Scheckübergabe in der Flüchtlingshilfe Jüterbog
Fördermittel

Gorholt zu Besuch bei Flüchtlingshilfe Jüterbog

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Martin Gorholt, hat am Donnerstag die Flüchtlingshilfe Jüterbog besucht. Unter dem Dach der evangelischen St. Nikolaigemeinde kümmern sich dort 25 Frauen und Männer aus Jüterbog und umliegenden Dörfern ehrenamtlich um die Integration von Geflüchteten.

Flüchtlingshilfe Jüterbog freut sich über Geld für “Treffpunkt Arche”

Gorholt überreicht bei seinem Besuch einen symbolischen Scheck in Höhe von knapp 14.000 Euro. Das Geld aus Mitteln des „Bündnisses für Brandenburg“ ist für das interkulturelle Zentrum „Treffpunkt Arche“ bestimmt.

Die Flüchtlingshilfe Jüterbog wurde im September 2014 ins Leben gerufen. Einwohner übernahmen Patenschaften mit Flüchtlingsfamilien. Zudem gibt es Spiel-, Koch-, Bastel- und Begegnungsnachmittage für deutsche und Flüchtlingskinder, Angebote zum Erlernen der deutschen Sprache, zur Begleitung bei Besuchen beim Arzt oder in Behörden oder bei der Suche nach einer Wohnung. Herzstück der Arbeit ist die wöchentliche Teestube zur Begegnung mit Flüchtlingen im “Treffpunkt Arche”.

Die erste Begegnungsstätte in Jüterbog war im November 2015 durch einen Brandanschlag beschädigt worden. Durch das inzwischen entstandene ehrenamtliche Netzwerk und die Unterstützung aus dem gesamten Landkreis konnte schnell ein Ersatzobjekt gefunden werden: der „Treffpunkt Arche“ im Zentrum der Stadt.

Hintergrund

Das „Bündnis für Brandenburg“ wurde im November 2015 ins Leben gerufen. Zu den rund 30 Erstunterzeichnern des Bündnisses gehörten neben Mitgliedern der Landesregierung und des Landtages Vertreter zahlreicher Verbände, Gewerkschaften, der Kirchen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Das Land stellt dem Bündnis für 2018 insgesamt 1,57 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld unterstützt das Bündnis regionale und landesweite Projekte zur Integration. Bislang förderte das Bündnis insgesamt rund 97 Initiativen und Projekte

Neuer Integrationshilfeverein in Blankenfelde-Mahlow
Blankenfelde-Mahlow

Integrationshilfeverein “refugees and friends” nimmt Arbeit auf

Mit „refugees and friends e.V.“ ist in Blankenfelde-Mahlow ein interkultureller Integrationshilfeverein entstanden.

Erstes Projekt des Integrationshilfevereins

Die erste große Unternehmung des Vereins ist ein Nachhilfeprojekt von wöchentlich 20 Unterrichtsstunden, das sich hauptsächlich an Grundschulkinder mit Fluchterfahrung richtet und mit Beginn des nächsten Schuljahres in der Blankenfelder Ingeborg-Feustel-Schule startet. Konkrete Abstimmungen mit der Schulleitung und der Lehrerschaft sind bereits
erfolgt.

Sara Lietsch, die erste Vorsitzende des Vereins, sagt dazu: „Die Zeit des Ankommens und der ersten Orientierung ist inzwischen vorbei. Jetzt geht es darum, die in unserer Gemeinde wohnenden Menschen mit Fluchterfahrung bei ihrer Integration in die deutsche Gesellschaft zu unterstützen. Dabei möchten wir in Kooperation mit anderen lokalen Akteuren behilflich sein. Leider passiert von staatlicher und kommunaler Seite noch zu wenig, um die Integration dieser Menschen in die örtlichen Gemeinschaften zu fördern. Damit drohen Fehler der Vergangenheit wiederholt zu werden. Integrationsbereite Flüchtlinge müssen stärker unterstützt und gefördert werden, sei es bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, einer Wohnung, einem Sprachkurs oder einem Sportverein.“

Integrationswillige unterstützen

Mohammad Shekho, Assistenz-Lehrer für Mathematik an der Königs Wusterhausener Wilhelm Busch-Grundschule und Gründungsmitglied des Vereins: „Ich finde es besonders wichtig, die Integration von Kindern mit Fluchterfahrung durch Unterstützung ihres schulischen Erfolges zu fördern, beispielsweise durch das Angebot von Nachhilfeunterricht in Mathe und Deutsch. Davon profitieren nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Familien und die gesamte Gesellschaft.“

Noor Ahmad Tahery, Physiker, Sprach- und Integrationsmittler und Vereinsmitglied: „Obwohl sie sich bemühen, fällt es vielen Menschen mit Fluchterfahrung nicht leicht, die rechtlichen und kulturellen Spielregeln der deutschen Gesellschaft zu verstehen. Wir wollen unterstützen, indem wir Informationen zur Verfügung stellen und als Kontaktvermittler fungieren.“

Thomas Oliver Nahrath, zweiter Vorsitzender des Vereins: „Wir kennen uns alle schon etwas länger und haben in den vergangenen zwei Jahren zusammen mit anderen Ehrenamtlichen in Form eines losen Netzwerkes an verschiedenen Projekten zur Integration fluchterfahrener Menschen in Blankenfelde-Mahlow und Umgebung mitgewirkt, beispielsweise am Sprachtreff, der einmal wöchentlich im Blankenfelder „Haus der Familie“ des Deutschen Roten Kreuzes stattfindet. Jetzt ist unserer Meinung nach der Zeitpunkt gekommen, dieses Netzwerk weiter zu professionalisieren und zu verstetigen. Durch die Gründung unseres Vereins wird es für uns außerdem einfacher, Fördermittel und Spenden für integrative Projekte mit Flüchtlingen zu erhalten.“

Erste Kooperationspartner gewonnen

Alexander Fröhlich, Pressesprecher des Vereins: „Es freut uns sehr, dass es uns sehr schnell gelungen ist, erste Kooperationspartner zu gewinnen, darunter die Blankenfelder Ingeborg-Feustel-Grundschule, die Blankenfelder Musik- und Kunstschule „Regenbogen e.V.“, das Blankenfelder Familienintegrationszentrum des Deutschen Roten Kreuzes, das „Waldhaus“ des Mittelbrandenburgischen Landschaftspflegevereins im Blankenfelder Natursportpark und der Lokale Aktionsplan „Partnerschaft für Demokratie“ des Landkreises Teltow-Fläming. Mit diesen und weiteren Kooperationspartnern, die wir in Zukunft gewinnen möchten, wollen wir gemeinsame Projekte und Veranstaltungen organisieren und umsetzen. Wer mit uns zusammenarbeiten möchte, darf sich gerne mit seinen Ideen an uns wenden.“

Quelle: refugees-and-friends.de

 

Weitere Informationen
Internetpräsenz des Vereins

Fachtag zur Digitalisierung im Ehrenamt: "Brandenburg Digital Engagiert" (Foto: neiry – stock.adobe.com)
Jetzt anmelden

Fachtag zur Digitalisierung im Ehrenamt

Der digitale Raum eröffnet neue Möglichkeiten, etwas für das Gemeinwohl zu tun: Gemeinnützige Organisationen präsentieren sich auf Webseiten, versuchen auch online andere von ihren Anliegen und Aufgaben zu überzeugen und zum Mitmachen zu animieren. Engagierte kommen über Online-Plattformen in Kontakt, teilen Erfahrungen und Wissen, bieten gemeinsam Hilfe an, wie z.B. bei der Entwicklung einer App oder einer Webseite.

Fachtag mit Praxis-Workshops

Ein gemeinsam von Staatskanzlei, Landesjugendring und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen geplanter Fachtag will aufzeigen, wie Internet und Soziale Medien das freiwillige Engagement verändern. Zur Eröffnung spricht der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke. Hannes Jähnert vom Bundesverband des Deutschen Roten Kreuzes und Anna Wohlfahrt von der Stiftung Neue Verantwortung halten Impulsreferate zum Einstieg. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt in deren Rahmen ein “Demografie-Beispiel des Monats” geehrt wird. In den Nachmittagsstunden des Fachtags werden in vier parallelen Workshops konkrete Beispiele vorgestellt und praktische Tipps gegeben: Wie können Gleichgesinnte besser vernetzt, einem Anliegen besser Gehör verschafft oder Bildungsinhalte besser vermittelt werden? Welche Gefahren gibt es und wie kann man ihnen begegnen?

Kooperationsveranstaltung lädt zum Netzwerken ein

Als Kooperationsveranstaltung bringt die Tagung Akteurinnen und Akteure der breiten und vielfältigen Engagementlandschaft Brandenburgs zusammen. Für alle Teilnehmenden eine gute Chance, sich zu vernetzen, auszutauschen und neue Ideen wie Ansatzpunkte für ihre Engagementbereiche zu bekommen.

 

Weitere Informationen
Detaillierter Programmablauf und Anmeldemöglichkeit

Geregelte Arbeit für Flüchtlinge (Foto: pashmino/pixabay.com)
Gelungene Integration

In Brandenburg immer mehr Geflüchtete in Arbeit und Ausbildung

Die Integration von Geflüchteten in Deutschland ist ein herausfordernder Prozess, der von allen Seiten viel Engagement verlangt. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Arbeit und Ausbildung. Was in Brandenburg die Arbeitsagenturen und Jobcenter sowie die Landesregierung, Unternehmen und Gewerkschaften in dieser Hinsicht tun, seit 2015 erreicht haben und planen, haben die Partner heute auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Gastgeber der Pressekonferenz war das Vertriebszentrum Brandenburg der Volkswagen Original Teile Logistik GmbH & Co. KG (OTLG), das beispielhaft für andere Unternehmen über seine Aktivitäten berichtete, Geflüchteten eine berufliche Chance zu geben.

3.500 Geflüchtete in sozialversicherter Tätigkeit

Der Anlass der Zusammenkunft war erfreulich: Die aktuellen Beschäftigungsdaten zeigen, dass in Brandenburg erstmalig 3.500 Geflüchtete in sozialversicherter Tätigkeit waren. Seit August 2015 hat sich damit zwischen Oder und Elbe die Zahl der Beschäftigten aus den acht nichteuropäischen Asylherkunftsländern mehr als versechsfacht.

Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg: „Zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt braucht es großes Engagement und Standhaftigkeit aller Beteiligten. Mir ist bewusst, dass dies nicht immer einfach ist. Umso größer mein Dank an alle, die sich dafür einsetzen. Mit den 3.500 Frauen und Männern, die bereits in Arbeit sind, haben wir viel erreicht. Entscheidend ist, dass es dabei eine starke Dynamik gibt. Der Schlüssel zum Erfolg sind gute deutsche Sprachkenntnisse. Auch hier gibt es Fortschritte. Wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen. Denn die Integration ist auch eine Chance für unsere Gesellschaft. Viele Unternehmen suchen nach Arbeitskräften und Auszubildenden. Deshalb brauchen wir in Deutschland auch endlich einen rechtlichen Rahmen, der den Aufenthalt bei uns gesichert erlaubt, wenn man gut integriert ist und einen Arbeitsplatz hat, der ein Leben in Selbstständigkeit möglich macht. Es kann nicht sein, dass solche Menschen mit der täglichen Angst leben müssen, kurzfristig abgeschoben zu werden. Das ist auch für die Arbeitgeber unzumutbar.“

Bernd Becking, Leiter der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg: „Blickt man zurück in den August 2015 – der Hochphase der Fluchtbewegungen – standen wir in Brandenburg bei rund 550 beschäftigten Geflüchteten und es wurden Horrorszenarien gezeichnet. Inzwischen arbeitet jeder Vierte. Dies ist auch ein Ergebnis effektiver Zusammenarbeit zwischen den Partnern: Landesregierung, Sozialpartnern, Kammern, BAMF und der Bundesagentur für Arbeit – maßgeblich unterstützt vom Engagement vieler Ehrenamtlicher. Angesichts 1.700 unbesetzter Ausbildungsplätze im letzten Jahr und vieler Menschen, die in den nächsten Jahren in Rente gehen, sind 660 junge Geflüchtete, die in diesem Jahr einen Ausbildungsplatz suchen, wertvolle Potenziale für Brandenburg. Es gibt aber noch viel zu tun: Aktuell sind in der Mark noch 11.000 Menschen mit Fluchthintergrund arbeitsuchend. Zwei Drittel von ihnen werden gerade qualifiziert und fit gemacht. An die Arbeitgeber appellieren wir, sich weiter offen zu zeigen und den Menschen eine Chance zu geben, zum Beispiel über ein Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung. Den Arbeitgebern, die noch unschlüssig sind, bieten wir unsere Beratung und Unterstützung an. Die Fördermöglichkeiten der Arbeitsagenturen und Jobcenter sind vielfältig, bedarfsgerecht und – wie erkennbar – effektiv.“

Kulturelle Kompetenz auf beiden Seiten gefragt

Alexander Schirp, Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg: „Den Unternehmen fehlt Personal an allen Ecken und Enden – deshalb steigen die Chancen von Geflüchteten. Angesichts der Fachkräfte-Lücke geht es darum, die Geflüchteten so schnell wie möglich ausbildungsreif zu machen. Auch in diesem Jahr sind bislang viele Ausbildungsplätze in Brandenburg unbesetzt geblieben. Das zentrale Thema bleibt die Sprachkompetenz. Junge Geflüchtete müssen die deutsche Sprache so gut beherrschen, dass sie auch in der Berufsschule damit arbeiten können. Viele Unternehmen bieten den jungen Menschen die Gelegenheit, auch nach Ausbildungsbeginn an ihren Deutschkenntnissen zu arbeiten. Wichtig ist ebenfalls die kulturelle Kompetenz – sowohl im Betrieb als auch bei den Geflüchteten. Für die Unternehmen ist es entscheidend, dass erfolgreich integrierte Menschen vor Abschiebung geschützt sind. Für einen Betrieb bedeutet es einen enormen Schaden, wenn ein eingearbeiteter Mitarbeiter plötzlich abgeschoben wird. Hier sollte es bei den Behörden die nötige Flexibilität geben.“ 

Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg: „Im arbeitsmarktpolitischen Umgang mit den Geflüchteten normalisiert sich die Lage: Immer mehr Geflüchtete können in Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse vermittelt werden. Arbeit und Ausbildung sind der entscheidende Schlüssel, um in unserer Gesellschaft anzukommen und teilzuhaben. Zusammen mit einer Strategie für gute Arbeit ist die Integration von Geflüchteten auch ein Beitrag zur Fachkräftegewinnung. Einer Spaltung des Arbeitsmarktes und einer Verdrängung von Flüchtlingen in Ausbeutung und Schwarzarbeit muss eine aktive Integrations- und Arbeitspolitik vorbeugen. Das ist ein Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in Brandenburg. Wichtig für eine faire Arbeitsmarktintegration sind auch Beratungsangebote für Geflüchtete, wie die vom Land Brandenburg geförderte Fachstelle Migration und Gute Arbeit.“

Andreas Klemm, Niederlassungsleiter des Vertriebszentrums Brandenburg der Volkswagen OTLG: „Qualifizierung und Arbeit spielen eine entscheidende Rolle bei der Integration geflüchteter Menschen. Dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe stellt sich auch die Volkswagen OTLG. Wir zählen zu den besten Ausbildungsunternehmen in Deutschland und sind hierfür mehrfach ausgezeichnet worden. Diese Stärke wollen wir gezielt einbringen, um die Potenziale der Geflüchteten zu fördern und ihnen Perspektiven aufzuzeigen. Die duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule bietet die besten Voraussetzungen, um eine erfolgreiche und anerkannte Integration sicher zu stellen. Dabei können wir als Unternehmen nicht nur unseren wichtigen Beitrag bei der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Integration geflüchteter Menschen leisten, sondern sehen darin auch ein wirksames Mittel, dem sich hier in unserer Branche abzeichnenden Arbeitskräftemangel zumindest etwas entgegenzuwirken.“

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Brandenburger Integrationspreis 2018 (Foto: geralt – pixabay.com)
Jetzt mitmachen

Bewerbungsstart für Brandenburger Integrationspreis 2018

Ab sofort können sich Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Initiativen, Unternehmen und Kommunen für den Brandenburger Integrationspreis 2018 bewerben oder dafür vorgeschlagen werden.

Mitmachen beim Brandenburger Integrationspreis

Landesintegrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier ruft alle Personen und Institutionen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in besonderer Weise für die Integration im Land Brandenburg einsetzen, zum Mitmachen auf: „Überall im Land engagieren sich viele verschiedene Initiativen für die Integration von Zugewanderten. Dieses unverzichtbare Engagement wollen wir würdigen und gute Ideen bekannter machen.“ Der Preis ist mit einer Gesamtsumme von 5.000 Euro dotiert. Die Bewerbungsfrist endet am 14. Oktober 2018. Die Preisverleihung wird im Januar 2019 stattfinden.

Der Brandenburger Integrationspreis wird seit 2008 vergeben und zeichnet hervorragende Leistungen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund aus. Die Integrationsmaßnahmen sollen sich insbesondere durch kreative Ansätze, Innovation, Nachhaltigkeit, Vernetzung und Wirkung in das Gemeinwesen auszeichnen.

Die Jury

Die Auswahljury setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Landtages, des Landkreistages, des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, des Ministeriums des Innern und für Kommunales, des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten im Land Brandenburg, des Vereins Viet Hong e.V. sowie der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg.

Bewerbungen sind zu richten an: Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, 14467 Potsdam

 

Weitere Informationen
https://masgf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.527530.de

Vielfaltsgestalter – Ein Programm der Robert Bosch Stiftung
Robert Bosch Stiftung

Vielfaltsgestalter werden

Der Zuzug von Menschen aus allen Teilen der Welt führt seit jeher zu einer ethnischen, religiösen, kulturellen und sprachlichen Vielfalt in unserem Land. Genauso prägen Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Alters und sexueller Identität, Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen aus allen sozialen Schichten und mit völlig verschiedenen Lebensentwürfen unser Zusammenleben.

Vielfaltsgestalter gesucht

Dennoch wird Verschiedenheit häufig als Herausforderungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt erachtet. Immer wieder ist Unsicherheit im Umgang mit dieser Vielfalt zu spüren. Umso wichtiger ist daher der Erwerb einer Vielfaltskompetenz im lokalen Nahraum, im Kiez oder der Kommune, denn: Vielfalt findet vor Ort statt. Und wer gut mit gesellschaftlicher Heterogenität zurechtkommt, der wird auch andere Veränderungen und Umwälzungen moderner Gesellschaften besser meistern.

Mit dem Pilotprogramm „Die Vielfaltsgestalter – Lokale Bündnisse für Zusammenhalt in Vielfalt“ fördert die Robert Bosch Stiftung GmbH über zwei Jahre hinweg den Aufbau von fünf lokalen Vereinigungen von Akteuren1 aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur, die Vielfalt vor Ort nicht nur thematisieren, sondern gemeinsam konstruktiv gestalten wollen. Das Programm wird gemeinsam mit der Gesellschaft für soziale Unternehmens-beratung mbH durchgeführt, wo das Programmbüro angesiedelt ist.

Das Pilotprogramm beginnt am 15. Oktober 2018 und endet am 15. Oktober 2020.

Wer kann sich bewerben?

Mindestens drei Akteure vor Ort in einer deutschen Mittelstadt mit einer Größe von etwa 50.000 bis 100.000 Einwohnern bewerben sich gemeinsam. Denkbare Akteure sind Vereine oder Organisationen, die sich für bestimmte Zielgruppen einsetzen (z.B. Wohlfahrtsverbände, Migrantenvereine, Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen, religiöse Gemeinschaften), Stellen der kommunalen Verwaltung, Kulturbetriebe oder Unternehmen. Einer der drei Akteure übernimmt besondere Verantwortung, indem er den Förderantrag stellt. Antragsteller kann ein gemeinnütziger Akteur oder die kommunale Verwaltung sein.

Was wird geboten?

Bis zu 50.000 Euro während der zweijährigen Programmlaufzeit für die Organisation lokaler Vernetzungsveranstaltungen, für die externe Unterstützung durch Experten sowie für Personalmittel. Einladung der Projektverantwortlichen zu drei zentralen Vernetzungs- und Qualifikationsveranstaltungen der Robert Bosch Stiftung GmbH. Öffentliche Wahrnehmung des eigenen Projekts im Rahmen der Gesamtkommunikation für das Pilotprogramm.

Bewerbungsschluss für das Programm ist der 28. August 2018.

Quelle: Robert Bosch Stiftung

 

Weitere Informationen
Ausschreibung auf der Webseite der Robert Bosch Stiftung

Studienvorbereitungsprogramm Welcome@Viadrina Frankfurt (Oder) (Foto: dpa/Patrick Pleul)
Frankfurt (Oder)

Neue Ausschreibung für studienvorbereitendes Programm Welcome@Viadrina

An der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) können auch zum Wintersemester 2018/19 wieder studieninteressierte Geflüchtete in das studienvorbereitende Programm Welcome@Viadrina für Geflüchtete aufgenommen werden.

Willkommensprogramm mit facettenreichen Komponenten

Das Programm fokussiert sich auf die fachliche Vorbereitung (Wirtschafts- oder Kulturwissenschaften), die sprachliche Vorbereitung in Deutsch und ggf. Englisch, Coachings, Trainings und Workshops sowie ein Buddy-Programm und ein Rahmenprogramm mit sozialen Events und Exkursionen.

Welcome@Viadrina richtet sich an Geflüchtete mit einem Aufenthaltstitel, mit einer Aufenthaltsgestattung sowie an Geduldete.

Bis Ende August für Welcome@Viadrina bewerben

Für das kommende Wintersemester 2018/19 stehen erneut 20 Plätze für geeignete Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung. Die Bewerbungsfrist endet am 31. August 2018.

Weitere Informationen über die Teilnahmevoraussetzungen und zur Bewerbung können auf der Webseite der Europa-Uni eingesehen werden. Interessierte sind zudem herzlich zu einer persönlichen Beratung im Auditorium Maximum der Europa-Universität Viadrina, Logenstraße 4, im Raum 246 eingeladen.

 

Weitere Informationen
Das Programm Welcome@Viadrina auf der Webseite der Viadrina

Wanderausstellung "yallah?! Über die Balkanroute" (Quelle: http://yallah-balkanroute.uni-goettingen.de)
Kulturzentrum Kuze

Wanderausstellung “yallah!?” gastiert in Potsdam

Der Sommer 2015, der „March of Hope“ von Budapest nach Österreich und die „Willkommen!“ rufenden Menschen an deutschen Bahnhöfen rücken immer weiter in die Ferne. Während 2015 die geöffneten Grenzen die Stimmung elektrisiert haben, ist die heutige Debatte zum Thema Flucht immer öfter dominiert von Diskussionen über Grenzsicherung, Terror und rassistischen Perspektiven.

Wanderausstellung “yallah?!” will festhalten, aufarbeiten, zugänglich machen

Die Wanderausstellung “yallah!? Über die Balkanroute” will den „langen Sommer der Migration“ und die Öffnung eines Korridors durch Süd-Osteuropa als relevantes politisches und historisches Ereignis festhalten, aufarbeiten und einem breiten Publikum zugänglich machen.

Die Ausstellung rückt zwei Jahre später Geflüchtete als Hauptakteure wieder in den Vordergrund und zeigt mit zahlreichen Audio-, Foto- und Videoaufnahmen sowie Kunstwerken ihre ganz persönlichen Sichtweisen auf Migration und Europa.

Die präsentierten Audio-, Video- und Fotoaufnahmen wurden während zahlreicher Gespräche und Interviews in Nordgriechenland, Serbien oder in Deutschland aufgenommen.

Entstanden sind die Materialien während Fahrten auf die sogenannte Balkanroute, bei denen die Macher der Ausstellung auf unterschiedliche Weise Geflüchtete solidarisch unterstützt haben. Während der Gespräche auf der Route wurde deutlich, dass die Stimmen von Refugees in Deutschland mehr Gehör finden müssen.

In der Ausstellung kommen Künstlerinnen und Künstler mit Fluchterfahrung durch ihre eigenen Werke zu Wort.

Hintergrund

Die Ausstellung ist in einer Zusammenarbeit von mehreren Personen entstanden, die auf der Route Geflüchtete unterstützt haben und in politischen, kritisch-akademischen und künstlerischen Kontexten engagiert sind. Die Ausstellung ist in deutscher Sprache. Audio-, Gedicht und Videobeiträge sind im Original mit Untertitel und Übersetzung.

Die Wanderausstellung macht Station im Kunstwerk Potsdam im Studentischen Kulturzentrum in der Hermann-Elflein-Str. 10. Sie ist von Freitag, 17. August, bis Sonntag, 26. August jeweils von 14 bis 20 Uhr zugänglich. Die Eröffnung findet einen Tag zuvor, am Donnerstag, 16. August 2018, um 19 Uhr statt. Der Einlass beginnt um 18 Uhr.

 

Weitere Informationen
Webseite zur Wanderausstellung

Wanderer beim "Frans' Hike" (Foto: franshike.wordpress.com)
Syrische Tradition

“Frans’ Hike” in und um Neuruppin

Vom 3. bis 8. August 2018 findet in der Gegend um Neuruppin erstmalig der so genannte “Frans‘ Hike” in Brandenburg statt – ein Projekt, bei dem mehr als 150 Teilnehmende aus mehreren europäischen Ländern gemeinsam wandern, reden, spielen und beten.

Tradition seit den 80ern

Die interreligiöse Wander-Initiative gab es in Syrien seit den frühen 80er-Jahren. Sie geht auf den niederländischen Jesuitenpater Frans van der Lugt SJ zurück, der 2014 im Alter von 75 Jahren erschossen wurde. Er hatte sich in Syrien als Seelsorger und Psychotherapeut für die Verständigung unter den Religionen eingesetzt und auch nach der Evakuierung der Stadt Homs bei den verbleibenden Bewohnern ausgeharrt.

“Frans’ Wandern” wurde dann 2015 von jungen Menschen in Berlin gegründet, die mit P. Frans van der Lugt das Wandern in Syrien erlebt haben, mit dem Ziel, das dort gegründete Projekt fortzusetzen. Es geht um sportliche, seelische, soziale, kulturelle Umweltaktivtäten von Menschen aller Altersgruppen und Nationalitäten. Im Vordergrund stehen der Kultur- und Erfahrungsaustausch sowie die Unterstützung des Integrationsprozesses mit der Gastgebergesellschaft. In den Vorjahren fanden die Wanderungen in Berlin-Wannsee, Dresden, München und in den Niederlanden statt.

Die Unterstützer des “Frans’ Hike”

Das Projekt wird unterstützt vom Flüchtlingsdienst der Jesuiten, vom Erzbistum Berlin, von der Katholischen Gemeinde in Neuruppin, vom Evangelischen Gymnasium Neuruppin und von der Stadt Lindow.

Quelle: erzbistumberlin.de

 

Weitere Informationen
Webseite des Wanderprojekts

Bürgerdialoge in Brandenburg – Symbolbild (Foto: Paolaroid – stock.adobe.com)
Deutsche Gesellschaft e.V.

Bürgerdialoge in Brandenburg

Zum bereits dritten Mal in Folge findet auch in diesem Jahr eine Veranstaltungsreihe mit Bürgerdialogen in Brandenburg statt, die von der Deutschen Gesellschaft e. V. in Zusammenarbeit mit brandenburgischen Städten organisiert wird. Die jeweiligen Themen sind aktuell, politisch und relevant für die beteiligten Bürger und Organisationen, sowie für die Politik der Städte, des Landes Brandenburg und Europas.

Bisherige Bürgerdialoge in Brandenburg

Bereits 2016 und 2017 beauftragten die Europäischen Kommission in Deutschland (EC) und das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz in Brandenburg (MdJEV) die Deutsche Gesellschaft e. V. mit der Durchführung von Bürgerdialogen.

Seitdem wird die Liste der teilnehmenden Städte immer länger. In chronologischer Reihfolge waren es bisher Eberswalde (04. Oktober 2016), Frankfurt/Oder (07. November 2016), Senftenberg (08. November 2016), Neuruppin (10. November 2016), Potsdam (23. November 2016), Wittstock Dosse (16. Oktober 2017), Rathenow (19. Oktober 2017), Luckenwalde (14. November 2017), Perleberg (16. November 2017), Eisenhüttenstadt (28. November 2017), Lübben (5. Dezember 2017) und Brandenburg an der Havel (12. Dezember 2017).

Im Jahr 2017 thematisierten vier Bürgerdialoge die Fluchtursachen und die Integration von Geflüchteten. Drei Bürgerdialoge griffen die Frage nach der Zukunft Europas auf.

Bürgerdialoge 2018

Im Jahr 2018 werden acht Bürgerdialoge stattfinden, zu den diesjährigen Themen gehören Migration, Verbraucherschutz und Digitalisierung. Vier Städte haben sich schon für ein Thema entschieden und übernehmen die Schirmherrschaft der Veranstaltungen.

Dem Thema Migration widmet sich die Stadt Schwedt am 18. Oktober 2018 unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Jürgen Polzehl. Die Nähe zum Nachbarland Polen und der Umgang mit Migranten sollen im lokalen und europäischen Kontext thematisiert werden.

Mit dem Thema Verbraucherschutz beschäftigen sich die Städte Prenzlau (27. August 2018) und Strausberg (15. Oktober 2018). Hendrik Sommer, Bürgermeister der Stadt Prenzlau und Elke Stadeler, Bürgermeisterin der Stadt Strausberg übernehmen die Schirmherrschaft der Veranstaltungen. Impulsbeiträge geben  Staatssekretärin Anne Quart (MdJEV) und Bernhard Schnittger, Europäische Kommission in Deutschland.

Das Thema Digitalisierung ist – ebenso wie Verbraucherschutz – neu auf der Agenda der Bürgerdialoge Brandenburg. Diskutiert wird es in der Stadt Forst am 07. September 2018 von teilnehmenden Bürgern und Bürgerinnen mit Minister Stefan Ludwig, (MdJEV) und Richard Kühnel, Leiter der EC in Deutschland unter der Moderation von Vanja Budde. Bürgermeisterin Simone Taubenek übernimmt die Schirmherrschaft der Veranstaltung.

Hintergrund

Bürgerdialoge Brandenburg werden in Kooperation mit dem Bündnis für Brandenburg und dem Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburg e. V. durchgeführt. Sie richten sich an interessierte Bürger, politische Akteure und relevante Vereine, die ihre Fragen und Erfahrungen in einen politischen Dialog einbringen und diskutieren möchten.

Anmeldung

Die Bürgerdialoge sind öffentliche Veranstaltungen, sie beginnen 18 Uhr und enden 19.30 Uhr mit einem kleinen Umtrunk. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um eine Anmeldung per E-Mail an katharina.kuss@deutsche-gesellschaft-ev.de gebeten.

Quelle: Deutsche Gesellschaft e.V.

 

Weitere Informationen
Übersichtsseite zur Veranstaltungsreihe auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft e.V.