate. Es sollen alle Anstrengungen auf einen guten Start des neuen Ausbildungsjahres gerichtet werden, damit weniger Ausbildungsplätze frei bleiben, als in den Jahren zuvor, Hürden überwunden werden und für junge Migrantinnen und Migranten die beruflichen Perspektiven in der Region erschlossen werden können. Dafür sei die Akteurslandschaft im Land bereits gut aufgestellt und eine große Anzahl von Unternehmen bereit.

Hintergrund

Die Koordinierungsstelle für Ausbildung und Migration (kurz: KAUSA) startete Ende 2017 und hat Beratungsstellen in Cottbus und Oranienburg. Das mehrsprachige KAUSA-Team berät landesweit.

KAUSA ist Teil des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung. In Brandenburg ist die „KAUSA Servicestelle“ auf Initiative vom DGB Bezirk Berlin-Brandenburg und der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) entstanden und wird aus Landesmitteln kofinanziert. Projektträger sind bis 2020 die Bildungsinstitutionen „ARBEIT UND LEBEN – DGB/VHS“, Landesarbeitsgemeinschafft Berlin e.V. und „bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH“.

 

Weitere Informationen
Webseite der Servicestelle

Kulturministerin Martina Münch: 400.000 Euro für kulturelle Bildung und Partizipation (Foto: dpa/Ralf Hirschberger)
Kulturministerium

400.000 Euro für kulturelle Bildung und Partizipation

Im Rahmen der ersten Antragsrunde des neuen Förderprogramms “Kulturelle Bildung und Partizipation” werden in diesem Jahr landesweit 40 Projekte mit rund 354.000 Euro gefördert. Für eine zweite Antragsrunde für Projekte in der zweiten Jahreshälfte können ab sofort bis zum 15. Mai 2019 Anträge gestellt werden. Insgesamt stehen in diesem Jahr 400.000 Euro bereit.

Schwerpunkt auf interkultureller Vielfalt und Integration

Kulturministerin Martina Münch betont die Bedeutung kultureller und sozialer Teilhabe. „Kulturelle Bildung ist einer der Schwerpunkte der kulturpolitischen Strategie des Landes. Alle großen Kulturinstitutionen und viele kleinere Kultureinrichtungen bieten mittlerweile Projekte Kultureller Bildung an. Besonders erfreulich ist, dass wir diese Bildungsangebote in den vergangenen Jahren deutlich ausbauen konnten“, so Münch. „Mit dem neuen Förderprogramm legen wir einen Schwerpunkt auf interkulturelle Vielfalt und Integration. Kultur ist einer der wichtigsten Mittler, um Menschen zusammenzubringen. Musik und Bildende Kunst fördern nicht nur Kreativität und Konzentration – sie ermöglichen auch Begegnung und gemeinsames kreatives Arbeiten. Das Land Brandenburg hat mit seinem reichhaltigen kulturellen Leben und den vielen in der Kultur engagierten Menschen beste Voraussetzungen, um Integration und Partizipation durch gemeinsame Aktivitäten zu gestalten.“

Das ‘Förderprogramm Kulturelle Bildung und Partizipation‘ des Landes Brandenburg richtet sich an Kommunen sowie Kitas, Grundschulen, Kultureinrichtungen, Vereine und Verbände. Die Projekte sollen Brandenburgerinnen und Brandenburgern Zugänge zu Angeboten Kultureller Bildung eröffnen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Angeboten zur interkulturellen Vielfalt und zur Integration. In zwei Förderlinien werden zum einen einjährige Projekte mit einer Mindestfördersumme von 2.500 Euro und zum anderen mehrjährige strukturbildende Maßnahmen mit einer Mindestfördersumme von 20.000 Euro pro Jahr unterstützt. Das Förderprogramm wird von der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg umgesetzt. Die Entscheidung über die Förderanträge trifft eine unabhängige Experten-Jury aus den Bereichen Kulturelle Bildungsarbeit und Integration. Das neue Förderprogramm ist eine Weiterentwicklung der beiden Förderprogramme ‘Kulturelle Bildung und ‘Kulturprojekte zur Integration und Partizipation von Geflüchteten im Land Brandenburg‘, die im vergangenen Jahr ausgelaufen sind.

Ein- und mehrjährige Maßnahmen für kulturelle Bildung und Partizipation

Im Rahmen der ersten Antragsrunde werden insgesamt 35 einjährige Projekte – beispielsweise in den Bereichen Bildende Kunst, Theater, Literatur, Museum, Musik und Fotografie – mit 239.016,58 Euro sowie fünf mehrjährige Maßnahmen mit 115.000 Euro gefördert. Die fünf mehrjährigen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dauerhafte Strukturen der Kulturellen Bildung vor Ort zu entwickeln:

  • Der Verein bilderbewegen e.V. will sein Kurzfilm-Projekt ‘Poesiefilme für die Uckermark‘ für Schülerinnen und Schüler unter anderem durch Fortbildungsformate für Lehrkräfte ergänzen, ausbauen und verstetigen.
  • Die Kammerphilharmonie Uckermark will unter dem Titel ‘Quillo vermittelt‘ die Auseinandersetzung mit Neuer Musik unter anderem durch neue Aufführungsorte in die Breite des Landes tragen.
  • Die Stiftung Olbricht will mit dem landesweit einzigartigen mobilen und interaktiven Museumsraum ‘Wunderkammerschiff‘ erstmals auch den Süden Brandenburgs anfahren und die Zusammenarbeiten mit kommunalen Kultureinrichtungen verstärken.
  • Der Förderkreis Prignitzer Museen e.V. entwickelt im Projekt ‘Lernort Prignitzer Museen‘ museumspädagogische Angebote speziell für Menschen mit Migrationshintergrund sowie für Seniorinnen und Senioren.
  • Der Verein Slubfurt e.V. plant mit seinem Vorhaben ‘Brückenplatz | Plac Mostowy 3.0‘ die Weiterentwicklung seines interkulturellen, bürgergesellschaftlichen und offenen Begegnungsortes an einem neuen Ort, da die bisher dafür genutzte Halle abgerissen werden muss.
Hintergrund

Die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg wurde 2010 als Projekt der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH in Trägerschaft des Vereins Kulturland Brandenburg gegründet. Im Jahr 2013 wurden die Regionalbüros in Potsdam, Eberswalde und Lübbenau aufgebaut. Als Service- und Vernetzungsstelle für Akteure der kulturellen Bildung initiiert und begleitet sie Projekte der kulturellen Bildung, berät zu Finanzierungsmöglichkeiten, bietet bedarfsorientierte Weiterbildungsveranstaltungen an und vernetzt potenzielle Partnerinnen und Partner miteinander.

 

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Listen mit geförderten Projekten
Antragsformular für die zweite Antragsrunde

Beim Theater Poetenpack sind Geflüchtete Teil des Ensembles (Foto: theater-poetenpack.de / Ewe Rafeldt)
Vorbildlich engagiert

Theater “Poetenpack” feiert 20-jähriges Bestehen

Das Theater Poetenpack Potsdam steht nach den Worten von Medienstaatssekretär Thomas Kralinski für „großartige Unterhaltung mit Tiefgang”. Er sagte heute in Potsdam bei der Feier anlässlich des 20jährigen Bestehens des Theaters: „Das Programm wird geprägt von spannenden und interessanten Inszenierungen – im Sommer auch open air, vor historischer Kulisse und an unterschiedlichen Orten. Das Poetenpack transportiert neben Theater, Musik und Literatur auch Brandenburger Lebensart und ist ein toller Botschafter der Brandenburger Kulturszene.”

Beim Theater Poetenpack sind Geflüchtete Teil des Ensembles

Seit 2015 spielen auch Flüchtlinge in den Produktionen mit. „Das Poetenpack-Team leistet hier Vorbildliches.” Das Projekt „Nathan der Weise – ein lebendiges Zeichen für eine tolerante Stadt” hat mit Gastspielen in ganz Deutschland auch Ausstrahlung über Potsdam hinaus.

Das Programm spreche Jung und Alt an. Kralinski: „Das Programm gibt etwas für Menschen, die zum Nachdenken angeregt, und für die, die gut unterhalten werden wollen. So muss lebendiges Theater sein: genauso frei wie professionell.” Das funktioniere beim Poetenpack auch deshalb so gut, weil es aus einem Ensemble großartiger freischaffender Künstlerinnen und Künstler besteht, die die vielen verschiedenen Stücke „mit Liebe, Herzblut und großem Können” auf die Bühnenbretter bringen.

Dank für 20 Jahre gute Unterhaltung

Kralinski dankte allen, die in den vergangenen 20 Jahren dabei waren. „Der Dank gilt den Künstlern und all jenen, die hinter der Bühne dafür sorgen, dass alles funktioniert.”

 

Weitere Informationen
Webseite des Theaters

Duale Ausbildung für Geflüchtete wichtiger Integrationsbestandteil (Foto: MBJS)
Duale Ausbildung

Berufsausbildung wichtige Voraussetzung zur Integration von Geflüchteten

Bildungsministerin Britta Ernst und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Bernd Becking, haben sich am Oberstufenzentrum Johanna Just in Potsdam über die duale Ausbildung geflüchteter Jugendlicher im Land Brandenburg informiert. Beide hoben die Wichtigkeit der beruflichen Ausbildung für die Integration von Flüchtlingen in Deutschland und den hiesigen Arbeitsmarkt hervor.

Potenziale ausländischer Jugendlicher nutzen

Ministerin Ernst: „Wirtschaft und Gesellschaft sind gefordert, die Potenziale ausländischer Jugendlicher zu nutzen. Am OSZ Johanna Just wird dafür Hervorragendes geleistet. Berufsschulen und ihre Lehrkräfte vermitteln den Jugendlichen gemeinsam mit den Betrieben hochwertige berufliche Kompetenzen, ebnen ihnen Wege in den Beruf, der ihnen vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten und persönliche Entwicklungschancen eröffnet. Ausbildung und Arbeit sind der beste Weg, um Flüchtlinge in ihrem neuen Zuhause zu integrieren.“

Bernd Becking: „Wir werden den Übergang junger Geflüchteter von der Schule in den Beruf weiter im Fokus behalten. Denn: Eine Berufsausbildung ist ein enorm wichtiger Schritt und ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland. Ich freue mich, dass im Land Brandenburg im vergangenen Ausbildungsjahr die Zahl der Interessenten für Ausbildungsstellen bei Geflüchteten um 66 Prozent auf 756 Bewerber/innen gestiegen ist und viele versorgt werden konnten. Dazu trägt auch die Förderung durch die Arbeitsagenturen bei –  in Zusammenarbeit mit dem Land und den Unternehmen. Diesen erfolgreichen Weg wollen wir fortsetzen, denn er trägt perspektivisch  zur Lösung des Arbeits- und Fachkräftemangels bei.“

Passende Maßnahmen trotz geringer Schulbildung

Trotz der teilweise geringen Schulbildung geflüchteter Jugendlicher wurde es geschafft, ihnen passende Unterstützungsmaßnahmen und schulische Angebote zu unterbreiten. Hier sind unter anderem Sprachförderung und schuleigene Berufsorientierungsprogramme zu nennen.

An den 25 Oberstufenzentren im Land werden insgesamt 37.560 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die duale Berufsausbildung bildet den Hauptbestandteil der beruflichen Bildung. Im schulischen Teil der dualen Ausbildung am OSZ werden etwa 63,9 Prozent (23.996) aller Schülerinnen und Schüler der beruflichen Bildungsgänge unterrichtet. 36,1 Prozent besuchen andere berufliche Bildungsgänge am OSZ, so zum Beispiel Berufsfachschule und Fachoberschule.

Hintergrund

Das Oberstufenzentrum Johanna Just der Stadt Potsdam wurde 1991 gegründet. An der Schule lernen zurzeit 1212 Schülerinnen und Schüler, davon 821 an der Berufsschule. Ausbildungsbereiche sind Ernährung und Hauswirtschaft (u.a. Restaurantfachmann/frau, Fachkraft im Gastgewerbe, Koch/Köchin, Hotelfachmann/-frau), Gesundheit (Medizinische/r, Tiermedizinische/r, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r) und Soziales  (Sozialassistent/in, Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in). Die Auszubildenden am OSZ stammen aus 34 Ländern, neben  Deutschland unter anderem aus Afghanistan, Syrien, Indonesien, Pakistan, Albanien, Nepal, Spanien, Italien und Weißrussland.

 

Weitere Informationen
Webseite des Oberstufenzentrums Johanna Just Potsdam

Studienvorbereitende Sprachkurse für Geflüchtete an der BTU (Foto: dpa)
Studium

Studienvorbereitende Sprachkurse an der BTU

An der BTU Cottbus-Senftenberg werden auch in diesem Jahr wieder studienvorbereitende Sprachkurse ab B1-Niveau für Geflüchtete angeboten.

Studienvorbereitende Sprachkurse und mehr

Das Programm umfasst mehrere Komponenten. Im ersten Teil werden die Teilnehmer sprachlich auf das Studium vorbereitet. Es folgen Seminare und Tutorien, die dabei helfen, persönliche Fähigkeiten wie Teamwork, Critical thinking, Lerntechniken oder interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln.

Die Betreuung und Beratung der BTU umfasst verschiedene studienbezogene Themen: Informationen zu den angebotenen Studiengängen gehören dazu genauso wie Zugangsvoraussetzungen, Regelungen zu Stipendien und Nebenjobs, Prüfungsvorbereitung und vieles mehr.

Zusätzlich organisiert die BTU gezielte Exkursionen, die nicht nur Spaß machen, sondern auch kulturell bildend sind. Und zu guter Letzt unterstützt die BTU Studierende dabei, sich selbst kulturelle- und soziale Events zu organisieren, wie zum Beispiel Kennenlernabende, interkulturelle Feste oder Sportkurse.

Programm für Geflüchtete und Geduldete

Das Programm richtet sich an Geflüchtete mit einem Aufenthaltstitel, mit einer Aufenthaltsgestattung und an Geduldete. Selbstverständlich ist der Intensiv-Deutschkurs auch für nicht-geflüchtete internationale Studieninteressierte geöffnet. Voraussetzung ist das Sprachzeugnis B1 und eine Hochschulzugangsberechtigung.

Donnerstags von 14 bis 16 Uhr finden Sprechstunden für Studieninteressierte statt – in Senftenberg in Gebäude 2 (Raum 2.205) bei Frau Ivanov (Tel.: 03573 85-286, E-Mail: katja.ivanov@b-tu.de) und in Cottbus im Hauptgebäude (Raum 4.19) bei Frau George (Tel.: 0355 69-3439; E-Mail: narine.george@b-tu.de).

 

Weitere Informationen
Detailinfos zum Nachlesen auf der Webseite der BTU