Windkraftanlage (Foto: Steppinstars/pixaby.com)
Windkraftanlagen-Hersteller in Fürstenwalde

Beispiel für geglückte Arbeitsmarktintegration

Auf der ersten Etappe ihrer „arbeitspolitischen Tour“ besuchte Arbeitsministerin Golze nach einem Gespräch mit Landrat Rolf Lindemann und Angelika Zarling, Geschäftsbereichsleiterin des kommunalen Jobcenters, zuerst die Reuther STC GmbH in Fürstenwalde/Spree. Der Betrieb ist ein vorbildliches Beispiel für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Der Windkraftanlagen-Hersteller hat frühzeitig begonnen, Geflüchtete zu qualifizieren und fest anzustellen. Geschäftsführer Finn Melgaard wurde für sein besonderes Engagement bei der Integration von Geflüchteten unter anderem mit der Medaille des Landtages Brandenburg zur Anerkennung von Verdiensten für das Gemeinwesen ausgezeichnet.

Diana Golze erklärte: „Der schnelle Zugang zu Ausbildung und Arbeit ist für die erfolgreiche Integration von Geflüchteten von großer Bedeutung. Voraussetzung dafür ist natürlich das Erlernen der deutschen Sprache. Gerade die Fachsprache in der Arbeitswelt ist eine große Hürde, die sich aber am besten in der Praxis überwinden lässt. Viele Geflüchtete sind hoch motiviert, lernen schnell. Ich freue mich darüber, dass immer mehr Brandenburger Unternehmen Menschen mit Migrationshintergrund einstellen. Die Erfahrungen sind positiv und zeigen, dass die anfänglichen Investitionen in Qualifizierung und Sprachunterricht sich in vielen Fällen schon nach kurzer Zeit für die Betriebe auszahlen. Denn ihr wirtschaftliche Erfolg hängt in hohem Maße von qualifiziertem Personal ab.“

 

Ministerin Golze spricht auf ihrer arbeitspolitischen Tour mit Mitarbeitern vor Ort (Foto: MASGF)

Ministerin Golze spricht auf ihrer arbeitspolitischen Tour mit Mitarbeitern vor Ort (Foto: MASGF)

 

Arbeitsmarktintegration steht im Mittelpunkt

Arbeitspolitik ist in diesem Jahr das Schwerpunktthema der jährlichen Tour von Ministerin Diana Golze und Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt durch alle Landkreise und kreisfreien Städte. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Fachkräftesicherung, Gute Arbeit und natürlich die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten stehen im Mittelpunkt der „arbeitspolitischen Tour“. In den kommenden Monaten werden Golze und Hartwig-Tiedt mit weiteren Akteurinnen und Akteuren des Arbeitsmarktes über aktuelle Herausforderungen der Region sprechen, sich vor Ort über die Umsetzung von Förderprogrammen informieren und Betriebe besuchen. Diana Golze ist in diesem Jahr auch Vorsitzende der Arbeits- und Sozialministerkonferenz der Länder.

„In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Brandenburg mehr als halbiert. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Jahr 2016 lag bei 8,0 Prozent, das ist der niedrigste Wert seit der Wende“, sagte Golze zum Start der Tour. „Immer mehr Brandenburgerinnen und Brandenburger finden eine Beschäftigung. Aber von dieser guten Entwicklung profitieren leider noch nicht alle arbeitslosen Menschen gleichermaßen. Zwar ist auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen gesunken, aber ihr Anteil ist in Brandenburg immer noch sehr hoch. Hier müssen wir ansetzen. Jeder Mensch verdient eine Chance auf Arbeit. Und wir wollen gute, sichere und anständig bezahlte Arbeit. Im besonderen Fokus der Brandenburger Arbeitspolitik stehen Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Familienbedarfsgemeinschaften sowie die wichtigen strategischen Themenfelder Gute Arbeit, Aus- und Weiterbildung sowie Fachkräftesicherung.“

 

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